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Es Nordic Walking mit seinen Variationen macht mehr Spaß als man denkt.

Nordic sportlich: Neue Techniken bringen mehr Spaß und besseres Training

München: Nordic Walking – das ist Gehen am Stock. Unsportlich, langweilig, nichts als nervtötendes „Klack-Klack“. Schluss mit diesen Vorurteilen!

Denn es gibt einige neue Spielarten des Nordic Walkings, die selbst Sportskanonen begeistern und ins Schwitzen bringen: Nordic Jogging, Nordic Jumping, Funlauf oder auch Bergwalking. Barbara Luigs (48) und Richard Felbermeier (49) sind zertifizierte Nordic-Lehrer und beherrschen jede Gangart.

Hier beantworten sie die wichtigsten Fragen:

■ Für welche Freizeitsportler sind Techniken wie Nordic- Jogging oder Funlauf geeignet? „Wer diese Fortgeschrittenen- Techniken lernen möchte, muss die Grundtechnik des Nordic Walkings gut beherrschen“, erklärt Barbara Luigs, „also den Diagonalschritt mit aktivem Stockeinsatz.“ Alle Aspiranten sollten eine solide Ausdauer und Koordinationsfähigkeit mitbringen. Aber Barbara Luigs beruhigt: „Man kann immer klein anfangen und sich allmählich steigern.“

■ Welchen Nutzen, welche Risiken bringen die Nordic-Spielarten? „Jede Variation erhöht den Spaß am Sport, fördert die Motivation und steigert den Trainingsreiz“, sagt Richard Felbermeier. „Diese Aktiv-Varianten bieten zudem ein intensiveres Ausdauertraining als das normale Walken.“ Damit steigt jedoch die Gefahr, sich zu überfordern. Der Experte rät: möglichst mit Pulsmesser trainieren und nicht gleich ans Limit gehen! Das Plus an Tempo und Dynamik fördert stärker die Koordinationsfähigkeit und die Muskelkraft. Die Kehrseite: größere Belastung und höheres Verletzungs risiko, etwa durch Umknicken.

■ Wie kann man die Techniken lernen? Durch Fachbücher (Nordic Walking Fibel, 12,80 Euro, Nordic-Walking-Institut, Telefon 089/89 70 95 59). Effektiver und technisch genauer trainiert man mit einem Nordic-Walking-Lehrer.

■ Welche Ausrüstung braucht man? Im Prinzip die gleiche wie fürs herkömmliche Nordic Walking. Also Walking-Schuhe mit gutem Halt und Profilsohle, atmungsaktive Funktionskleidung sowie hochwertige Walking-Stöcke mit durchgehärteter Spitze und einer patentierten Schlaufe, die die ganze Hand umfasst. Ein hoher Carbon-Anteil macht die Stöcke leicht und schluckt Vibrationen.

■ Wo kann man es machen? Für alle Spielarten des Nordic Walkings empfiehlt sich ein gepflegter Kiesweg, Waldwege oder ein ebener Pfad.

Nordic Funlauf:

Weil „Nordic-Hopserlauf“ komisch klingt, nennt man es Funlauf: den schwungvollen Diagonalschritt, bei dem man auf demselben Fuß landet, mit dem man abgesprungen ist – nebst kräftigem Stockeinsatz, versteht sich. Funlauf-Einheiten lassen sich als Abwechslung prima ins Training einbauen. Wer unter Gelenkproblemen leidet, verzichtet besser auf jegliche Sprungübungen.

Nordic Jumping:

Sprungeinheiten verleihen dem Diagonalschritt Flügel. Beim Nordic Jumping ist die Flugphase möglichst lang, entsprechend stark werden Fußgelenke, Knie, Rücken und sämtliche Muskeln beansprucht. Besonders wichtig: gute Körpervorlage und ein weit nach hinten durchgeführter Arm-Stockschub. Sportliche Walker können ihre Touren mit fünf Einheiten à zehn Sprünge aufpeppen.

Nordic Jogging:

Nordic Jogging ist eine dynamischere Art des klassischen Diagonalschritts, bei der beide Füße vom Boden abheben. Durch den Armeinsatz erreicht man bei gleichem Tempo einen um mindestens zehn Schläge höheren Puls als beim normalen Laufen. Also: gemach! Ein paar Nordic-Jogging-Einheiten ins klassische Walking eingebaut, fertig ist das perfekte Intervalltraining.

Nordic Berg-Walking:

Jeder Hügel im Park sollte Wal- -Info kern einen Gipfelsturm wert sein. Denn das Bergauflaufen kräftigt die Rückenmuskulatur viel stärker als jede andere Technik. Wem’s im Diagonalschritt zu anstrengend wird, der schaltet runter auf den 1-2-Schritt mit parallelem Stockeinsatz. Aber Vorsicht: Bergab sollten Sie immer ganz gemächlich walken, um nicht zu stürzen und um die Gelenke zu schonen.

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