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Muskelnahrung: Käse ist ein guter Eiweiß-Lieferant.

Nach dem Laufen

Brot und Käse fördert Regeneration

Um sich nach dem Ausdauertraining schneller zu erholen, setzen ambitionierte Sportler oft auf Spezialgetränke. Dazu gehören Carbodrinks, die reich an Kohlenhydraten sind.

Beliebt sind auch Pulver aus Wheyprotein, einem Molkeneiweiß. Der Deutschen Sporthochschule Köln zufolge hätten Studien an Athleten gezeigt, dass eine Kombination aus beidem die Muskelerholung fördert. Dort wollte man wissen, ob sich dieses Wissen auch für Breitensportler und ohne Spezialpräparate nutzen lässt. Die Idee: Der Mix aus Kohlenhydraten und Eiweiß sollte aus Brot und Sauermilchkäse kommen.

Zehn-Kilometer-Lauf

In einer Studie, die von einer Käserei in Auftrag gegeben worden ist, wollten die Sportwissenschaftler herausfinden, wie gut die natürliche Muskelnahrung hilft. Die Probanden waren Männer, die aber nicht speziell ausdauertrainiert waren. Über mehrere Monate wurden sie jeweils nach einem zehn Kilometer langen Lauf auf verschiedene Werte hin untersucht. Verglichen wurden drei Durchgänge. Einmal bekamen die Studenten nach dem Lauf keine Nahrungsmittel, beim zweiten Mal vier Scheiben Weißbrot, beim dritten Mal zwei Scheiben Weißbrot und zusätzlich 30 Gramm Sauermilchkäse mit einem Eiweißanteil von 30 Prozent.

Trainieren ohne Muskelkater

Wie nicht anders zu erwarten, klagten die Probanden nach der ungewohnten Anstrengung über Muskelkater. Ein Maß dafür und für das Ausmaß der Muskelschädigung nach dem Ausdauerlauf ist der Kreatininkinasewert (CK), den die Wissenschaftler bei ihren Testpersonen bestimmten. Am höchsten war der Anstieg des Wertes demnach, wenn diese nach dem Sport nichts essen durften und etwas niedriger nach dem Essen von Weißbrot. Am niedrigsten war der CK-Wert bei einer Kombination aus Brot und Käse.

„Unsere Daten bestätigen Daten aus der Literatur“, sagte Studienleiter Patrick Diel, Professor an der Deutschen Sporthochschule Köln. „Sie zeigen jedoch darüber hinaus, dass die Zufuhr von Kohlenhydraten und Eiweiß mit der normalen Nahrung erfolgen kann und keine spezifischen Supplemente oder Nahrungsergänzungsmittel nötig sind.“

Andrea Eppner

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