+
Pistengaudi! Aber so richtig geht die Post nur mit dem passenden Ski ab!

Ski ist nicht gleich Ski!

Brettl-Parade: Die wichtigsten Neuheiten und Wintertrends

Na, schon die Bretter aus dem Keller geholt? Wer dabei feststellt, dass es sich nicht mehr lohnt, dieselben noch einmal startklar zu machen und mit dem Kauf von neuen Ski liebäugelt, darf sich freuen.

Die Hersteller haben sich richtig ins Zeug gelegt und präsentieren Ski, die auf jeder weißen Spielwiese überzeugen. Mit einer Leichtigkeit, die dank Hightechmaterialien und neuen Konstruktionsweisen in Sachen Fahrperformance nichts vermissen lässt und einfach nur Spaß macht.

Pistenski

Auch für Ski-„Kunstflieger“ gibt es inzwischen schon verschiedene Modellvarianten.

Zwar zieht es immer mehr Skifahrer ins freie Gelände, doch die mit Abstand meisten Fahrer sind nach wie vor auf der Piste unterwegs. Denen verspricht die neue Generation der Rockertechnologie jetzt noch mehr Spaß, Agilität und Fahrvergnügen auf dem präparierten Schnee. Der Rockereinsatz an Skischaufel und teils auch an den Skienden sorgt für noch spielerischeres, leichteres und effizienteres Skifahren. Rocker-Kinderkrankheiten wie zuviel Schaufelschwingung, wenig Laufruhe und Kontrolle, haben die Hersteller mit technischen Finessen wie speziellen Verstärkungen mit Carbon, Titanal, oder Holzkernen bis in die Spitzen oder auch mit Antivibrationsschichtenoderfrei gelagerten 360°-Vibrationsdämpfern geheilt.

Allmountain-Modelle

Für alle Skifahrer, die nicht nur auf der Piste Gas geben, sondern mit ein- und demselben Ski auch im Tiefschnee fahren möchten, gibt es in diesem Winter ein großes Angebot an leichten, stabilen und sportlichen Allmountain-Modellen. Echte Alleskönner für größtmögliche Freiheit in Sachen Geländewahl und Schneebedingungen. Die Hersteller haben hier vor allem an den Details gefeilt. Gewicht wurde beispielsweise auf die Seitenbereiche der Ski verteilt, um bessere Kraftübertragung und Stabilität direkt über der Kante zu bewirken. Zudem wurden Skimitte, Schaufel und Skiende entlastet. Das Ergebnis der Tüfteleien sind leichter und kräftesparender zu fahrende Ski mit besserer Kontrolle und mehr Auftrieb im Tiefschnee.

Freeride/Backcountry/Touring

Neue Trends für Tourengeher und Freerider.

Freeriden und das klassische Tourengehen wachsen immer mehr zusammen, auch in Sachen Ausrüstung – von tourengeeigneten Ski mit breiten Freeride-Geometrien, über RockerFelle bis hin zu passenden, multinormfähigen Tourenstiefel. Fast alle Hersteller bieten für Freerider, die mit kurzen Aufstiegen unberührte Tiefschneehänge erreichen wollen, neue oder überarbeitete Modelle an, die durch weniger Gewicht einen verringerten Kraftaufwand bei Aufwärtspassagen bieten, trotzdem in der Abfahrt aber richtig Spaß machen und in jeder Situation extrem stabil bleiben - auch bei schwierigen Schneebedingungen. Verändert wurden dafür zum Teil die Ski-Geometrien, die Schaufeln und teilweise wurden auch die Skikerne abgespeckt und zeigen sich jetzt flacher und dünner. Im klassischen Tourensegment sind in diesem Winter jede Menge robuste Leichtgewichte zu finden, die es schnell bergauf und sportlich bergab mögen. Neben den absoluten Leichtgewichten, die teils unter einem Kilo pro Ski liegen und speziell für Bergauf-Racer mit Minibindungen versehen sind, kommen jetzt immer mehr Modelle, die auch in Sachen Torsionssteifigkeit, Kantengriff und Dämpfung souverän abschneiden. In den meisten Fällen wird mit der vielseitigen Rocker-Konstruktion getourt. Im Gelände schweben die damit dynamischeren Ski durch den Tiefschnee, weder Spitze noch Ende tauchen zu weit ein. Verantwortlich für immer leichtere Gewichte der Tourenski sind neben Balsa-und Paulownia-Holzkernen etwa extrem stabiles Titanal und Hightech-Carbon-Mixturen, die in der Raumfahrttechnologie verwendet werden. Teilweise wurde auf Kanten an Skispitze und -Ende verzichtet. Jedes Gramm zählt schließlich.

