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Über die Hälfte der Deutschen (57 Prozent) fährt mindestens gelegentlich Fahrrad.

Aktuelle Studie

Deutsche geben mehr Geld fürs Fahrrad aus

Das Fahrrad bleibt ein beliebtes Verkehrsmittel: 2013 bezahlten die deutschen Radler für ein neues Bike im Schnitt mehr als die Jahre zuvor. Allerdings fehlt es vielerorts an einer geeigneten Infrastruktur.

Für den Fahrrad-Monitor Deutschland 2013 hat das SINUS-Institut 2.000 Bundesbürgerinnen und -bürger zu ihrer Meinung über das Radfahren in Deutschland befragt. Eines der Ergebnisse: Biken wird immer beliebter. Das zeigt der erneut gestiegene Durchschnitts-Kaufpreis: 658 Euro gaben die Deutschen im Schnitt für ein neues Fahrrad aus, nachdem es 2011 620 Euro und zwei Jahre zuvor noch 570 Euro waren. Auch der Radverkehrsanteil ist weiterhin hoch: Die Mehrzahl der Deutschen (57 Prozent) fährt mindestens gelegentlich Fahrrad. 72 Prozent haben ein Fahrrad zur Verfügung, im Schnitt stehen rund 2,4 Fahrräder in jedem Haushalt.

Fehlende Sicherheit und zu wenig Abstellanlagen

Allerdings gibt es beim Radverkehr auch weiterhin Verbesserungsbedarf: „Viele Menschen wollen Rad fahren, sie fühlen sich auf Straßen oder schlechten Radwegen aber nicht sicher genug. Außerdem fehlen oft hochwertige Fahrradabstellanlagen in ausreichender Menge“, sagt Ludger Koopmann, stellvertretender Bundesvorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). „Insbesondere an Bahnhöfen und Haltestellen ist die Zufriedenheit mit der Abstellsituation gering.“ Um den Anteil des Radverkehrs weiter zu erhöhen, müsste mehr Gewicht auf radfahrerfreundliche Infrastruktur gelegt werden – 82 Prozent der Deutschen zwischen 14 und 69 Jahren sprechen sich auf kommunaler Ebene für eine stärkere Beschäftigung der Politik mit dem Thema Radverkehr aus.

Nutzung von Rad und öffentlichen Verkehrsmitteln geht Hand in Hand  

„Immer mehr Menschen kombinieren das Fahrrad mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie sind auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule intermodal unterwegs. Das ist eine positive Entwicklung“, sagt Katherina Reiche, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur. „Mein Anliegen ist es, gemeinsam mit allen Akteuren die Rahmenbedingungen für den Radverkehr noch weiter zu verbessern, ganz im Sinn des Nationalen Radverkehrsplanes 2020. Hierzu zählen neben dem Ausbau der Infrastruktur auch die Verbesserung der Verkehrssicherheit.“

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