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Sportler geben im Hochseilgarten ihr Bestes.

Kletterwälder: Das Tarzangefühl für die  Familie – mit Sicherheit

München - Überall schießen Hochseilgärten aus dem Boden. Meist hängen die Kletteranlagen zwischen Masten, die in eine Wiese gerammt wurden. Das echte Tarzangefühl kommt aber nur in Kletterwäldern auf.

Dort sind Plattformen an die Bäume geklemmt, und man kraxelt von Stamm zu Stamm: mal über Hängebrücken, mal an Seil netzen; mal klammert man sich an schwankende Holzplanken, mal hangelt man sich durch ein Spalier aus hängenden Schlingen. Große Gaudi machen die bis zu 50 Meter langen Seilbahnen, an denen man wie Tarzan durch den Wald rauscht.

Geschicklichkeit und Kraft muss man schon aufbringen, je nach Schwierigkeitsgrad des Parcours. Im Kletterwald Partenkirchen haben die Besucher die Wahl zwischen fünf Routen, von kinderleicht bis verzwickt. „Kletterwälder sind ein Spaß für die ganze Familie“, betont Geschäftsführer Andreas Hertle.

Kinder bis 14 Jahre müssen jedoch von einem Erwachsenen begleitet werden, denn jeder Waldkletterer sichert sich selbst: Man trägt einen Gurt, an dem zwei Seile mit Karabinerhaken befestigt sind. Diese Karabiner klickt man in Sicherungskabel, die einen lückenlos durch jeden Parcours begleiten. „Wichtig ist, dass man beim Umhängen von einer Sicherung zur nächsten niemals beide Karabiner gleichzeitig löst“, erklärt Hertle. Vor dem Start absolvieren alle Besucher eine Einführung.

Die schwindelerregenden Parcours verlaufen bis zu 17 Meter über dem Waldboden. Die Höhe macht vielen Besuchern mehr zu schaffen als die eigentliche Kletterei. Doch selbst wenn man ausrutscht, kann man sich meist selbst wieder zurück auf die Kletteranlage hangeln. Außerdem sind im Gelände ständig Aufseher unterwegs, die einen havarierten Besucher notfalls aus dem Parcours abseilen. „Wir ermuntern unsere Gäste durchaus, mal ein Wagnis einzugehen“, sagt Hertle. Hochseilgärten und Kletterwälder schulen das Körpergefühl und schenken Erfolgserlebnisse, weil man so gut wie gefahrlos Ängste überwinden kann.

Außer bei Starkregen und Gewitter lässt sich ein Kletterwald bei jedem Wetter durchkraxeln. Robuste Kleidung und feste Schuhe, mehr braucht man nicht mitzubringen. Die meisten Besucher verbringen zwei bis drei Stunden zwischen den Baumwipfeln – ehe sie wie Tarzan an einer Seilbahn wieder heruntergerauscht kommen.

Infos zum Kletterwald Garmisch-Partenkirchen: www.kletterwald-gap.de, Telefon 0170/634 96 88, Erwachsene zahlen 21 Euro für drei Stunden, Eltern mit zwei Kindern 76 Euro.

Auf dem Blomberg

Der höchstgelegene Kletterwald Deutschlands befindet sich auf dem Blomberg bei Bad Tölz. Zehn Gehminuten von der Gipfelstation entfernt warten fünf Parcours’ – teils mit Traumblick in die Alpen. Den Rückweg ins Tal kann man mit der Sommerrodelbahn versüßen. Info: Erwachsene zahlen 20 Euro für drei Stunden, Familien mit zwei Kindern 66 Euro. Blomberglift und Rodelbahn kosten extra. Infos: www.kletterwald-blomberg.de, Telefon: 08041/793 56 92

In Jetzendorf bei Pfaffenhofen

Der Waldkletterpark in Jetzendorf (im Süden des Landkreises Pfaffenhofen) lockt mit Bayerns höchstem und längstem Seilbahn- Parcours: 250 Meter lang und 23 Meter über dem Boden. Zehn Kletterwege mit einer Gesamtlänge von fast einem Kilometer lassen selbst Unermüdliche auf ihre Kosten kommen. Die fantasievollen Anlagen sind in einem malerischen Laubwald installiert. Info: Tel. 0170/326 72 97, www.waldkletterparkoberbayern. de. Erwachsene zahlen für zweieinhalb Stunden Klettern 17 Euro, Eltern mit zwei Kindern 49 Euro.

Am Chiemsee

Und nach dem Klettern geht’s zum Baden in den Chiemsee! Kein Problem im Kletterwald Prien. Die vor knapp einem Jahr eröffnete Anlage liegt mitten im Ort und weist neun Parcours verschiedener Schwierigkeitsgrade auf. Vom 14 Meter hoch gelegenen Panoramabalkon hat man einen herrlichen Blick auf das bayerische Meer. Der schwarze „Shaolin“-Parcours ist erst ab 14 Jahre freigegeben und ein Fall für die Großmeister des Waldkletterns… Info: www.kletterwald-prien.de, Telefon: 08071/597 29 61. Erwachsene zahlen 21 Euro für drei Stunden, Eltern mit zwei Kindern 66 Euro.

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