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Alpenpanorama der Extraklasse: Blick vom Hochvogel-Gipfel (2593 m) in den Allgäuer Alpen am vergangenen Samstag

Tipps für spätherbstliches Bergvergnügen

Gipfel mit Ausblick

Weil sich der Winter inden tieferen Lagen nun doch noch Zeit lässt und auch weiter oben nicht allzu viel Schnee liegt, können Gipfelstürmer und Wanderfreunde derzeit traumhafte Bergerlebnisse genießen.

Gerade im Spätherbst, wenn unten im Tal feucht-kalter Nebel auf die Stimmung drückt, scheint auf den Gipfeln oft die Sonne und wärmt die Seele mit faszinierenden Ausblicken.

Solange es relativ trocken bleibt und man mit warmer Bekleidung samt Wechselwäsche für den Gipfel, guten Bergschuhen mit rutschfester Profilsohle, eventuell Stöcken sowie ausreichend Verpflegung (viele Hütten haben zur Zeit geschlossen) ausgerüstet ist, steht dem vorwinterlichen Gipfelvergnügen weiterhin nichts im Wege.

Die tz Draußen hat für Sie vier schöne Herbsttouren auf exponierte Gipfel erwandert.

Bayerische Voralpen: Brünnstein (1619 m)

Der Brünnstein im Mangfallgebirge ist über mehrere Wege zu erreichen. Im Herbst empfiehlt sich der Aufstieg auf der sonnigeren Südseite vom Parkplatz Gießenbach bei Kiefersfelden, dann via Herrenalm. Den Gipfel kann man über den Julius Mayr-Steig oder weiter vorne links über einen Wiesenweg und weiter über einen leichten, gesicherten Steig begehen. Oben am Gipfel mit seiner kleinen Kapelle wartet ein echter Logenplatz-Ausblick auf das Kaisergebirge wie auf das gesamte Inntal, den Chiemgau und das Spitzinggebiet.

Anforderung: Schöne, nicht allzu anstrengende Wanderung, die bis zum Brünnsteinhaus auch mit Kindern gut zu bewältigen ist. Der mit Stahlseilen gesicherte Weg zum exponierten Gipfel erfordert dann etwas Trittsicherheit.

Anfahrt: Über Bayrischzell/Sudelfeld oder Brannenburg/Sudelfeld zum Gasthof Rosengasse oder über die Inntalautobahn, Ausfahrt Oberaudorf, dann Richtung Kiefersfelden/Breitenau/Gießenbach, Parkplatz hintere Gießenbachklamm.

Gehzeit: Gesamt ca. 4 Stunden Einkehrmöglichkeit: Brünnsteinhaus, derzeit nur Wochenendbetrieb (08033/1431).

Informationen: Wanderkarte Oberbayerisches Inntal vom Kur- und Verkehrsamt Oberaudorf (Telefon 08033/30120.)

Allgäu: Sorgschrofen (1635 m)

Der Sorgschrofen gilt noch als Geheimtipp in den Allgäuer Alpen. Er wird meist als Rundtour via Zinken, Sorgschrofen, Älpele Alpen zurück nach Unterjoch begangen. Der Aufstieg wird mit einem genialen Rundumblick auf die imposanten Allgäuer Gipfel sowie die Berge des Tannheimer Tals belohnt.

Anfahrt: Nach Kempten, weiter nach Wertach, dann nach Unterjoch und dort parken.

Anforderung: Anfangs leichte, in der Gipfelregion anspruchsvollere Bergwanderung mit etwas Kraxelei. Schwierigere Stellen sind mit Drahtseil gesichert.

Gehzeit: Gesamt ca. 3,30 Std.

Einkehrmöglichkeit: am Berg keine

Informationen: Kompasskarte 3 – Allgäuer Alpen, Kleinwalsertal

Wilder Kaiser (Tirol): Scheffauer (2111m)

Der Scheffauer im Wilden Kaiser von der Südseite aus begangen ist ein lohnendes Ziel im Spätherbst für Wanderer mit sportlichem Anspruch. Im Sommer oft überlaufen, findet man hier jetzt auch an den Wochenenden ein Plätzchen am Gipfel und kann die traumhafte Aussicht über das Inntal, die Kitzbüheler Alpen bis weit in die Bayerischen Alpen in Ruhe genießen.

Anfahrt: Inntalautobahn nach Kufstein, weiter Richtung St. Johann nach Scheffau. Im Ort Richtung Hintersteiner See. Parken oberhalb des Gasthofs Bärnstatt (gebührenpflichtig).

Anforderung: gute Kondition und Trittsicherheit, Schwierigkeit 3+ bei einer kurzen, mit Stahlseil gesicherten Stelle

Gehzeit: Gesamt ca. 5,5 Std.

Einkehrmöglichkeit: am Berg keine

Informationen: Alpenvereinskarte Nr. 8 – Kaisergebirge

Bayerische Voralpen: Veitsberg (1787 m)

Ein tolles Panorama wartet oben auf dem Veitsberg am Rande der Voralpen. Die wenig anspruchsvolle, sehr sonnige und landschaftlich sehr reizvolle Südtour von Landl (Tirol) hinauf über die Veitsbergalm und dann weiter über einen Pfad und durch Latschengassen ist noch wenig bekannt, der schöne Gipfel mit seinen weiten Wiesenhängen deshalb noch nicht überlaufen.

Anfahrt: Von Bayrischzell Richtung Kufstein/Thiersee, dann weiter nach Landl und im Ort rechts Richtung Riedenberg. Parken am Wanderparkplatz Fürschlacht.

Anforderung: einfache Bergwanderung

Gehzeit: Gesamt ca. 3,5 Stunden

Einkehrmöglichkeit: keine am Berg

Informationen: Kompass Karte 8, Tegernsee, Schliersee, Wendelstein

Petra Rapp

Quelle: tz

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