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Für ein gutes Fahrrad geben die Deutschen im Durchschnitt immer mehr Geld aus.

Deutsche geben mehr Geld fürs Fahrrad aus

Berlin - Ein gutes Fahrrad ist den Deutschen immer mehr Geld wert. Fast 500 Euro legten die Käufer laut Branchenverband letztes Jahr im Durchschnitt hin.

Der Durchschnittspreis, den die Käufer für ihren Drahtesel zahlten, stieg im vergangenen Jahr um 7,6 Prozent auf 495 Euro, wie der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) am Mittwoch in Berlin mitteilte. Grund sei neben einer wachsenden Nachfrage nach hochwertigen Modellen auch der Boom bei teuren Elektro-Fahrrädern, sagte Geschäftsführer Siegfried Neuberger.

Der Gesamtwert der verkauften Räder stieg um 8,8 Prozent auf rund zwei Milliarden Euro. Nach einem leichten Einbruch im Jahr 2010 verkaufte die Branche im vergangenen Jahr rund 4,05 Millionen Fahrräder - ein Plus von gut einem Prozent.

Verband rechnet mit weiterem Wachstum

Für dieses Jahr rechnet der ZIV mit einem weiter wachsenden Markt vor allem durch den E-Bike-Trend. Gingen im Jahr 2010 noch rund 200 000 Räder mit unterstützendem Elektro-Antrieb über die Ladentheken, waren es 2011 bereits 310 000 Stück - eine Steigerung um 55 Prozent. „Wir gehen davon aus, dass wir in diesem Jahr bis zu 400 000 schaffen“, sagte Neuberger.

Beliebter als Elektro-Fahrräder sind aber weiter Trecking- und City-Räder mit Marktanteilen von 34 beziehungsweise 25 Prozent. Auch das Mountainbike liegt mit einem Anteil von 10 Prozent noch vor dem Elektro-Rad (8 Prozent).

Die Fahrradproduktion in Deutschland nahm 2011 wieder leicht auf 2,29 Millionen Stück zu, der Import vor allem aus Taiwan, den Niederlanden sowie Polen und Litauen stieg ebenfalls.

Der Fahrradbestand in deutschen Haushalten wuchs laut ZIV im vergangenen Jahr auf 70 Millionen Stück. Vor allem die Alltagsnutzung nehme zu, so dass das Fahrrad vor allem in größeren Städten inzwischen zehn Prozent des Gesamtverkehrs ausmache.

dpa

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