Der komplette Schneehirsch mit dem BMX-Rahmen.

Es muss nicht immer Skifahren sein

Die tz erklärt drei ungewöhnliche Wintersportgeräte: Mit Snowike, Kicksled oder Schneehirsch lässt der sportliche Abfahrtsspaß mal in  ganz anderer Positition genießen.

Snowbike: Carvingspaß im Sitzen

Die Wiege des Snowbikens steht im Salzburger Land. Dort hat der Wagnermeister Engelbert Brenter 1949 den ersten Sitzski erfunden. Eine lange Tradition – und so stellen die Snowbikes der Firma Brenter heute das ausgereifteste Wintersportgerät mit Sattel und Lenker dar.

Ob im Tiefschnee oder auf Piste: Das Snowbike lässt sich einfach und kontrolliert steuern. Jeder Schwung wird durch ein leichtes Drehen des Kopfes eingeleitet, der restliche Körper und das Gerät folgen der anvisierten Richtung. Auf der Piste erlauben die etwa acht Kilo wiegenden Flitzer sowohl das Driften als auch das Fahren auf der Kante (Carven). Ein Federungssystem erhöht die Kontrolle und schont den Rücken. Für Kinder und Jugendliche gibt es spezielle Modelle. Zur vollständigen Ausrüstung eines Snowbikers gehören die Footski, die man an allen gängigen Skistiefeln befestigen kann.

Zusammengeklappt passt das Snowbike in den Kofferraum und in die Gondel. Im Schlepplift lässt man es zwischen den Beinen mitlaufen, im Sessellift hängt man es an die Armlehne. Dem Abfahrtsspaß sind dann keine Grenzen gesetzt. Der Geschwindigkeitsrekord liegt übrigens bei 166 Stundenkilometern – aufgestellt von Erich Brenter, dem Sohn des Firmengründers.

Infos, Bezugsquellen und Verleihstationen: www.snowbike.com  oder Tel. 00 43/62 72/77 77.

Kicksdled: Der Tretschlitten aus Finnland

Wer hat’s erfunden? Diesmal waren es nicht die Schweizer, sondern wirklich die Finnen! Kicksled oder Kickspark heißt die Mischung aus Tretroller und Schlitten. Ganz Skandinavien fährt darauf ab, vom Opa bis zum Enkel.

Größter Vorteil des Kicksled, der je nach Größe zwischen 135 und 205 € kostet: Man hat damit auch im Flachland seinen Spaß, denn nicht die Schwerkraft, sondern Muskelkraft treibt ihn an. Klingt anstrengender, als es ist, denn die Kufen gleiten hervorragend auf Eis und festem Schnee. Für den Einsatz im tiefen Schnee gibt es breitere Kunststoffkufen als Zubehör.

Der Einsatzbereich des Kicksleds ist enorm: vom Hundeschlitten bis zur Gehhilfe. Optional erhältliche SpikeÜberzieher für die Schuhe ermöglichen das Abstoßen selbst auf blankem Eis. Manche Modelle haben einen eingebauten Kindersitz. Mit einer nachrüstbaren Bremsmatte eignet sich der zwischen fünf und neun Kilo schwere Kufenroller zudem als Abfahrtsgerät auf Hügeln.

Infos und Bestellung: www,tretroller.de oder Telefon: 0 63 92/23 90.

Schneehirsch: So machen Sie Ihr Fahrrad zum Pistenflitzer!

Fahrradfahren im Winter macht keinen Spaß? Auf zwei schmalen Reifen mag das stimmen. Auf zwei kurzen Ski („Snowblades“ genannt) sieht es ganz anders aus.

Mittels speziellen Verbindungsstücken („Schnee- Hufe“) lässt sich ein Fahrradrahmen auf handelsübliche Snowblades montieren. Das Hufen-Set kostet 449 € und passt zu allen gängigen Gabeln und Hinterbauten – so wird das Mountainbike, BMX oder Trekkingrad zum Pistenflitzer. Der Rest des Fahrrads kann komplett montiert bleiben. Um Verletzungen zu vermeiden, sollte man jedoch die Kettenblätter mit den Tretkurbeln abnehmen; durch spezielle Fußrasten wird das Fahrrad dann zum Snowbike.

Wem das zu viel Schrauberei ist, der kann den kompletten Schneehirschen beim Geweih packen. Dieses in Deutschland gefertigte Snowbike besteht aus den Hufen plus Snowblades und einem BMX-Rahmen. Das 799 € teure Gerät sieht scharf aus, fährt flink und ist für geübte Radler leicht zu erlernen: Spätestens nach einer Stunde Einfahrzeit zieht man schöne Schwünge und beherrscht das Bremsen.

Infos und Bestellung: www.schneehirsch.de

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