Video-Assistent: Mega-Panne beim Bundesliga-Auftakt

Video-Assistent: Mega-Panne beim Bundesliga-Auftakt
+
Über dem Nebel scheint die Sonne.

Welche Hütten noch offen haben

Flucht aus dem Nebel: Die besten Wander-Tipps

Grausam: seit Tagen lässt sich in München der Himmel, geschweige denn die Sonne nicht mehr blicken. Meine Stimmung ist am Boden. Gleich nach dem Aufstehen werfe ich einen Blick auf die Webcam, die am Wankgipfel im nahen Estergebirge installiert ist, und kann die Sonne sehen.

Eine digitale Wohltat: im 360-Grad-Panorama kann ich genau erkennen, welche Spitzen aus dem Nebelmeer ragen und welche nicht. Auch der Gipfel des Wank schafft das heute mit seinen 1780 Metern locker. Raus aus dem Elend, ab in die Berge! Und zwar schnell! Eine gute Stunde später steige ich ab dem Wanderparkplatz Höfle kurz hinter Garmisch-Partenkirchen Richtung Wank auf. Trüb und grau, richtig ungemütlich ist es hier im Tal. Erstaunlich viele Menschen sind heute unterwegs. Ganz offensichtlich habe nicht nur ich den Nebel dick. Mit jedem weiteren Schritt nach oben wird es heller. Es werde Licht: irgendwann folgt der finale Durchbruch durch die Wolkendecke. Beim Erreichen des Gschwandtnerbauer bietet sich mir ein Bild bayerischen Urbehagens. 

Spaziergänger, Wanderer und Familien sitzen im Biergarten in der Sonne und genießen Weißbier, Limo oder heiße Schokolade. Es ist so unfassbar schön hier. Wobei: ganz oben warten noch mehr Sonnenkraft und Panorama. Also weiter! Nach zwei Stunden erreiche ich schließlich den höchsten Punkt der Tour. Später kehre ich im Wankhaus ein. Weil es oben so schön ist, vertrödle ich viel Zeit und starte erst gegen 16.30 Uhr den Abstieg. 20 Minuten später geht die Sonne unter und verschwindet hinter der Zugspitze. Kurze Zeit später wird es schlagartig stockdunkel. Die letzten 600 Höhenmeter schaffe ich zwar sturzfrei, weil ich die Taschenlampenfunktion meines Handys aktiviere, ärgere mich aber über mich selbst: Im Herbst ohne Stirnlampe in die Berge, ist grob fahrlässig…

von Johanna Stöckl

Diese Hütten sind noch geöffnet:

Tegernseer Hütte (1650 m)

Die beliebte Hütte am Tegernsee thront wie ein Adlernest an den Felsen geschmiegt auf dem Sattel zwischen Roß- und Buchstein. Sie ist bis 6. November 2016 täglich geöffnet und ab Kreuth auf einem leichten Wanderweg in knapp zwei Stunden zu erreichen.

Wankhaus (1780 m)

Das Wankhaus im Estergebirge ist – abgesehen von einem Betriebsurlaub zwischen 7. November und 24. Dezember 2016 – täglich geöffnet. In Kombination mit der Wankbahn (Revision zwischen 7. November und 24. Dezember) kann man dem Nebel daher auch mühelos schwebend entfliehen. Wer auf den Gipfel wandert, sollte dafür zweieinhalb Stunden einplanen.

Hörnlehütte (1390 m)

Auf dem Hausberg von Bad Kohlgrub, dem Hörnle, lockt eine leicht zu erreichende, ganzjährig bewirtschaftete DAV-Hütte. Will man sich die 20-minütige Fahrt mit der beinahe schon historischen Hörnlebahn (Revision jeweils im April und November) sparen, ist der Aufstieg auch mit Kindern in zwei Stunden locker machbar. Übrigens kann man auch im Winter auf der Hütte übernachten.

Hochfellnhaus (1669 m)

Das Hochfellnhaus ist das höchstgelegene Gasthaus im Chiemgau und ein beliebtes Wanderziel, das ab Ruhpolding (Steinbergalm) in eineinhalb Stunden leicht zu erreichen ist. Bis 6. November sind Hütte und Bergbahn täglich geöffnet. Danach richten sich die Hüttenöffnungszeiten nach dem Fahrplan der Hochfellnbahn und dem Wetterbericht.

Gasthof Neureuth (1264 m)

Von einem Betriebsurlaub zwischen 29. November und 25. Dezember abgesehen, ist der Berggasthof mit traumhaftem Blick auf den Tegernsee ganzjährig geöffnet. Ab Bahnhof Tegernsee in circa einer Stunde zu erreichen.

August-Schuster-Haus (1564 m)

Das August-Schuster-Haus, auch Pürschlinghaus genannt, ist ein beliebtes Wanderziel in den Ammergauer Alpen. Die Hütte ist ab Unterammergau in rund zwei Stunden zu erreichen und ganzjährig (außer April und November) bewirtschaftet.

Laberhaus (1684 m)

Entschleunigung ist auf dem 1778 Meter hohen Laber in Oberammergau garantiert. Wer den Gipfel nicht aus eigener Kraft erklimmen mag, kann mit der nostalgischen Laber-Bergbahn in die Höhe gondeln und in der Gaststätte oder auf der Terrasse das Panorama genießen. Zwischen 13. November und 25. Dezember bleiben Bahn und Gaststätte allerdings geschlossen.

Herzogstandhaus (1575 m)

Der Berggasthof auf dem Herzogstand ist ein Klassiker für alle Wanderer aus München. Kombiniert mit der Herzogstandbahn ist ein Ausflug dorthin auch für Menschen möglich, die nicht sonderlich gut zu Fuß sind. Bis 20. November ist die Hütte täglich bis auf Dienstag (Ruhetag) geöffnet. Zwischen 21. November und 25. Dezember bleiben sowohl die Herzogstandbahn als auch die Hütte geschlossen. Während der Wintermonate hat das Herzogstandhaus (Ferienzeiten abgesehen) nur am Wochenende geöffnet.

Auch interessant

Kommentare