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In den Bergen läuft – etwas verspätet – die Sommersaison an

Fast alle Hütten offen

Hausberge: Wo schon was geht

München - Bergtour statt Pfützenmarathon – an diesem Wochenende lässt das Wetter endlich mal wieder eine schöne Tour im Vor­alpenland zu. Wir zeigen, wo schon was geht.

Aber wie schaut’s eigentlich aus in Münchens Hausbergen nach all dem Dauerregen und Schneefall der letzten Wochen? Wo schon was geht – die tz liefert den großen Überblick für Wanderer und Mountainbiker.

Das Wetter: Es schaut nach einem recht freundlichen Samstag aus – in 2000 Metern Höhe Temperaturen um sieben bis zehn Grad. Der Sonntag soll ganz gut beginnen, im Laufe des Nachmittags aber schlechter werden – inklusive Schauern und Gewittern.

Die Verhältnisse: „Die Schneegrenze liegt derzeit bei knapp 2000 Metern, darunter sind auch viele Nordlagen inzwischen frei“, sagt Alpenvereinsexperte Thomas Bucher. „Aber weiter oben herrscht praktisch noch Winter.“ An Klassiker wie die Zugspitze oder den Watzmann sei deshalb noch nicht zu denken. An steilen Flanken besteht sogar vereinzelt wieder Lawinengefahr. Vorsicht beim Queren von Altschneefeldern: Sie können unterspült sein (siehe Interview)!

Die Hütten: Die meisten haben bereits aufgesperrt oder eröffnen am heutigen Samstag. Einige beliebte Stützpunkte in höheren Lagen, etwa Meilerhütte und Karwendelhaus, wollen am Montag in die Saison starten.

Die Wege: Die Wassermassen der vergangenen Wochen haben ihre Spuren hinterlassen. Vielerorts sind Wege ausgewaschen worden und kleinere Muren abgegangen. „Dadurch wurden einige Stege und Brücken in Mitleidenschaft gezogen“, weiß Thomas Bucher. So etwa am Heimgarten bei Ohlstadt. Dort musste im Bereich der beliebten Kaltwasserfälle der Weg gesperrt werden. Auch liegen an einigen Stellen Äste und Bäume auf den Steigen. Insgesamt müsse man derzeit beim Wandern ein bisserl trittsicherer sein als sonst, sagt der Alpenvereins-experte und rät: „Erkundigen Sie sich im Zweifelsfall telefonisch beim Hüttenwirt nach dem Zustand der Zustiege.“

Wirte und freiwillige Helfer arbeiten hart daran, alle Wege zu richten. Am Kramer bei Garmisch-Partenkirchen haben engagierte Senioren beispielsweise kräftig gewerkelt: Beide Wege zur Stepbergalm (Kreuzweg und übers Gelbe Gwänd) sind begehbar. „Auch der Kramer ist schon gut zu machen, es liegt nur noch ein größeres Schneefeld auf dem Steig“, berichtet Wirtin Elisabeth Ostler. Ebenso frei ist die bei Mountainbikern beliebte Fahrstraße zum Königsschloss auf dem Schachen; auch der Kälbersteig geht.

Andreas Beez

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