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Die Lawinengefahr steigt, im Allgäu sorgte eine Lawine bereits für einen Großeinsatz.

Lawinengefahr im Allgäu steigt

München - In den Mittelgebirgen und in den Alpen soll, laut dem Wettervorhersagen, über die Feiertage Schnee liegen. Doch Neuschnee und starker Wind haben in den Alpen für erhebliche Lawinengefahr gesorgt.

Der Lawinenwarndienst gab für Lagen oberhalb der Waldgrenze die Gefahrenstufe 3 auf der fünfstufigen Skala aus. Der Warndienst rechnet damit, dass in den nächsten Tagen auch unterhalb von 1400 Metern durch den erwarteten Temperaturanstieg und Regen die Lawinengefahr von mäßig auf erheblich steigt.

Lawinenwarndienst Bayern

Aktuelle Infos unter www.lawinenwarndienst-bayern.de

Nach Einschätzung der Meteorologen wird über die Feiertage nicht allzu viel Neuschnee im Freistaat hinzukommen. Denn am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag dürfte es im Freistaat kaum Niederschläge geben, sagte Volker Wünsche vom Deutschen Wetterdienst in München. „Es kommt ruhiges Wetter, teils bewölkt, teils sonnig.“

Am Heiligabend dagegen erwartet er eine ungemütliche Witterung mit Niederschlägen. Da die Schneefallgrenze auf 400 bis 500 Metern sinke, müsse man sich im Flachland auf Schneeregen einstellen. Im Alpenraum und in den Mittelgebirgen dürfte es noch einmal schneien - „allerdings keine großen Mengen“. Starker Frost wird das Weihnachtsfest in Bayern ebenfalls nicht beeinträchtigen, lediglich in klaren Nächten seien Minustemperaturen zu erwarten.

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Die Wintersportgebiete in Bayern rüsten sich unterdessen für die Ausflügler an den Feiertagen. In den Skigebieten rund um Garmisch-Partenkirchen beispielsweise liegt ausreichend Schnee, wie die Betreiber der Zugspitzbahn mitteilten. Auch in Nordbayern hat der Winter Einzug gehalten: An diesem Freitag nehmen die Seilschwebebahnen an den Ochsenkopf-Abfahrten ihren Betrieb auf, wie der Tourismuschef der Ochsenkopf-Region, Andreas Munder, in Bischofsgrün (Landkreis Bayreuth) sagte.

Die Wintersportregion Fichtelgebirge ist gerade auch für die Bewohner des Großraums Nürnberg-Fürth-Erlangen ein beliebtes Ausflugsziel. Kleinere Liftanlagen sind bereits in Betrieb, ebenso sind einige Loipen für Langläufer gespurt. Auch im Bayerischen Wald kommen die Skifans auf ihre Kosten. Nach Angaben der Liftbetreiber liegen am Großen Arber bis zu 80 Zentimeter Schnee.

Vierschanzentournee in Oberstdorf

Auch die Menschen, die Wintersport lieber im Fernsehen anschauen, können sich freuen: Alle Schanzen der Vierschanzentournee, die nach Weihnachten in Oberstdorf beginnt, sind präpariert. „Der Wintereinbruch in den Alpen mit Schneefällen und kühlen Temperaturen kam uns gerade recht“, erklärte Tournee-Geschäftsführer Stefan Huber. „Wir sind bestens gerüstet.“ Am Neujahrstag gastieren die Skispringer dann in Garmisch-Partenkirchen.

dpa

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