Lufthansa zieht Angebot zu Niki zurück

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Erlebnis Berge: Nicht nur für Frühaufsteher ist das eine reizvolle Aussicht.

Drei Genusswanderungen für Spätaufsteher

Im Frühtau zu Berge? Nein danke!

Im Frühtau zu Berge, wir zieh’n fallera.“ Bei diesem Volkslied können Genusswanderer nur gähnen. Wo steht denn geschrieben, dass man mit dem ersten Hahnenschrei ins Gebirge starten muss? Nur um mit zig anderen Bergsteigern und Bikern auf der Autobahn im unvermeidlichen Frühstau zu stehen?

Dann lieber ausgeschlafen nach einem gemütlichen Frühstück zu einer Halbtageswanderung aufbrechen!

30 Bergtouren für Langschläfer beschreibt das gleichnamige Buch aus dem J.Berg-Verlag (12,95 €); drei besonders schöne daraus stellt die tz Ihnen hier vor. Eines sollten Spätaufsteher aber unbedingt beachten: Im Herbst wird es früh dunkel. Wenn sich der Abendtau auf die Almwiesen legt, sollte man nicht mehr durch die Berge ziehen – sondern lieber wieder ans Schlafengehen denken.

Magischer Buckel überm Isartal

Einunscheinbarer Buckel über dem Isartal – doch viele Einheimische sind überzeugt: Die Sonntratten hat magische Kräfte. Weil es der Seele gut tut, auf dem südseitigen Aufstieg die Herbstsonne zu spüren und auf der weitläufigen Gipfelwiese (ideal für Kinder zum Rumtollen) den Blick bis zum Karwendel einzusaugen. Obwohl die Tour nicht ausgeschildert ist, fällt die Orientierung leicht: VomWanderparkplatz Grundern gehen wir auf der Straße östlich und biegen bei der ersten Gelegenheit links in den Wirtschaftsweg. Nach 200 Metern halten wir uns an der Gabelung links auf einen Feldweg. Bald wird er schmäler und wir steigen auf einem Almpfad und dann über viele Stufen höher und höher. Bei der ersten Rastbank am Waldrand halten wir uns links und gehen immer weiter aufwärts in den Wald hinein. Nach etwas über einer Stunde stehen wir auf der 1096 Meter hohen Sonntratten. Auf demselben Weg geht es wieder hinab.

■ Gesamte Gehzeit: etwa 2 Stunden

■ Höhenmeter: 400

■ Anforderungen: sehr leichte Bergtour

Geheimtipp am Tegernsee

Eine einsame Gipfeltour am sonst überlaufenen Tegernsee mit zahlreichen Prachtblicken aufs Wasser – das ist die Rundwanderung von Bad Wiessee über den Ringspitz (1293 Meter). Der Preis dafür: Die Weglein sind teilweise mühsam zu begehen und nach Regen schlammig. Und auf der nicht ausgeschilderten Route ist ein sicherer Umgang mit der Wanderkarte gefragt. Die rote Linie auf der hier abgedruckten Grafik lässt sich mühelos auf die detaillierte Kompass-Karte Nr. 8 (Tegernseer Tal) übertragen, die Ihnen dann auf der Wanderung behilflich sein wird. Start ist am Wanderparkplatz Bucherer Berg in Bad Wiessee. Zunächst folgen wir der Straße in Richtung Gasthof „Bauer in der Au“, um uns bald über immer schmäler und steiler werdende Pfade zum Gipfel durchzuschlagen. Auf dem Rückweg Einkehr beim Bauer in der Au (bis 1. November geöffnet, allerdings immer nur bis 17 Uhr).

■ Gesamte Gehzeit: etwa 3 Stunden

■ Höhenmeter: 450

■ Anforderungen: Orientierung, Trittsicherheit

Ein Berggasthof als Aussichtskanzel

Im Gegensatz zu den ersten zwei Touren werden Sie hier keine Einsamkeitsgefühle bekommen. Was die Wanderer und Bergradler so zahlreich auf den Pendling lockt? Es ist die sensationelle Aussicht von der Terrasse des Kufsteiner Hauses (bis 8. November geöffnet, kein Ruhetag)! Unten im Inntal liegt die Altstadt von Kufstein mit der Festung, darüber thront der Wilde Kaiser, in der Ferne die Eisgipfel der Zillertaler Alpen… Den Ausgangspunkt beim (gebührenpflichtigen) Wanderparkplatz am Gasthaus Schneeberg erreicht man über die Landstraße Bayrischzell-Kufstein. Idiotensicher ist der Aufstieg über die Forststraße, die bis direkt vors Kufsteiner Haus führt. Für Wanderer genussreicher ist es allerdings, beizeiten von diesem staubigen Mountainbiker-Highway auf die beschilderten Bergpfade abzubiegen; und zwar beim Aufstieg zum Pendling und beim Abstieg vom Mittagskopf zur Kalaalm (ebenfalls bis Anfang November bewirtschaftet).

■ Gesamte Gehzeit: etwa 2,5 Stunden

■ Höhenmeter: 600

■ Anforderungen: einfache Wanderung

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