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Manche Abenteuer beginnen gleich vor der eigenen Haustür.

Ungewöhnliche Outdoor-Aktivitäten

7 Abenteuer vor der Haustür

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Der Mensch sehnt sich nach Erlebnissen, die besonders sind, sich vom geregelten Alltag absetzen und in Erinnerung bleiben, wie eine Reise in ein fremdes Land. Solche Fluchten müssen weder teuer noch auf wendig organisiert sein.

Das Abenteuer wartet überall und beginnt – ganz ohne Anreise – vor der eigenen Haustür. Wir stellen sieben kostenlose Mikro-Abenteuer vor, die mehr Würze in den Alltag bringen.

1. 24 Stunden Wandern

Die 24-Stunden-Wander-Community findet es spaßig, in Gruppen von mehreren Hundert Teilnehmern einen ausgeschilderten Trail zu absolvieren. Schön und gut, aber wozu braucht es einen Veranstalter, der einen gegen Gebühr durchs Gelände lotst, wenn das Abenteuer – noch dazu ein kostenloses – vor der Haustür beginnen kann? Kurzum: Man suche einen gehfreudigen Begleiter, denn alleine wird das lange Laufen mitunter eintönig,und mache sich auf den Weg. Start: am späten Nachmittag, damit man mit frischen Beinen in die Nacht marschiert. Streckenführung brauchtes keine. Was allerdings nötig ist: Ein Standby-Unterstützer im Hintergrund, der mobil erreichbar ist und einen nach 24 Stunden dort abholt,wo man am Ende gelandet ist.

2. Eine Nacht im Freien schlafen 

Man muss kein erfahrener Profiabenteurer sein, um dieses Erlebnis anzugehen. Es ist variabel und kann für Einsteiger auch eine Nacht im Schlafsack auf dem Balkon oder im Garten bedeuten. Natürlich wird das Erlebnis intensiver, wenn man im Wald, am See, auf einer Almwiese oder auf einem Berggipfel sein Quartier aufschlägt. Ob mit oder ohne Zelt ist dabei unerheblich. Entscheidend ist, dass man sich auf die Erfahrung „Outdoor-Nacht“einlässt. Und das bedeutet nicht nur weniger Komfort als im Bett daheim, sondern womöglich auch tierischen Besuch, einen überraschenden Regenschauer, Geräusche, deren Ursprung man nicht kennt u.v.m. Eine Nacht im Freien jedenfalls schärft alle Sinne. Mit etwas Wetterglück wird man einen atemberaubenden Sonnenaufgang erleben, ehe es früh morgens wieder zurück ins Büro geht–selbstverständlich ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen.

3. Urbaner Foto-Marathon

Mit etwas Fantasie lässt sich die Stadt, der Ort, an dem man lebt, überraschend anders erleben als im Alltag. Man kann beispielsweise für einen Tag Tourist spielen, also an Stadtführungen teilnehmen, sich in einen Sightseeing-Bus setzen oder abend sein Pub-Crawling mitmachen. Oder: Man wandert zu Fuß nach Hause, nachdem man mit einem öffentlichen Verkehrsmittel an die Endstation gefahren ist. Besonders spannend gestaltet sich ein Stadt-Fotomarathon, den man am besten im Team angeht. Jeder Teilnehmer erhält vom Begleiter ein Thema, das er fotografisch in einer vorher fixierten Anzahl von Bildern und innerhalb eines bestimmten Zeitfensters festzuhalten hat. Man staunt, wie aufregend diese abgeänderte Form einer Schnitzeljagd sein kann, wenn man seine Stadt durch die Linse einer Kamera bzw. durch das Raster einer speziellen Aufgabe erfährt.

4. Ein Ort, vier Jahreszeiten 

Vier Einzelerlebnisse bilden ein großes Mikroabenteuer, das sich über das ganze Jahr verteilt. Nämlich: Besuche einen Ort zu verschiedenen Jahreszeiten! Bei der Wahl des Platzes, den man jeweils einmal im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter aufsucht, spielt es keine Rolle, ob man sich für einen urbanen Spot oder ein Ziel in der Abgeschiedenheit der Natur entscheidet. Vielmehr kommt es auf das bewusste Wahrnehmen der Jahreszeiten an. Wer beispielsweise viermal pro Jahr die höchste Erhebung seines Wohnortes, ein magisches Plätzchen am Fluss, im Wald oder seinen Lieblingsplatz im nahen Stadtpark als Erlebnismittelpunkt wählt, wird staunen, wie unterschiedlich die Sinneseindrücke über die veränderte Natur auf einen wirken. Es bietet sich an, das vierteilige Abenteuer fotografisch festzuhalten.

5. Barfuß im Wald 

Mal ehrlich: Wann waren Sie das letzte Mal bloßfüßig unterwegs? Nicht am Sandstrand, sondern auf einer Wiese oder im Wald? Aufregend wird das Projekt, wenn man eine Route auswählt, die unterschiedliches Terrain kombiniert. Die ersten Minuten sollten idealerweise über bemoosten Waldboden führen, damit sich die Füße an die Herausforderung gewöhnen. Kaum betritt man nämlich pieksenden Nadelboden, wirkt das Gangbild ziemlich staksig… Da man langsam geht, konzentriert auf den Boden schaut, um Hindernissen auszuweichen, wird dieser Spaziergang eine ernst zu nehmende Achtsamkeitsübung.

6. Essen sammeln 

Zurück zu den Wurzeln! Wenigstens einen Tag lang. Das heißt in diesem Fall, sich einer ehemals lebensnotwendigen Aufgabe zu stellen, nämlich: Sammle dein Essen selbst! Es wird alles andere als leicht sein, sich einen Tag lang nur von Produkten zu ernähren, welche die Natur für einen bereit hält. Versteht sich von selbst, dass dieses Mikro-Abenteuer vorrangig in den üppigen Herbstmonaten zu planen ist. Klar auch, dass diese Anregung nicht als Aufruf zum Wildern oder Jagen zu verstehen ist, sondern als Motivation, den Sammlerin sich zu entdecken, Pilze, Beeren, Nüsse oder Pflanzen zu suchen, die als Salat verwertet werden können. Ziel dieser Herausforderung ist es, bewusst mit dem Thema „Nahrung“ umzugehen.

7. Gumpen-Gaudi 

Richtig wonnig präsentiert sich kühles Nass, wenn man sich an Pools bedient, die Mutter Natur erschaffen hat. Und damit sind langsam laufende Bäche gemeint, Gumpen, also kesselartige natürliche „Badewannen“, die durch Erosion entstanden sind, Wasserfälle oder Bergseen. Zugegeben, es bedarf einer gewissen Planung, umgeeignete Orte zu finden. Oder aber man steckt grundsätzlich ein Handtuch ein, wenn man draußen ist – für den Fall, dass sich spontan eine Erfrischungsmöglichkeit auftut.

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