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Nur auf bereits bestehenden Trails, Trassen und Wegen verlaufen die Routen beim Mountainbike-Festival: Die Bayerischen Staatsforsten achten auf ein gutes Miteinander von Sport und Naturschutz.

Mountainbike-Festival

Gutes Miteinander von Sport und Naturschutz

Ein wichtiger Partner beim SportScheck Mountainbike Festival Tegernseer Tal am 1./2. Juni Rottach-Egern – präsentiert von Münchner Merkur und tz – sind die Bayerischen Staatsforsten.

„Zurück zur Natur ist ein Megatrend, der den Wald in den Blickpunkt der Menschen rückt“, sagt Stefan Pratsch, Leiter des Forstbetriebs Schliersee, der im Landkreis Miesbach über 20.000 Hektar Staatswald verwaltet. Viele Sportarten würden sich in der freien Natur positiv entwickeln, dazu gehört auch das Mountainbiken.

Damit steigen aber zugleich der Druck und die Gefahr eines Schadens. Der Naturschützer erträume sich im Wald eine unberührte Wildnis, der Biker eine perfekte Rennstrecke und der Waldarbeiter große, dicke Bäume: Es besteht Konfliktpotenzial.

„Als größter Waldbesitzer in Bayern sind die Bayerischen Staatsforsten immer auch ein bisschen Verfassungshüter“, sagt Pratsch. Seine Mitarbeiter und er achten darauf, dass alle ihre Interessen ausleben dürften, ohne dass der Wald darunter zu sehr leide. „Wir suchen Wege für ein gutes und dauerhaftes Miteinander.“

Deshalb arbeiten die Bayerischen Staatsforsten seit Jahren eng mit dem Mountainbike Festival Tegernseer Tal und der veranstaltenden Agentur flowmotion zusammen. Die Strecken verlaufen auf bereits bestehenden Trails, Trassen und Wegen. „Neue Erschließungslinien nur für eine Sportart tolerieren wir nicht“, betont Pratsch.

Vielmehr versuchen seine Mitarbeiter und er, gemeinsam mit den Veranstaltern die einzelnen Belastungen zu kanalisieren. „Wenn es uns weiterhin gelingt, auf alle Faktoren gewissenhaft zu achten, die Natur nicht über Gebühr und vor allem ohne dauerhafte Spuren zu belasten, dann werden wir auch weiterhin diese erfolgreiche Veranstaltung im Tal halten können.“

Auch bei der zehnten Auflage des Mountainbike Festival sind die vier Strecken des Haibike MTB Marathon obligatorisch – von der kurzen A-Strecke über 22 Kilometer und 599 Höhenmeter für Einsteiger bis hin zur D-Distanz über 87 Kilometer und 3288 Höhenmeter für die Vollblut- Biker. Zudem wird heuer wieder eine E-Strecke über 32 Kilometer und 251 Höhenmeter angeboten, und das wird diesmal ein richtiger Cross Country für Einsteiger – eine Genießer-Tour. Ohne Zeitnahme gilt es hier, das größte Team auf die Beine zu stellen und Kilometer zu sammeln. Auf der E-Strecke sind auch E-Bikes zugelassen.

Neben den Rennen ist einiges geboten am Sportplatz Birkenmoos. Unter anderem sorgen der Uphill-Contest, Stunt-Einlagen, verschiedene Kinderrennen in den Altersklassen U5 bis U 17 beim Kids Cup und eine Radsport-Messe für ein abwechslungsreiches Programm.

Testmöglichkeiten

Die neue Laufradgröße 650B  kann beim MountainbikeFestival am Tegernsee – neben 26- und 29-Zoll-Varianten – getestet werden. Zur Verfügung stehen eine Hardtail- sowie eine Full-Suspension-Variante: das Haibike Big Curve 27.5 und das Haibike Q FS 27.5. Das Big Curve ist ein Aluminium-Hardtail, ausgestattet mit Magura TS8 Federgabel mit 100 mm Federweg, Shimano Deore 30-Gang-Kettenschaltung und hydraulischen Scheibenbremsen. Das Haibike Q FS 27.5 ist ein neues Fully mit leicht konifizierten Rohrsätzen.

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