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Nur wer die Skipiste nach seinen Fähigkeiten auswählt, ist sicher unterwegs.

Die richtige Piste finden

Blau, rot, schwarz: Sicher durch den Ski-Schilderwald

München - Die falsche Piste ist für Skifahrer ebenso gefährlich wie Lawinen: Nur wer die Beschilderung an den Hängen richtig lesen kann, fährt sicher. So orientieren Sie sich.

Ski angeschnallt und im Lift den Hang hinaufgeschwebt - denn "runter kommen sie alle"? Bei Hobby-Skifahrern ist das genau die falsche Devise, warnt der Deutsche Skiverband. Denn wer die Piste nicht nach seinem Schwierigkeitsgrad auswählt oder versehentlich auf Abwege gerät, gefährdet sich und alle anderen Fahrer. Besonders Neulinge sollten sich in ihrem Skigebiet erst einmal gut orientieren, bevor sie sich an die Abfahrt wagen.

Blau, rot, schwarz: Farbskala rankt die Hänge

Die Schwierigkeit - und in bedingtem Maße auch die Gefährlichkeit - eines Hangs wird in drei Farb-Kategorien gemessen. Blaue Pisten dürfen nicht mehr als 25 Prozent Längs- und Quergefälle aufweisen und eignen sich am besten für Anfänger, Gelegenheitsfahrer oder Eltern mit Kindern. Da es hier mit niedriger Geschwindigkeit bergab geht, können auch Fortgeschrittene auf blauen Pisten zunächst an ihrem Fahrstil feilen und sich "warmschwingen", bevor sie zum nächsten Schwierigkeitsgrad übergehen.

Temporeichere Abfahrten bei bis zu 40 Prozent Längs- und Quergefälle bieten rote Pisten. Da sie von der Mehrzahl der Urlaubssportler befahren werden, sollten hier nur Skifahrer unterwegs sein, die ihre Fahrtechnik sicher kontrollieren und auch ihre Geschwindigkeit rasch und stolperfrei maßregeln können. Erstfahrer sollten sich nicht überschätzen, da die Fahrt von der roten Piste gegenüber der blauen deutlich mehr Kraft und Beherrschung erfordert.

Auf die schwarze Piste mit über 40 Prozent Gefälle sollten sich nur Könner wagen: Hier können selbst Profisportler schwer stürzen und durch den steilen Abhang steigt mit der Geschwindigkeit auch der Adrenalinspiegel. Nur Skifahrer, die auch Buckel und Senken nicht nervös machen, sollten auf der schwarzen Piste hinab ins Tal rauschen.

Orientieren Sie sich noch im Tal

Auch wenn sie ihn zu Hause noch voller Vorfreude studiert haben: Urlauber sollten den Pistenplan ihres Skigebiets nicht auf dem Hotelnachttisch liegen lassen, sondern vor der Abfahrt in die Jackentasche packen. Neben den Kassenschaltern steht zudem meist noch eine Panoramatafel, auf der alle Abfahrten mit Verlauf und Schwierigkeitsgrad eingezeichnet sind. Am sichersten fährt, wer sich noch im Tal für seine Piste entscheidet und sich nicht mehr im Lift von Freunden umstimmen lässt - in der nächsten Runde ist auch noch Gelegenheit.

Auch auf den Hängen geben Wegweiser Orientierung, wo sich die nächste Bergstation oder die Liftanlage befindet. Vorsicht ist geboten an Pisten-Gabelungen: Rechtzeitig voraus schauen und sich vergewissern, dass man in die richtige Richtung abbiegt, schützt vor Panik-Attacken bei plötzlicher Überforderung.

Der wichtigste Sicherheitshinweis sollte für Laien wie Profis gleichermaßen selbstverständlich sein: Ist eine Piste aufgrund mangelnden Schnees oder wegen Lawinengefahr gesperrt, sollte sie keinesfalls befahren werden. Auch Skifahrer, die auf wegen Umwelt- oder Artenschutzes gesperrten Pisten unterwegs sind, riskieren viel: Die Verantwortlichen des jeweiligen Skigebiets sind berechtigt, ihnen den Skipass abzunehmen und eine Geldstrafe zu verhängen.

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