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Ein Helm, nicht nur für drei Sportarten, sondern außerdem mit dem Lawinenrettungssystem „Recco“.

Das ist neu!

ISPO-Trends 2015: Hauptsache schrill

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Bunt, schrill und jede Menge Neuheiten: Das sind die ersten Eindrücke der weltweit größten Sportartikelmesse ISPO, die noch bis 8. Februar auf dem Münchner Messegelände stattfindet.

Genau 2585 Aussteller präsentieren dort ihre neuesten Entwicklungen, viele setzen Trends für die kommende Saison. Weil die ISPO eine reine Fachmesse ist, hat Otto Normalsportler keine Chance, sich ein Bild von diesen manchmal verrückten, manchmal außergewöhnlichen Ideen zu verschaffen – wir aber haben das getan. Ein Rundgang.

Der Helm für alles – mit Lawinenrettung

Der Schutz für besonders aktive Sportler – der Multifunktionshelm „Trilogy“ ist so gebaut, dass jedes Teil um- oder abgesteckt werden kann. Sind Innenfutter und Ohrenschützer angeklettet, ist die Cébé-Innovation perfekt für den Wintersport. Warm, stabil und vor allem: sicher. Absolut neu ist, dass das Lawinenrettungssystem Recco in den Helm integriert ist. Verschüttete Sportler können so geortet werden. Auch, wenn sie in eine Felsspalte gestürzt sind, zum Beispiel beim Klettern. Alle Warmhalter können ganz einfach aus dem Helm gezogen werden – das macht ihn ebenso für Sommersportler und Mountainbiker attraktiv.

Das Zelt zum Aufhängen

Dieses Zelt ist nicht nur was für den Boden, sondern auch für die Luft. Es hängt zwischen Bäumen.

Oft ist der Untergrund zu matschig, zu steil oder wegen wilder Tiere zu gefährlich – und Zelten dann sogar unmöglich. Die Londoner Firma Tentsile, ein Drei-Mann-Unternehmen, will das jetzt ändern. Tentsile hat ein Zelt erfunden, das mit starken Spanngurten zwischen Bäumen aufgehängt werden kann. Eine Art Hängematte oder Baumhaus, insgesamt 6,5 Kilogramm schwer und bereits ein Verkaufsschlager vor allem in Kanada. Dort ist Campen am Boden wegen Bären oft zu gefährlich. Dass Vögel an allen Seiten des Zelts vorbeifliegen, findet Firmenmitglied Robert Shirley-Smith einen besonders schönen Nebeneffekt.

Der Sandschlitten

Der Schlitten speziell für die Wüste.

Sandski und Boards gibt es längst – und bald auch einen Schlitten, der auf Dünen funktioniert. Mit besonders breiten und abriebarmen Kufen hat die deutsche Firma KHW einen Wüstenschlitten entworfen, den Sand angeblich nicht ausbremst. Ein Produkt nicht nur für die Sahara, sondern auch für die Dünen im Ostsee-Urlaub. Nachfolger könnte ein Rodel für nasses Gras sein.

Das Kiteboard fürs Handgepäck

Das Board zum Kitesurfen muss nicht länger sperrig und unhandlich sein. Die polnische Firma Nobilesports hat das Patent auf ein Splitboard angemeldet, das in der Mitte ganz einfach auseinanderzuknipsen ist. „Dauert nur fünf Sekunden“, sagt Geschäftsführerin Malgorzata Rosiak-Brawanska. Zwei winzig kleine Hebel klappt sie dazu nach oben, dann trennt sie die beiden Hälften ganz einfach. In eine Tasche gepackt kann das Kiteboard unter den Arm geklemmt werden. Perfekt für Zugfahrten, außerdem als Handgepäck im Flugzeug erlaubt.

Der rasende Koffer

Sperrige Kiteboards sind von gestern – ab September gibt es eines, das in zwei Hälften geteilt werden kann.

„Das beste Fortbewegungsmittel für die Stadt und Geschäftsreisen“, sagt Anton Wisbauer über den „Micro Luggage“. Ein Roller der Schweizer Firma Micro, der je nach Belieben zum Trolley wird oder zum Koffer fürs Handgepäck. Er erfüllt die erlaubten Maße fürs Flugzeug – und ermöglicht es seinem Besitzer gleichzeitig, schneller von Ort zu Ort zu kommen: An der Rückseite der Hartschale ist nicht nur eine Teleskopstange zum bequemen Hinterherziehen befestigt, sondern auch ein Trittbrett mit Rädern zum Fahren. Je nach Belieben können seitlich in den Koffer sogar Lautsprecherboxen eingebaut werden, „dann kann man während des Fahrens sogar Musik hören“.

Ein Sattel als Fahrradschloss

Dieser Sattel wird zum stabilen Fahrradschloss.

Nie wieder das Fahrradschloss vergessen – das ist möglich mit einem neuen Sattel, den das israelische Unternehmen Seatylock vorstellt: Zieht man ihn aus der Sattelstange, kann man ihn mit einem Handgriff ausklappen. Dann hängt er an einem robusten Faltschloss, mit dem das Rad abgesperrt wird. Aufschließen, einklappen, auf die Stange stecken: Der Sattel ist montiert. Passt garantiert auf jedes Fahrrad, verspricht Ilan Mor.

Franziska Bär

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