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Tga 6: Fast geschafft (v.li.): Patrick Jost, Dietmar Rexhausen, Peter Schlickenrieder 

"Ein bisserl blöd schauten die Leute schon"

Was für ein Tag! Die heutige Etappe war einfach traumhaft. Heute morgen sah das Wetter allerdings noch gar nicht einladend aus.

Beim Anstieg ins Skigebiet war es bedeckt und sehr kalt. Aber dann kam plötzlich das schöne Wetter durch und gab den Blick auf ein atemberaubendes Bergpanorama frei.

Tagebuch-Bilder: Peter Schlickenrieders Alpenüberquerung

Langlauf-Profi Schlickenrieder: Auf Ski über die Alpen

Drei Aufstiege galt es heute zu bewältigen. Unser erster führte uns zum Vallugagra. Von dort aus ging es hinab nach Zürs. Hier gönnten wir uns eine Einkehr im Robinson Club. Im Dezember hatte ich dort für das ARD-Buffet eine Sendung zum Ski-Opening gedreht und meinen Besuch für Januar angekündigt. Nicht gerechnet hatte ich allerdings mit dem Überraschungsessen, dass die Clubmannschaft für uns vorbereitet hatte. Das war wirklich toll.

Allerdings marschierten wir erst nach anderthalb Stunden weiter und mussten uns sputen. Den größten Teil unserer heutigen Etappe legten wir über Skipisten zurück. Das war jedoch nicht wirklich spaßig. Es war tierisch voll und man musste unheimlich aufpassen.

Ein bisserl blöd schauten die Leute schon, wie wir mit unseren Ski problemlos bergauf liefen. Steigfelle waren vielen noch nicht bekannt. Es kamen einige nette Gespräche zustande, manche hielten unsere Alpenüberquerung für einen Scherz, andere bewunderten uns.

Bei der Abfahrt ins Tal nach Lech liefen wir am Geißbach entlang durch unberührte Natur, während langsam die Sonne hinter den Bergen verschwand. Vom Saloberkopf düsten wir dann hinab zu unserem Etappenziel nach Warth, wobei unser Hotel Adler ein paar Meter erhöht auf dem Hochtannbergpass lag. Mit einem Saunagang wärmten wir unsere kalten Körper wieder auf.

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Hannibal Schlickenrieder: Alpenüberquerung auf Ski

Morgen startet unsere letzte Etappe. Die gestern noch vermisste Euphorie ist nun auch endlich da. Es geht mir einfach prächtig und ich bin stolz diese tolle Tour mit meinem Team bisher so gut gemeistert zu haben.

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