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Wandern tut Körper und Seele gut - und bildet einen entspannenden Kontrast zum stressigen Alltag.

Bei Jung und Alt beliebt

Darum ist Wandern 2017 wieder voll im Trend

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Die Natur genießen, sich bewegen und sogar abnehmen: Wandern erlebt 2017 ein Comeback und wird bei Jung und Alt wieder zum neuen Trendsport.

Früher als Kind war es für so manch einen eine Qual, mit den Eltern beim sonntäglichen Familienausflug in die Berge zu fahren. Doch heutzutage gehen immer mehr Deutsche – freiwillig und sogar gerne – in ihrer Freizeit zum Wandern. Die Sportart avanciert gerade zur Trendsportart 2017.

Wandern ist wieder bei Jung und Alt beliebt

Hollywoodstars und Supermodels machen es seit geraumer Zeit vor: Wer cool und fit ist – oder es zumindest sein möchte – der geht wandern. Der Trend ist auch bei uns spürbar und hat mit Wander-Fans wie Comedian Harpe Kerkeling, der auf dem Jakobsweg pilgerte und einen Bestseller ("Ich bin dann mal weg") darüber schrieb, auch in Deutschland viel Zuspruch erfahren.

Das Ergebnis: Sobald das Wetter es zulässt und die ersten Sonnenstrahlen durchlugen, sind am Wochenende die Wanderwege voll mit Outdoor-Freunden. Und das fast zu jeder Jahreszeit. Viele der Deutschen brechen regelmäßig Richtung Berge auf, um sich beim Wandern sportlich zu betätigen.

Damit ist Wandern sogar die liebste Freizeitaktivität der Deutschen – noch vor Radfahren oder Laufen. Dabei ist die Sportart gar nicht so neu – schließlich wandert der Mensch bereits seit etwa zwei Millionen Jahren umher auf der Suche nach etwas Essbarem. Heute ist es wohl eher die heiß ersehnte Almhütte, in der Latte Macchiato, Kaiserschmarrn oder ein Weißbier auf den Wanderer warten. Durchschnittlich etwa 2 Stunden und 45 Minuten dauert so ein Marsch, je nach gewählter Strecke.

Wandern trainiert den Körper - und macht glücklich

Gründe, warum Wandern auf der Beliebtheitsskala der Deutschen wieder so hoch im Kurs steht, liegen auf der Hand. Schließlich können Sie es alleine, zu zweit oder mit der ganzen Familie tun. Zudem ist es ein effektives Ganzkörper-Workout - vor allem dann, wenn es steil bergauf geht. Und das wiederum macht auch glücklich. Schließlich wissen Sportmediziner schon lange, dass Bewegung glücklich macht. Der Grund: Wenn Sie sich körperlich betätigen, schüttet der Körper Glückshormone, sogenannte Endorphine, aus.

Zudem ist Wandern gut für das Herz-Kreislaufsystem. Durch den besseren Sauerstofftransport des Blutes werden so die Fließeigenschaften verbessert. Auch die Lunge wird dadurch gestärkt. Außerdem wirkt die Sportart bei regelmäßiger Ausübung blutdrucksenkend und sich günstig auf den Cholesterinspiegel aus. Und schließlich wirkt es präventiv gegen Osteoporose und stärkt das eigene Immunsystem. Aber auch für die Psyche kann so ein Tag im Grünen befreiend sein – beim Wandern haben Sie die Möglichkeit, einfach mal die Natur zu genießen und den Kopf abzuschalten.

Manuel Andrack, Autor von "Das neue Wandern", weiß: "Wandern boomt." Der Outdoor-Sport habe schon lange sein verstaubtes Senioren-Image abgeschüttelt. "War ich vor zehn Jahren unterwegs, habe ich ausschließlich Rotsocken auf den Wanderwegen gesehen. Heute sind es dagegen zahlreiche junge Familien und Paare." Aber auch die etwas ältere Generation um die 40 bis 50 Jahre habe wieder den Spaß und die Leidenschaft am Wandern entdeckt.

Raus aus dem stressigen Alltag, rein ins Grüne - und in die Erholung

Schließlich bietet ein Ausflug ins Grüne Erholung und Entspannung pur in Zeiten der ständigen digitalen Verfügbarkeit und dem wachsenden Jobdruck. Selbstfindung, Ruhe und eine Auszeit vom stressigen Alltag waren es auch, die Hape Kerkeling als Motive angab, warum er sich eine Pause vom Showbusiness gönnte und zwei Monate nach Spanien wanderte.

Und es geht nicht nur auf die heimischen Berge hinauf, viele Deutsche zieht es auch ins Ausland, um dort mit Freunden oder Familie reine Wanderurlaube zu verbringen. Statt sich (nur) am Strand zu sonnen, wird das feste Schuhwerk ausgepackt und die Landschaft erkundet.

Egal, ob nun in den Ferien oder zuhause – wichtig ist dabei immer, dass das Wandern der körperlichen Konstitution und der Tagesform angepasst ist. Schließlich soll der Trip in die Natur Spaß machen – und nicht Bewegungszwang werden. Besonders für Anfänger ist es ratsam, erst mal einen Pfad zu wählen, der vom Schwierigkeitsgrad her leichter ist und auch noch nicht so lange dauert.

Beginnen Sie damit, locker spazieren zu gehen – und nicht gleich ohne passende Ausrüstung steil bergauf oder querfeldein zu laufen. Schließlich soll für Sie Wandern nicht in Stress ausarten – sondern ein Wohlgefühl verbreiten.

Wandertrends im Überblick: Die Hütte ist das Ziel

Von Jasmin Pospiech

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