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Kaiserschmarrn - ein leckeres Traditionsgericht.

Köstlich wandern

München - Speckknödel, Almkäse, Kaischerschmarrn – schon bei dem Gedanken läuft das Wasser im Mund zusammen. Die tz zeigt drei kulinarische Erlebnistouren.

Speckknödel, Almkäse, Kaiserschmarrn – schon bei dem Gedanken läuft das Wasser im Mund zusammen. Irgendwie schmeckt selbst die einfachste Suppe in der Höh’ viel besser als daheim. Auf der Terrasse einer Hütte mit Panorama wartet der köstliche Lohn für die Aufstiegsmühe. Mehr als 30 Hütten des Deutschen Alpenvereins haben sich der Initiative „So schmecken die Berge“ angeschlossen. Die Köche verwenden viele Produkte aus der Region – möglichst in Bio-Qualität – und kochen ortstypische Spezialitäten. Und das unter teils schwersten Bedingungen: So holt der Wirt der 2238 Meter hoch gelegenen Karl-von-Edel-Hütte (Zillertaler Alpen) mehrmals pro Woche frische Lebensmittel mit seinen Haflinger Pferden hinauf. Das neue Buch Die leckersten Hüttenwanderungen aus dem J.Berg- Verlag (17,95 €) stellt 33 unterschiedlich schwierige Touren zu Schmankerl- Hütten des Alpenvereins vor, von den Allgäuer bis zu den Zillertaler Alpen. Jeweils mit einem Por trät der Wirtsleute sowie mit allen nötigen Infos zu den Wanderungen inklusive Kartenausschnitt. Die tz zeigt hier drei kulinarische Erlebnistouren vor den Toren Münchens.

Eine Wanderung oder Skitour auf die Rotwand ist für viele Oberbayern ein fixer Bestandteil des Jahres wie Ostern oder das Oktoberfest. Aber lassen Sie Ihre Brotzeit daheim! Jammerschade wäre es um die herausragend gute Hüttenküche von Peter Weihrer, dem Wirt des Rotwandhauses. Vor die Belohnung mit Rinderbraten (natürlich bio) oder selbstgeräuchertem Speck hat der Liebe Gott den Aufstieg gesetzt. Viele Wege führen zum Rotwandhaus. Der einfachste geht in gut drei Stunden vom Spitzingsee über den Forstweg (siehe Karte) hinauf. Besonders idyllisch läuft es sich durch den Pfanngraben. Und mit der Querung von der Taubensteinbahn spart man sich viele Höhenmeter; das Rotwandhaus liegt knapp 700 Meter über dem Spitzingsee. Bevor Sie sich den Magen vollschlagen, sollten Sie das Gipfelkreuz der Rotwand erobern. Die Aussicht bis nach München und zu den Eisgipfeln am Alpenhauptkamm entschädigt allemal für die zusätzlichen 150 Höhenmeter.Infos und Kontakt: www.rotwandhaus.de, 08026/7683

Man muss kein Gipfelstürmer sein, um Hüttenschmankerl zu ergattern. In der Albert-Link-Hütte kommen auch Spaziergänger in den Genuss der hausgemachten Spezialitäten wie selbstgebackenes Brot oder karamellisierter Kaiserschmarrn. Vom Spitzingsee geht es in nur 20 Minuten Fußmarsch über eine kinderwagentaugliche Forststraße ohne nennenswerten Höhenunterschied in ein weitläufiges Hochtal. Häufig steigt einem schon von Weitem der Duft aus dem Räucherhaus in die Nase, wo Bergkäse oder Wildschinken ihre Würze erhalten. Die 1939 errichtete Hütte ist auch im Winter geöffnet. An der Terrasse führt eine Loipe vorbei, auch das Skigebiet liegt gleich hinterm Haus. 63 Personen finden über der Stube ein Schlaflager. Wer’s luxuriöser mag: Hüttenwirt Uwe Gruber beliefert mit seinem selbstgebackenen Brot auch das Arabella-Sheraton-Hotel am Spitzingsee. Infos und Kontakt: www.albert-link-huette.de, 08026/71264

Auf der Terrasse der Vorderkaiserfeldenhütte fällt es schwer, seine Aufmerksamkeit der Speisenkarte zu widmen. Zu bannend ist der Ausblick auf den Felsriegel des Wilden Kaisers. Wenn man endlich seinen Blick von den zahllosen Zacken abwenden kann, entdeckt man auf der Karte Tiroler Bergküche vom Allerfeinsten. Marillenknödel, Almochsen-Fleischsalat mit Kürbiskernöl oder auch der angemachte Graukäse. Die meisten Produkte stammen aus den Dörfern am Fuße des Zahmen Kaisers, auf dessen Westseite sich die Hütte breit gemacht hat. Das mehrfach erweiterte Gebäude erinnert in seiner Größe und Fülle eher an ein Restaurant als an eine Berghütte – und die Qualität der Speisen wird diesem Ansehen gerecht. Der etwa zweieinhalbstündige Aufstieg beginnt am Rande von Kufstein und führt zunächst über Stufen, später über einen gepflegten Wanderweg stetig steil bergauf. 913 Höhenmeter muss bewältigen, wer in den Genuss des köstlichen Panoramas kommen möchte. Im Winter locken die feine Küche und der Kachelofen viele Schneeschuhwanderer herauf. Dann kann man den Blick kaum abwenden von dem mit Schnee überzuckerten Wilden Kaiser – quasi Kaiserschmarrn fürs Auge.

Infos und Kontakt:

www.vorderkaiserfelden.com

Tel. 0043/5372/63482

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