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Bauch, Beine, froh!

Fit dank Technik – die zehn besten Tipps für den Frühling

Die Bikini- und Badehosen-Saison rückt näher – und damit geben die Deutschen in Sachen Sport noch mehr Gas. 10,8 Millionen gehen ins Fitness-Studio. Und beim Sporteln werden digitale Helfer immer wichtiger.

Ohne Technik geht fast gar nichts mehr. Wir stellen Ihnen zehn Hightech-Trends für Ihre Frühjahrs-Fitness vor. Motto: Bauch, Beine, froh!

Fitness-Tracker

Ein Drittel der Sportler in Deutschland nutzt bereits Schrittzähler, Fitnessuhren oder Apps, um das Training zu überwachen. Nummer 1 im Fachmagazin Chip ist die Fitnessuhr Garmin Vivoactive (ab 160 Euro), die nicht nur beim Laufen oder Radfahren motiviert, sondern sogar beim Schwimmen die Bahnen mitzählt. Aber auch bei der Apple Watch (ab 349 Euro) sind die Fitnessfunktionen das beste Kaufargument. Jeden Tag die drei Kreise zu schließen, die Kalorienverbrauch, Bewegung und stündliches kurzes Aufstehen messen, ist eine fabelhafte Motivation.

Gewichtskontrolle

Smarte Waagen messen Gewicht, BMI und Körperfettanteil – und übertragen die Daten drahtlos auf eine App. Der Withings Smart Body Analyzer (130 Euro) hat im tz-Test enttäuscht. Denn trotz zahlloser Versuche landeten die Werte nicht auf dem iPhone. Mit der Waage Fitbit Aria (105 Euro) klappt es dagegen ausgezeichnet.

Trainer im Ohr

Der Kopfhörer Jabra Sport Coach Wireless (95 Euro) gibt beim Trainieren genaue Anweisungen, die auf den aktuellen Fitnesswerten basieren. Hierfür misst ein Sensor im Innenohr optomechanisch die Herzfrequenz. Das funktioniert mit 98 Prozent Übereinstimmung zu einem medizinischen EKG. Noch mehr Informationen liefert der Cosinuss One, eine Neuentwicklung aus München (150 Euro). Auch hier steckt ein Sensor im Ohr, der sogar Stresslevel und Körpertemperatur auswertet.

Youtube-Training

Mit Fitnessvideos von Youtube wird das heimische Wohnzimmer zum Gym. Der bekannteste deutsche Youtube- Trainer ist Karl Ess, der mittlerweile 380 000 Abonnenten über Krafttraining, Sporternährung und Lifestyle informiert. Erfolgreiche Newcomerin ist Sophia Thiel. Die 21-Jährige aus Rosenheim war früher übergewichtig – und hat sich zu einer der gefragtesten Vorturnerinnen gemausert.

Fitness-Apps

Freeletics aus München war einer der Vorreiter bei den Fitness- Apps. Über neun Millionen nutzen weltweit das Programm für iOS und Android, das ohne Geräte auskommt. Trainer-Abos kosten zwischen 34,99 Euro (3 Monate) und 79,99 Euro (1 Jahr). Doch nun drängen die Discounter nach – mit weniger ausgetüftelten Plänen, aber dafür deutlich günstiger. Besonders gefragt ist der 7 Min Workout (iOS, Android). Die App kostet 2,99 Euro, Trainingspläne zwischen 99 Cent und 1,99 Euro.

Training unter Strom

Immer mehr Studios (z.B. ems-fitness-muenchen.de) setzen auf EMS. Das Kürzel steht für Elektro-Muskel-Stimulation. Wer damit sein Training betreibt, steckt in einem Anzug, in dem kleine Stromstöße die Muskeln stimulieren. Das soll das Training 18-mal effektiver machen als bei herkömmlichen Übungen. 40 bis 60 Minuten pro Woche genügen, um den Körper in Form zu bringen. Auch für zu Hause gibt’s die ersten EMS-Geräte, zum Beispiel Bauchmuskelgürtel (ab 40 Euro). Die fränkische Firma WLS hat den Antelope Suit entwickelt, den ersten EMS-Anzug für den Hausgebrauch (1300 Euro).

Icaros

Das erste Virtual-Reality- Fitnessgerät kommt aus München. Wer mit Icaros trainiert, liegt in einem Gestell, schlägt mit den Armen, und fliegt mit einer VR-Datenbrille auf dem Kopf über virtuelle Welten. Fliegen wie ein Vogel, dazu noch intensives Training für Bauchund Schultermuskeln – das modernste Work-out der Welt. Icaros gibt’s vor allem für Fitness- Studios, eine Heimversion (ab 5300 Euro) soll aber folgen.

Scooter

Die kleinen Elektroflitzer wie der 2Droid XL von Cat aus Berlin (749 Euro) fahren zwar von selbst – und zwar bis zu 20 Sachen schnell. Der Fahrer, der damit durch die Gegend flitzt, trainiert trotzdem. Denn die ständige Gewichtsverlagerung nach vorne und hinten, nach rechts und links fordert die gesamte Muskulatur. Das coolste Trainingsgerät dieses Frühlings!

Facebook-Trainer

Die italienische Firma Panatta zeigt mit ihrer Studie New Cardio Experience, die von Pininfarina gestaltet wurde, wie das Fitnessgerät von morgen aussieht. Auf dem Display können die Nutzer beim Steppen oder Laufen Facebook, Twitter und Youtube aufrufen – und den animierten Bildschirmhintergrund so einstellen, dass sie sich fast fühlen wie beim Joggen im Wald oder beim Bergsteigen. Für zu Hause (noch) zu teuer, aber bestimmt demnächst in Ihrem Fitness-Studio zu erleben!

Schlagzeugspielen

Ausnahmsweise nicht digital – aber die positiven Auswirkungen können Sie mit jeder Sportuhr messen. Denn der neue Fitness-Geheimtipp Schlagzeugspielen ist die wohl effektivste„Sportart“derWelt. Eine Stunde Vollgas am Drumkit (ab 130 Euro) fordert den Körper mehr als Joggen, Aerobic oder Gewichtheben. 600 Kalorien pro Stunde sind drin – und das im Sitzen. Für Anfänger gibt’s kostenlose Probestunden (z.B. www.drummersfactory.de).

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