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Die idyllische Hüttensiedlung Pfundsalm Niederleger (1640 Meter hoch) passiert man ziemlich am Anfang der Tour.

Einmal noch Winter

Schnee satt: Skitour auf den Marchkopf

Im Tal blühen schon die Knospen, doch für echte Schneefans ist noch lange nicht Schluss. Wer nochmal richtig im Schnee schwelgen will, sollte eine Skitour auf den Marchkopf in Angriff nehmen:

Egal, ob Pistenfahrer, Skitourengeher oder Langläufer wer nochmals auf die „Brettl“ will, muss eben höher hinauf.

Wie ein verheißungsvolles Tor zu den weißen Bergriesen öffnet sich einem während der Anfahrt das Zillertal. Dann schraubt sich das Fahrzeug Kehre um Kehre höher auf der Alpenstraße, die in die Tuxer Alpen hineinführt. In der hippen Hotelsiedlung Hochfügen, die mit modernsten Liftanlagen gespickt ist, endet auf 1500 Meter Höhe die Fahrt. Puristen sind vom Anblick zunächst wenig begeistert und erst wieder versöhnt, wenn sie tief im Talgrund von der Morgensonne angestrahlte Berggipfel leuchten sehen.

Früher Aufbruch ist ratsam

Oft sind in der Familie oder im Bekanntenkreis verschiedene Wintersportinteressen vertreten, da ist Hochfügen als gemeinsamer Ausgangspunkt goldrichtig. Perfekt präparierte Pisten, anspruchsvolle Abfahrten neben leichten und sanften Strecken lassen jedes Skifahrerherz höher schlagen. Daneben gibt es eine traumhaft gelegene Höhenloipe und eine leichte Rodelstrecke, die nicht nur die Kleinen begeistert. Nicht zu vergessen sind die verlockenden Skitourenziele.

Verlockende Skitour auf den Marchkopf

Eines davon ist der Marchkopf, den wir heute erklimmen. Sobald man, die von der Sonne gebräunten Hütten der Pfundsalm Niederleger erreicht, schweift das Auge über endlose weiße Hänge. Zur Rechten oberhalb der Aufstiegsroute ziehen steile Flanken vom Pfaffenbühel herab. Seit dem frühen Morgen sind die ostseitigen Hänge der Sonne ausgesetzt, deshalb ist aus Sicherheitsgründen ein früher Aufbruch ratsam. Nach der Finsingbach-Brücke geht’s durch wunderschön gegliedertes Gelände bergauf. Sture „Senkrechtstarter“, die gern vertikale Linien in unberührten Schnee legen, sind hier fehl am Platz. Denn die kupierten Hänge eignen sich ideal, um eine homogene Aufstiegspur anzulegen und eventuelle Gefahrenstellen zu umgehen. Schließlich ist die Spuranlage, die Visitenkarte eines Skitourengehers. Hütten wie aus dem Werbeprospekt passiert man am Viertelalm Niederleger (1750 m) und später auch am Hochleger (2022 m). Über eine kurze steilere Stufe gelangt man in flacheres Gelände und zieht dann einen Rücken empor.

Ein Meer aus Gipfeln

Auf dem Sattel zwischen dem kecken Marchkopf-Gipfel und der Seewand blickt man auf ein Meer aus Gipfeln: Im Süden die Zillertaler Eisgiganten, im Westen die Stubaier Schneeburgen, im Norden die Karwendelgrate und im Osten die Kitzbüheler Skiberge. Bei sicheren Lawinenbedingungen quert man nun in die steile Südflanke und gelangt mit einigen Spitzkehren zum Gipfel. Oder man steigt zu Fuß über den felsigen Grat hinauf, der je nach Verhältnissen leicht bis anspruchsvoll sein kann.