Tipps zur richtigen Skiwahl

Viel wichtiger als die richtige Optik sind die individuellen technischen Eigenschaften eines Skis. Wer „seinen“ Ski finden will, sollte folgende Fragen vor dem Kauf beantworten:

  • Einsatzbereich: Fahren Sie überwiegend auf der Piste? Oder hat Sie die Tiefschneesucht gepackt und Sie brauchen einen fetten Freerider mit gutem Auftrieb? Lieber Freestyle in Park und Pipe? Sie benötigen ein robustes Twintip-Modell. Oder sind Sie gerne in jedem Gelände unterwegs und brauchen einen Allmountain-Ski?
  • Fahrniveau: Sind Sie Einsteiger oder Wiedereinsteiger, Fortgeschrittener mit guter Technik und sicherer Fahrweise oder Experte, der jedes Gelände beherrscht?

  • Tempo: Sind Sie eher komfortabler unterwegs und brauchen einen drehfreudigeren, leichten Ski, der Fehler verzeiht und kraftsparend ist? Bevorzugen Sie eine sportliche Fahrweise mit höheren Geschwindigkeiten? Hier empfiehlt sich ein hochwertiger Ski, der jedes Tempo mitgehen kann und trotzdem sicher „in der Spur“ bleibt.

  • Geschlecht: Frauensind meist leichter und bringen daher weniger Druck auf den Ski als Männer. Es gibt inzwischen ein großes Angebot an Damenmodellen, die technisch auf Frauenbedürfnisse abgestimmt sind. Die Vorspannung im Ski ist hier oft geringer, der Ski nicht ganz so aggressiv. Je nach Hersteller auch mit speziellem Design.

  • Bevorzugte Radien: Fahren Sie gerne kleine, mittlere oder lange Schwünge? Die Vorspannung bestimmt, mit welchen Bereichen er im Schnee aufliegt und wie er sich verhält. Wer gerne Kurzschwünge fährt, braucht einen drehfreudigen Ski, Speedfreaks torsionssteife Modelle.

  • Die richtige Länge: In die Entscheidung für die richtige Skilänge fließen Fahrkönnen, bevorzugtes Gelände, Geschwindigkeit, persönliche Vorlieben für größere oder kleinere Kurvenradien sowie Körpergröße und Gewicht des Skifahrers mit ein. Prinzipiell darf es in Sachen Skilänge aber dank neuer Skigeometrien, leichterer Materialien und neuer Technologien prinzipiell ruhig wieder etwas mehr sein. Warum das? Sehr kurze und extrem taillierte Ski waren oft ziemlich anstrengend zu fahren. Mehr Länge bringt Laufruhe und Sicherheit.

  • Länge bei Kinderski: Die richtige Skilänge ist individuell zu bemessen und vom Fahrkönnen abhängig. Einsteigerski sollten in etwa zwischen Achselhöhe und Schulter reichen, bei Fortgeschrittenen ist eine Länge zwischen Hals und Mundhöhe. Faustregel: Je sportlicher,destolänger. Bei körperlich kräftigen Kindern orientiert man sich ebenfalls an der oberen Grenze, bei zierlicheren an der unteren.

von Petra Rapp

Modisch auf die Piste: Die Trends für den Winter

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare