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Andi Abel bei seinem Stand auf der ISPO in München.

Schweizer Maßarbeit

Vom Meer auf die Piste: Yachtdesigner baut jetzt Snowboards

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Der studierte Yachtdesigner Andi Abel ist seit 26 Jahren Snowboarder. Mittlerweile lebt er in den Graubündner Bergen und fertigt maßgefertigte Snowboards.

Vom Bootsbauer zum Shaper

Neben der lebenslangen Faszination für Boote, wegen der es ihn zuerst zum Yachtdesign-Studium nach Italien und England zog, ist Andi Abel vor allem leidenschaftlicher Snowboarder und Surfer. "Der Beruf des Snowboard-Shapers ist dem des Yachtdesigners sehr ähnlich", schreibt er auf seiner Website. "Du hast eine Idee, machst die nötigen Berechnungen, zeichnest einen Shape am Computer, wählst die richtigen Materialien aus und schließlich baust du dir ein Board beziehungsweise Boot nach deinen eigenen Spezifikationen."

Sein Motto: "Ride Better. Smile Wider"

Andi Abel ist auf der Suche nach dem perfekten Snowboardshape. Der Vorteil eines individuell perfekt angepassten Brettes für den Fahrer ist groß. Das gilt nicht nur für Experten, sondern vor allem auch für weniger gute Fahrer. "Um die essentiellen Eigenschaften zu bewahren, sind einige Details bei jedem meiner Shapes gleich. Der Rest wird nach ausführlicher Beratung komplett auf den Kunden abgestimmt und ist frei konfigurierbar. Länge, Breite, Steifigkeit: Alles ist individualisiert und per Handarbeit auf den Einzelnen abgestimmt."

Mittlerweile widmet sich Andi Abel mit seiner Firma TRIAAA in Davos vollständig der Herstellung von Boards. Der Vorteil: Davos liegt im Herzen der europäischen Alpen, viele bezeichnen es als Powderparadies. Um es in Andis Worten zu beschreiben: "Wenn ich Nachts von einem neuen Shape träume, habe ich in Davos die Möglichkeit, am nächsten Tag in die Werkstatt zu gehen, den Shape am Computer zu entwerfen und das Board innerhalb weniger Tage zu bauen und testen."

Trotz aufwändiger Handarbeit, individueller Beratung, Individualisierbarkeit und Schweizer Qualitäts-Ansprüchen versucht Abel die Kosten für seine Bretter möglichst gering zu halten. Dass er damit dennoch nicht mit den Preisen der Snowboard-Massenproduktion aus Asien konkurrieren kann, ist ihm bewusst. Sein Angebot richtet sich daher vorwiegend an Liebhaber von Einzelstücken, die perfekt auf den Fahrer abgestimmt sind.

Andi Abel ist mit seinem Stand auch auf der Sportmesse ISPO (Tailgate-Area, Halle B6, Stand 315) in München vertreten, die noch bis zum 27.1.2016 stattfindet.

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