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Auf geht's in die Berge.

Wiesn und Wandern – das geht!

Der Gipfelrausch: Herrliche Touren für Langschläfer

Sie haben aus dem Bierzelt noch das Tinnitus-Pfeifen im Ohr und wollen raus in die Natur? Jetzt ruft der Berg für alle, die um 6 Uhr morgens noch nicht in die Wanderstiefel steigen wollen.

Das Buch "Bergtouren für Langschläfer".

Die tz hat im neuen Buch von Lisa und Willfried Bahnmüller Noch mehr Bergtouren für Langschläfer (14,99 Euro) gestöbert und vier besonders schöne Halbtags-Touren (von insgesamt 30) herausgesucht. Alle sind nur einen Steinwurf von München entfernt. Kurze Wege, die man mittags anfangen kann. Und alle sind gut geeignet für Familien mit Kindern. Gmiatlich geht’s zum Gipfelrausch!

Auf die Geitauer Alm (unterhalb Fischbachau)

Von den Kühen der Geitauer Alm kann man in diesem Idyll sogar frischgemachten Käse genießen.

Den Wendelstein im Blick und ein Stück selbst gemachten Käse in der Hand: Das verspricht diese Tour! Es geht schon steil los: Auf dem schattigen Weg durch den Wald geht es anstrengend nach oben. Am Geitauer Berg entlang lässt man ganz schön Schweiß, bis man auf die Weide kommt, an deren anderem Ende die Geitauer Alm liegt. Hier gibt es von Mitte Mai bis Mitte Oktober frischen, selbst gemachten Bergkäse und andere Leckereien von den Kühen und Ziegen, die vor der Hütte weiden. Mit einer Brotzeit in der Hand kann man dann von der Terrasse zum Wendelstein schauen. Der liegt direkt gegenüber – und mit seinem Bruder, dem Breitenstein, bietet er ein tolles Panorama. Zurück geht es dann auf derselben Strecke. Also an den steilen Aufstiegsstellen auch ein bisschen anstrengend für die Knie. Dafür braucht man nicht so lang zurück nach Geitau

Infos:

  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Distanz/Höhenmeter: 7 km/500 Hm
  • Dauer: 3 Std.
  • Ausgangspunkt: Wanderparkplatz in Geitau
  • Einkehr: Geitauer Alm

Im Josefstal (beim Schliersee)

Die Josefstaler Wasserfälle plätschern hier im Wald

Eine leichte, flache Tour mit schönen Eindrücken aus dem Tal der Wasserfälle. Los geht’s am Bahnhof mit einem Spaziergang durch die Gässchen des beschaulichen Neuhaus. Bald geht es in die Natur. Kaum unter den schattigen Bäumen des Josefstals angekommen, fließen Wasserfälle wie Kaskaden von immer weiter oben hierher. Jetzt geht es bergauf, auf der Suche nach der Quelle des Wassers und nach der verlassenen Stockerlalm. Die ist höchster Punkt auf der Strecke und Ausgangspunkt für den Weg an der alten Bockerlbahnstraße entlang. Die Bahn war hier benutzt worden, um Holz ins Tal zu transportieren. Jetzt kann man auf den Spuren der Dampflok mit Blick auf umliegende Berge entlangspazieren. Auch auf dem letzten Weg wird es nicht mehr steil. Für einen gemütlichen Tag eine schöne Strecke.

Infos:

  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Distanz/Höhenmeter: 7 km/ 250 Hm
  • Dauer: 2,15 Std.
  • Ausgangspunkt: Bahnhof Fischhausen/Neuhaus am Schliersee
  • Einkehr: Am Schliersee gibt es nach der Wanderung genügend Auswahl

Auf die Holzeralm (Gmund am Tegernsee)

Ein herbstliches Idyll: Beim Wandern hat man einen wunderschönen Blick auf den Tegernsee.

Leicht mit der BOB zu erreichen und ein ruhiger Geheimtipp am Tegernsee. Am Gmunder Bahnhof geht es los. Man wandert weg vom See noch ein bisschen durch Straßen, bevor man in den Wald kommt. Von jetzt an heißt es die Forststraße meiden und die kleineren Wanderwege nehmen. Hier geht es steil bergauf, dafür ist’s einsamer. Menschenleer ist es auch, wenn man oben bei der Holzeralm angekommen ist. Brotzeit bekommt man hier nicht, weil die Alm schon lange nicht mehr bewirtschaftet wird. Aber rund um den Tegernsee findet man keinen so ruhigen Gipfel. Eine Holzbank macht die Anhöhe zum Aussichtspunkt. Daneben steht ein Hollerbusch, in alter Manier als Schutz vor Blitzen gepflanzt. Nach dieser kleinen Auszeit geht es ein Stück recht steil nach unten, bis sich der Weg dann ebnet und nur noch ein Spaziergang zurück nach Gmund ist.

Infos:

  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Distanz/Höhenmeter: 13 km/550 Hm
  • Dauer: 4 Std.
  • Ausgangspunkt: Bahnhof Gmund am Tegernsee
  • Einkehr: Brotzeit oder auf dem Rückweg etwas exklusiver beim Gut Kaltenbrunn (betrieben von Käfer)

Am Fuß des Heimgartens (Kochelsee)

Ein altes Bauernhaus im Freilichtmuseum Glentleiten.

Ein Rundweg mit schönem Blick auf das Kochelseemoor und einem Freilichtmuseum zum Ausrasten. Von Schlehdorf geht es an alten verfallenen Winter-Rodelbahnen durch den Wald und am Bromberg entlang. Auf und ab immer weiter Richtung Kreutalm. Da kann man entspannt einkehren. Der Blick geht auf das Kochelseemoor, wo man ganz hinten noch die letzten Alpenausläufer erkennen kann. Ein Stück weiter unten kann man altbayerische Kultur erleben: Im Freilichtmuseum Glentleiten lässt sich ausrasten und noch etwas anschauen. Dort gibt es alte Bauernhäuser, Mühlen, Kalköfen und vieles mehr zu entdecken. Alles mitten in der Natur. Danach ist der Abstieg auch gar nicht mehr lang. Der Rückweg führt über Wiesen und Feldwege. Hier hat man als Wanderer seine Ruhe und stolpert sicher nicht über viele Touristen. Bis dann irgendwann am Horizont wieder der Kochelsee auftaucht.

Infos:

  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Distanz/Höhenmeter: 9 km/370 Hm
  • Dauer: 2,15 Std.
  • Ausgangspunkt: Rauterstraße in Schlehdorf beim Kochelsee
  • Einkehr: Kreutalm, Ruhetag Montag

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