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Skateboards machen irren Spaß!

Nur Fliegen ist schöner

Kleine Skateboardschule für den großen Brettlspaß

Jetzt surrt es wieder auf dem Asphalt. Das Fahren auf Skateboard & Co. ist vor allem in München mittlerweile so vielfältig und abwechslungsreich wie in kaum einer anderen Stadt in Deutschland.

Es gibt jede Menge Skateparks in Bayerns Hauptstadt. Allein 34 öffentliche Anlagen mit einer Größe von 100 bis 1500 Quadratmetern werden momentan von der Stadt München betreut. Kult, Mainstream, Sport, Lifestyle oder einfach nur spaßiges Fortbewegungsmittel? Der Sportfachhandel nennt die Kategorie der Bretter mit Rollen, mit denen nicht nur Kids Spaß haben und die es inzwischen in vielerlei Varianten gibt, Funwheels. Wir stellen Ihnen drei davon genauer vor.

Skateboard: Der Klassiker

Skateboards gibt es je nach Anspruch, Können und Einsatzbereich. Ein Skateboard besteht aus dem Deck und zwei Achsen mit je zwei Rollen. Alle Elemente sollten gut aufeinander abgestimmt sein, deshalb zählt gute Beratung. Skateboard-Deckswerden aus mehreren Holzschichten (z. B. Ahorn oder Bambus) gefertigt und sind meist dreiteilig: Das flache Stück des Decks zwischen den Achsen nennt sich Wheelbase. Die Enden sind nach oben gewölbt: vorne die Nose, hinten das Tail. Ein Griptape sorgt für den Halt auf dem Deck. Der Rollendurchmesser bestimmt Einsatzgebiet und Fahrverhalten. Kleine Rollen (48 mm) sind sehr wendig und schnell, nutzen sich aber schneller ab. Härtere Rollen sind haltbarer und eignen sich für hohe Geschwindigkeiten, weichere Rollen bieten mehr Grip. Die Achsen gibt es ebenfalls in verschiedenen Breiten, Härtegraden und Höhen. Je schmaler die Achse, desto engere Kurven lassen sich fahren. Welches Board für wen? Kinderund Einsteiger sollten mittelgroße Boards mit mittleren Rollen (bis56mm) wählen. Wer gerne auf der Straße fährt, greift zu schmalen Decks (wendig und leicht) mit weichen Rollen für gute Bodenhaftung. Für Sprünge im Skatepark und Halfpipes sind breitere Boards mit harter Federung empfehlenswert. Sie wackeln weniger und bieten festen Stand. Einsteigerboards schon ab ca. 30 Euro, gute Boards für Fortgeschrittene ab 100 Euro.

Longboard: Für Cruise- und Speedfreaks

Der große Bruder des Skateboards: Alles, was über 80 Zentimeter lang und 20 Zentimeter breit ist sowie Räder mit Mindestdurchmesser 60 Millimetern hat! Einsatz: schnelles Fahren, Cruisen oder Langstreckenfahrten. Je länger und je größer der Achsenabstand, desto schneller – und schwieriger zu lenken. Die Formen des Longboards, das meist aus mehreren Ahornlagen gefertigt ist, variieren vom klassischen Pin Tail bis hin zur TwinTip-Form. Ab 100 Euro.

Waveboard: Für Gleichgewichtskünstler

Waveboarden bringt viel vom Snowboard- oder Surffeeling auf den Asphalt, ist aber ziemlich anspruchsvoll. Waveboards gibt es mit durchgängigen Decks oder auch mit zwei beweglichen Decks, die mit einer Torsionsstange miteinander verbunden sind. Sie haben zwei jeweils bis zu 360 Grad drehbare Rollen, womit sich viel extremere Manöver und Kurventechniken als mit einem herkömmlichen Skateboard ausführen lassen. Auch hier gilt: Je kürzer das Waveboard, umso wendiger ist es, je länger, umso ruhiger im Fahrverhalten. Waveboards haben in der Regel weiche Rollen für eine gute Bodenhaftung. Auch auf die Qualität der Kugellager sollte man beim Kauf achten. Je höher hier der angegebene ABC-Index (Skala von 01 bis 11) ist, umso besser. Gute Waveboards liegen preislich zwischen 40 und 80 Euro.

Skatepark Mobil

Das Skatepark Mobil der Landeshauptstadt München, Referat für Bildung und Sport, wird auch heuer wieder bis September die Münchner Skateparks besuchen, Anfängern einen leichteren Einstieg ermöglichen und Kids mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wie erkennt man Lines? Wer hat Vorfahrt? Wie verhält man sich bei einer Sturzsituation? Sollte das Skateboard oder BMX mal kaputtgehen, helfen die Mitarbeiter gerne mit Werkzeug, Testequipment etc. aus. Die Coaches geben zudem Tipps und sportliche Anleitung. Sie zeigen, wie man die Protektoren richtig verwendet, wie man richtig fällt, um Verletzungen vorzubeugen. Sie geben Tipps, worauf die Kids achten sollten, damit Gefahrensituationen vermieden werden können. Ziel der Coaches ist es, gegenseitigen Respekt und sorgsamen Umgang mit der Infrastruktur zu schaffen. Vorbeikommen kann jeder – der kostenlose Service richtet sich an Einsteiger und alle, die mal Hilfe brauchen.

Mehr Infos und Tourplan unter www.skateparkmobil.com.

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