Verschiedene Abfahrten zur Wahl

Auch bei der Abfahrt hat man die Qual der Wahl: Butterfirn, staubender Pulver oder Bruchharsch. Je nach persönlicher Vorliebe wählt man dann die Abfahrtsrichtung. Mulden und Flanken bieten eine reiche Auswahl. Zurück im Tal wird’s dann Zeit für den kulinarischen Genuss. Und weil der schrille Techno-Sound in der Kristallbar Hochfügen nicht jedermanns Geschmack trifft, verlegt man den Einkehrschwung vielleicht lieber in eine behagliche Almhütte kurz vor Hochfügen. Die Sonnenterrasse der Schellenbergalm kommt da wie gerufen...

Von Doris Neumayr

MARCHKOPF (2499 METER)

ANFAHRT

Auto: A 8 München – Salzburg, ab Inntal- Dreieck auf A 93 (A 12) Richtung Innsbruck bis Ausfahrt Achensee/Zillertal, Richtung Zillertal bis Fügen. Hier der Ausschilderung „Skigebiet Hochfügen“ folgen. Dort auf dem letzten (südlichsten) Parkplatz vor Beginn einer Forststraße/ Rodelbahn parken.

Bus: Ab München mit „Autobus Oberbayern“, verschiedene Abfahrtsstellen, Fahrt inkl. Tagesskipass, Frühstück rund 58 Euro. Tel.: 089/ 54907560; www.skibusmuenchen.de

TOUR (geeignet auch als Schneeschuhtour)

1030 Hm, Aufstiegszeit: 2,5 – 3 Stunden, Leichte bis mittelschwere Tour, Lawinengefahr: mittel (Gipfel hoch). Aufstieg: Vom Parkplatz auf der Forststraße entlang am Finsingbach ins Tal hinein vorbei an den Hütten „Pfundsalm Niederleger“ (1640 m). Dann links kurz hinab über eine Brücke. Nach der Brücke bergauf in östlicher Richtung zu den schon sichtbaren Hütten „Viertelalm Niederleger“ (1750 m). Über kupierte freie Hänge südostwärts hinauf zum „Hochleger“ (2022 m). Ab hier geht’s mehr links haltend bald über eine kurze steilere Stufe nach Osten unterhalb der Seewand. Man folgt einem Rücken hinauf zu einem Sattel zwischen Seewand und Marchkopf-Gipfel. Nun über die steile Südflanke zum Gipfel hinauf. Oder man erreicht zu Fuß über den felsigen Grat den höchsten Punkt.

Abfahrt: Wie Aufstieg. Je nach Bedingungen gibt’s zahlreiche Abfahrtsvarianten. Skitouren-Variante: Kraxentrager (2423 m), Aufstieg bis Hochleger (2022 m) wie zum Marchkopf. Ab hier Richtung Südosten (rechts) auf einen Rücken zu. Dann nach rechts über einen Grat (leicht) zum Kraxentrager- Gipfel. Für die Abfahrt gibt’s viele steile Varianten. Leicht bis mittelschwer, 950 Hm, 2,5 Stunden.

SKIGEBIET

Hochfügen: 76,8 km Pisten (leicht 41 Prozent, mittel 42 Prozent, schwer 17 Prozent ), 36 Lifte, Halfpipe für Snowboarder, Preise für Tagespass: 47,50 Euro für Erwachsene, 37,50 Euro für Jugendliche, Kinder zahlen 21 Euro.

Saisonschluss: 26. April 2014

Täglicher Betrieb: 7.30 – 16 Uhr, www.hochfuegenski.com.

Rodeln: Start am letzten Parkplatz, Rodelstrecke: 1,5 km, 100 Hm, leicht, Nachtbeleuchtung.

Loipe: Start bei der Liftkasse Richtung Gamsstein (Klassisch und Skating), Strecke ca. 9 km, 400 Hm, mittel bis schwer, kostenlos.

EINKEHR

Gasthof Schellenbergalm, im Sommer und im Winter geöffnet, Hochfügener Str. 124, Telefon: 0043/ 664 5000 912; www.alpengasthof-schellenberg.at.

KARTE

Kompass-Karte 28, Achensee, Rofan, Zillertal

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