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Kanadischer Boulderstar in Neuaubing: Thomasina Pidgeon (li.) mit Tochter Cedar.

Eröffnung in Neuaubing

Neue Boulderhalle: Klettern auf 2.500 Quadratmetern

„Bouldern kann wirklich jeder“, sagt Markus Grünebach überzeugt. Mit seinem Geschäftspartner Dave Cato betreibt er die neu eröffnete Kletterhalle „Boulderwelt“ in Neuaubing.

Mit einer Grundfläche von rund 2.500 Quadratmetern und mehr als 1.600 Quadratmetern Kletterfläche sei die neue Boulderhalle eine der größten der Welt, so Grünebach.

Nur geringe Verletzungsgefahr

Beim sogenanten Bouldern klettert man nur in geringer Höhe und darum ohne Sicherung. Schon die Kleinsten könnten an den farbigen Griffen ohne Seil und Gurt an künstlichen Felsen herumklettern. Wer abstürzt fällt auf dicke Schaumstoffmatten. „Die Verletzungsgefahr ist gering“, meint der 30-jährige Boulderwelt-Gründer. Man dürfe nur nicht zu müde sein und nur so hoch klettern, wie man sich sicher fühle.

Grifffarben markieren Schwierigkeit

Im Erdgeschoss gibt es Wände und Übersprünge, die zwischen drei und maximal viereinhalb Meter hoch sind. Je nach Grifffarbe ist der Weg schwieriger oder leichter. „Es war unsere Idee, für das Bouldern farbdefinierte Griffe zu benutzen“, berichtet Grünebach. Innovativ sei man auch bei den Routen, die im Vergleich zu anderen Hallen häufiger – etwa alle zwei Monate – geändert würden. „Mein Kollege Dave ist einer der besten Routenschrauber der Welt“, sagt der Geschäftsführer lachend. Der im englischen Bristol geborene Cato sei einer der wenigen, der auch eine für Laien interessante „Linie“ schrauben könne. „Man schafft es dort auch als Anfänger nach oben, muss aber trotzdem überlegen“, erläutert Grünebach das Reizvolle daran.

Oft Anfänger neben Profis

Boulderwelt: Infos

Bertha-Kipfmüller-Straße 19

Eintritt: 10 Euro für Erwachsene und den ganzen Tag Aufenthalt

Website: www.boulderwelt-muenchen-west.de

Das schnelle Erfolgserlebnis begründet seiner Meinung auch den großen Ansturm auf die Boulderhallen. 2010 eröffneten Grünebach und Cato ihre erste Boulderwelt am Münchner Ostbahnhof. 2012 folgten Hallen in Regensburg und Frankfurt am Main. Die große Nachfrage in München veranlasste die Unternehmer, nach einem weiteren Standort zu suchen. Fündig wurden sie beim „Triebwerk“ in Neuaubing, das von der Immobiliengesellschaft Aurelis revitalisiert wird. „Wir haben die Halle langfristig gemietet“, sagt Grünebach. In Kürze werde der Umbau abgeschlossen sein. Dann gibt es im ersten Stock neben der Kinderwelt noch einen Übungsraum für Fortgeschrittene. Und eine „Traversenwand“, an der sich auch Anfänger über eine 15 Meter lange Route hangeln können. Er finde es toll, meint Grünebach, dass bei dieser Sportart oft Anfänger neben Profis klettern.

Profi hilft bei Kletterrouten

Zu letzteren zählt auch Thomasina Pidgeon. Die 39-jährige Kanadierin ist eine der erfolgreichsten Boulderinnen der Welt und reist mit ihrer siebenjährigen Tochter Cedar von Wettbewerb zu Wettbewerb. Gerade sei Pause, deshalb helfe Pidgeon mit, neue Routen für die Münchner Boulderwelt zu schrauben. Ausprobiert werden die Touren dann gleich von Tochter Cedar, die scheinbar mühelos von Griff zu Griff hangelt.

Monika Wehrl-Herr

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