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­­Mehr als Mountainbikes: Outdoor-Ausrüstung von Scott

Was mit einem einfachen Skistock begann, zieht seit über 50 Jahren im Mountainbike- und Skisportbereich weite Kreise: die ungebrochene Begeisterung des Sportartikelherstellers Scott für technische Innovationen im Ausrüstungsbereich.

1958 in Sun Valley, Idaho. Der leidenschaftliche Skifahrer Ed Scott tüftelt an seiner Ausrüstung und stößt so eine Materialrevolution an, die den Skisport bis heute nachhaltig beeinflusst: Er erfindet den Skistock aus Aluminium. Schnell verdrängen die leichten Stöcke ihre Vorgänger aus Stahl und Bambus vom Markt. Es ist die Geburtsstunde der Outdoor-Marke Scott und eines Unternehmens, das durch technische Innovationen immer wieder neue Maßstäbe setzt.

Als Scott Mitte der 80er-Jahre auf den Mountainbike-Zug aufspringt, lassen revolutionäre Ideen im Radsportbereich nicht lange auf sich warten: Der Aero-Lenker verhilft dem Amerikaner Greg Lemond 1989 als Weltneuheit zum Sieg der Tour de France.Vor allem im Rennrad- und Triathlonbereich sind die aerodynamischen Lenker fortan nicht mehr wegzudenken.

Zwei Jahre später stellt das US-Unternehmen, das heute zu 100% in Schweizer Hand ist, seinen Mut zu Neuem erneut unter Beweis: Noch sind die robusten Mountainbikes schwer und steif – bis Scott mit dem „Unishock“ die erste Federung ins Spiel bringt. In der folgenden Saison wird schließlich das erste Fullsuspension-Mountainbike präsentiert.

Scott hört auch in den folgenden Jahren nicht auf an Material und Technik zu feilen: Ultraleichte Fahrradrahmen oder die legendäre Scott-Mountainbike-Serie „Genius“ sorgen regelmäßig für Schlagzeilen in der Fachpresse. Als Scott auf der Eurobike 2012 die 26-Zoll-Laufräder für tot erklärt, geht wieder ein Raunen durch die Presse. Wohlüberlegt setzt man bei der für die Bike-Saison 2013 komplett überarbeiten Genius-Serie auf 27,5 und 29 Zoll Laufräder – die klassischen Radgrößen sind für die beliebten All-Mountain-Bikes Geschichte. Martin Stolzenberger, Einkaufsleiter bei Bergzeit, ist sich sicher, dass gerade diese Mountainbikes im Frühjahr voll einschlagen.

Back to the roots: Ski und Skibekleidung von Scott

Trotz des stetig wachsenden Erfolges seiner Bikes verliert Scott auch seine Wurzeln nicht aus den Augen – im Gegenteil: Ende der Neunzigerjahre steigt das Unternehmen in die Produktion von Ski und Skibekleidung ein und entwickelt sich so zu einer extrem vielseitigen Outdoor-Marke. Scott steht auch hier für Innovation – so setzt etwa der Carbonski „Crus’Air“ 2009 neue Maßstäbe am Tourenski-Markt. Drei Jahre später gehört das 2012er-Modell des Crus’Air nach wie vor zu den meist gekauften Tourenski bei Bergzeit. „Der hohe Carbonanteil sorgt für eine hohe Steifigkeit und Laufruhe – und das selbst bei hohen Geschwindigkeiten und wechselnden Bedingungen“, sagt Stolzenberger. Innovativ ist auch das Skin-Hook-Hakensystem, für das rasche und handliche Auf- und Abziehen der Haftfelle.

Mittlerweile umfasst die Skisport-Produktpalette von Scott sämtliche Bereiche: Von trendigen Skistöcken wie dem Freeski-Stock „Issue“ über Skibrillen und bis hin zu technisch ausgereiften Skihelmen wie den Scott „Chase Mips“. „Mips bedeutet, Multi-Directional Impact Protection System’ und reduziert die Rotationsbelastungen bei schrägen Krafteinwirkungen auf den Kopf. Ähnlich wie das Gehirn im Schädel durch Flüssigkeit geschützt ist, absorbiert eine flexible Verbindung zwischen Außen- und Innenschale Einschläge auf den Helm. Die Wucht des Aufpralls wird so deutlich abgedämpft“, erklärt Stolzenberger.

Das Thema Lawinen-Sicherheit spielt bei Scott ebenfalls eine Rolle: Der Airbagrucksack „Air 30 RAS“ verwandelt sich, in Kombination mit dem RAS-Airbagsystem von Mammut, vom universell verwendbaren Tourenrucksack in einen erstklassigen Lawinenrucksack. „Wer sich nicht für jeden Einsatzzweck einen eigenen Rucksack leisten möchte findet mit dem Air 30 RAS also eine Option, die zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt.“

In der Skisaison 2013/2014 wird Scott neuerlich den Schritt in einen neuen Ausrüstungsbereich wagen. Mit Skitouren- und Freerideschuhen schließt die Outdoor-Marke die letzte Lücke im Tourenbereich und wird damit zum einem der wenigen Komplettanbieter von Skitouren-Ausrüstung. Auch hier darf man auf Innovationen und Einfallsreichtum gespannt sein. Einen umfassenden Überblick über das Produktsortiment gibt es hier.

Quelle: tz

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