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Generell gilt: Jeder Helm mindert das Verletzungsrisiko deutlich gegenüber dem Fahren ohne Helm.

Studie von Stiftung Warentest

Fahrradhelme im Test: Nur 3 von 18 schneiden "gut" ab

Ein Helm mindert die Verletzungs­risiken bei Fahr­rad­unfällen erheblich: Im Rahmen aktueller Untersuchungen schneiden allerdings nur wenige Kopfbedeckungen zufriedenstellend ab.

Nur 3 von 18 getesteten Fahrradhelmen wurden in der jüngsten Studie der Stiftung Warentest für "gut" befunden - ein Grund: Das Institut hat seine Test-Anforderungen erhöht. So seien in der Vergangenheit beispielsweise der Schutz vor Aufschlägen auf Stirn und Schläfen­partien sowie die Auswirkungen von heftigen Rotations­kräften auf das Gehirn zu wenig berücksichtigt worden. Nach Einbezug dieser neuen Faktoren sind die Ergebnisse der Sicherheitstests ernüchternd: Keiner der getesteten Helme bestand die neue „erweiterte Stoßprüfung“ mit „gut“. Die besten Exemplare im Test meisterten sie immerhin „befriedigend“. Die Experten der Stiftung Warentest sind davon überzeugt, dass die untersuchten Modelle noch nicht das Ende des Machbaren sind.

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Neben dem Unfallschutz wurden vor allem die Handhabung und der Komfort untersucht. Wichtige Aspekte sind hier unter anderem, wie gut der Helm der individuellen Kopfform angepasst werden kann, und wie gut er den Schopf belüftet. Drei der getesteten Modelle schnitten in diesem Teilbereich mit „Sehr gut“ ab. Ein weiterer erfreulicher Punkt: Keiner der Helme fiel negativ bei der Schadstoffprüfung auf.

Projektleiter Ralf Gaida wies im Rahmen der Untersuchungen zudem darauf hin, dass jeder Helm das Verletzungsrisiko deutlich gegenüber dem Fahren ohne Helm verringert: "Dass ein Helm vor Kopfverletzungen bei einem Unfall oder Sturz schützt, steht außer Frage. Daher ist es für jeden ratsam, einen Helm zu tragen. Das gilt nicht nur für den ambitionierten Freizeitsportler, der lange Strecken auf Landstraßen zurück legt, sondern auch für den gemütlichen Radler, der nur Innerorts mal auf dem Weg zum Bäcker ist."

Auf folgende Punkte sollte man beim Helmkauf zudem achten:

Der Helm muss passen

Die besten Helme schützen nur wenig, wenn sie nicht passen. Deshalb sollten Radler den Kopf­schutz vor dem Kauf unbe­dingt anpro­bieren. Die Helm­schale darf weder zu groß noch zu klein sein. Weiche Polster stützen sie auf dem Kopf ab. Auf keinen Fall sollte es Stellen geben, die unge­pols­tert auf die Schädel­decke drücken. Das kann auf Dauer richtig weh tun.

Sicherheit durch Sicht­barkeit

Wer spät abends mit dem Fahr­rad unterwegs ist, wird sich über zusätzliche Sicht­barkeit freuen. Während Carrera, POC und TSG den Kopf im Dunkeln lassen, sind mehrere andere Modelle dank Reflektoren nachts gut zu sehen. Einige bieten sogar LED-Lichter am Hinterkopf.

Mehr Informationen zum den Testergebnissen sind in der August-Ausgabe der Zeitschrift "test" nachzulesen.

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