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Gutes Schuhwerk ist ein Muss. Zu empfehlen sind klassische, eher hohe Bergstiefel.

Tipps von der Bergwacht

Nach Dauerregen: Das sollten Sie beim Wandern beachten

Viele Wege in den Bergen sind nach wochenlangem Regen nass und matschig. Dennoch brechen in diesen Tagen viele Wanderer zu Touren in den Alpen auf. Ein Experte gibt Tipps, was dabei zu beachten ist.

Wir sprachen mit dem stellvertretenden Bergwacht- Geschäftsführer Thomas Griesbeck.

Der Spätsommer war einigermaßen verregnet. Entsprechend nass sind viele Wege in den Bergen. Können Sie vor diesem Hintergrund Wanderungen überhaupt empfehlen?

Mit Empfehlungen ist das immer so eine Sache. Klar ist: Trotz der starken Niederschläge der vergangenen Wochen beginnt jetzt die Wandersaison in den Bergen. Feste und felsige Wege trocknen schnell und bieten meist guten Halt, steilere, erdige Pfade sind hingegen rutschig und teils tief durchweicht. Wir empfehlen daher eine vorausschauende Tourenwahl und Planung.

Braucht es noch besseres Schuhwerk als sonst für Bergtouren auf matschigen Wegen?

Das Schuhwerk hat sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt. Teils sind spezielle Schuhe für spezielle Sportarten in den Bergen entstanden. Bei den aktuellen Verhältnissen dürfte der klassische, eher hohe Bergstiefel die erste Überlegung sein. Leichte Zustiegsschuhe sind im schlammigen Gelände schnell an der Grenze.

Worauf ist bei der Kleidung ansonsten zu achten?

Gerade im Herbst haben wir in den Bergen teils starke Temperaturschwankungen. Ist es mittags noch sommerlich warm, so haben wir am Abend und in der Nacht bereits unter null Grad Celsius. Gute Kleidung hilft, damit umzugehen. Leichte Funktionswäsche zum Wechseln gehört ebenso dazu wie eine regendichte Oberschicht. Auch Mütze und Handschuhe sollten nicht fehlen.

Was gehört in den Wanderrucksack?

Es kommt natürlich immer darauf an, was man sich vorgenommen hat. Meist ist es Kleidung und Proviant für die Tour, dazu Karte, eventuell ein GPS-Gerät und auch ein Mobiltelefon. Sehr bewährt haben sich Taschen- oder Stirnlampen, viele erfahrene Berggeher haben auch ein Feuerzeug und ein Mehrzweckwerkzeug in Taschenmessergröße dabei. Man sollte jedoch beim Packen des Rucksacks auf das Gewicht achten, denn jedes unnötige Kilogramm ist eine zusätzliche Belastung.

Die Wettervorhersagen werden immer präziser, mit Apps kann sich jeder die Prognose aufs Smartphone holen. Ist Verlass auf die Vorhersagen?

Grundsätzlich werden die Wetterprognosen immer besser. Allerdings sind es in den Bergen gerade die schnellen Wetterwechsel, die zu bedrohlichen Entwicklungen und Situationen führen können. Wetter-Apps benötigen eine Onlineverbindung, um aktuell zu sein, manchmal fehlt jedoch die erforderliche Netzanbindung in den Bergen. Man sollte daher auf Wetterumschwung vorbereitet sein und mindestens so aufmerksam auf Anzeichen am Himmel achten wie auf Hinweise des mitgeführten Smartphones.

Wohin geht der Trend am Berg? Eher leichte Wanderungen oder anspruchsvolle Touren?

Der Trend am Berg geht in die Berge, von Jahr zu Jahr steigen die Zahlen in allen Bereichen. Aus dieser breiten Entwicklung stechen als Spitzenläufer on top noch die Bergläufer und Trailrunner heraus

Das Interview führte Paul Winterer

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