Die perfekte Laufkleidung von Kopf bis Fuß

Gute Kleidung, egal bei welchem Wetter, ist das A und O für den Erfolg beim Laufen – im Training und im Wettkampf. Damit Sie immer eine perfekte Figur machen, sind hier die wichtigsten Kleidungsstücke für Läufer:

Laufkleidung trägt nicht nur zum Wohlbefinden während des Sports bei, sie steigert auch die Leistung und lässt Sie in jeder Laufsituation einfach gut aussehen. Was Sie beachten sollten:

Laufschuhe sorgfältig auswählen

Das Wichtigste zuerst: Die Laufschuhe. Hier sollte man sich viel Zeit lassen: Machen Sie sich erst einmal im Internet schlau, welche Arten von Schuhen es gibt, wo und wie viel Sie laufen wollen und welche Schuhe in Frage kommen. Diese Information sollten Sie sich verschaffen, um später fachkundig mit dem Händler reden zu können – bestellen sollten Sie im Internet eher nicht. Suchen Sie lieber nach einem Händler in Ihrer Nähe, bei dem Sie einen Lauftest machen können: Während Sie auf einem Laufband joggen, kann der Berater ihren Laufstil genau analysieren, kann erkennen, wo Ihre Stärken und Schwächen liegen und Ihnen so einen perfekten Schuh empfehlen. Hier spielt auch eine Rolle, wie oft und auf welchem Untergrund Sie laufen: Je mehr Informationen Sie durchsprechen, desto passender wird der Schuh. Bringen Sie ein altes Paar Schuhe mit: Daran kann man sehr gut sehen, worauf besonders zu achten ist.

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Laufsocken dürfen nicht scheuern

Doch der beste Schuh nützt nichts, wenn drin die rauen XXL-Tennissocken stecken. Für guten Laufkomfort müssen auch die Socken stimmen. Hier ist besonders auf guten Sitz zu achten, die Socken sollten genau passen und ihre Form behalten. Das Material ist Geschmackssache, grundsätzlich sollten hochwertige Socken aber einen Baumwollanteil ab 70 Prozent haben. Achten Sie darauf, dass die Socken gepolstert sind, vor allem an Ihren „Problemstellen“, zum Beispiel den stark beanspruchten Fersen. Die Nähte sollten – vor allem an solchen Stellen – nicht auftragen, damit sie nicht scheuern. Schließlich ist noch darauf zu achten, dass der Schweiß gut abtransportiert wird, antibakterielle Materialien können für ein zusätzliches Wohlbefinden gewählt werden. Für die kalte Jahreszeit können Sie Socken mit hohem Schaft und Merino-Anteil wählen – mit weichen Socken ist die Überwindung schon halb so groß.

Laufhosen: atmungsaktiv und nicht zu warm

Kurze Hosen, lange Hosen, gefütterte Hosen, dünne Hosen, enge Hosen, weite Hosen: So individuell wie jeder Läufer ist glücklicherweise auch das Angebot. Neben der Außentemperatur entscheidet ihre ganz persönliche Vorliebe. Es gibt nur zwei Grundsätze: Sie sollten atmungsaktiv sein und nicht zu warm: Wenn Sie aus der Tür gehen und es Ihnen an den Beinen bereits zu warm ist, sollten Sie sich lieber noch einmal umziehen. Auch hier sollte darauf geachtet werden, dass Nähte nicht scheuern. Wer oft bei Dunkelheit läuft, kann auch auf Reflektionsstreifen zur eigenen Sicherheit achten. Wenn sie sich mit besonders enger Kleidung anfreunden können, sollten Sie auf den Trend „Kompression“ aufspringen: Die besonders enge Kleidung soll den Blutfluss zum Herzen verbessern, Muskelvibrationen reduzieren und somit einer frühen Ermüdung vorbeugen. Auch die aufrechte Haltung wird gestärkt. Wer es nach außen hin legerer mag: Es gibt auch Kompressions-Unterwäsche.

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Laufshirts für alle Fälle

Hier gilt vieles, was auch bei den Laufhosen zentral ist: Atmungsaktivität, kein Scheuern, gute Passform. Auch hier sollte Baumwolle vermieden werden, die nass am Körper klebt – bei wirklich guter Funktionskleidung bleibt die Haut selbst trocken. Auch hier ist wichtig: Nicht zu warm anziehen, den perfekten Mix aus Unterwäsche, Shirt und Jacke (dünn bis besonders wind- und kälteabweisend) der jeweiligen Tagestemperatur anpassen. Für die nassen Tage ist der richtige Regenschutz wichtig. Hier vor allem auf spezielle Laufprodukte achten, dann kann die Haut trotzdem atmen. Bei all dem sollte immer völlige Bewegungsfreiheit herrschen, testen Sie, ob Sie alle möglichen Verrenkungen in dem Outfit machen können, nicht nur den Laufschritt. Wer dem Schwitzen nicht nur mit atmungsaktiven Textilien begegnen möchte, kann geruchshemmende Silbereinlagen wählen. Für kühlende Effekte sorgt eine Aluminiumschicht, die die Sonnenstrahlen reflektiert. Praktisch: Einige Produkte haben extra Taschen für MP3-Player, Schlitze für Kabel und Lösungen zur Schlüsselaufbewahrung.

Lauf-BH muss perfekt sitzen

Für alle Läuferinnen darf auch der perfekt passende Lauf-BH nicht fehlen: Achten Sie darauf, dass er fest sitzt, aber den Brustkorb und somit das freie Atmen nicht einengt. Nähte sollten nicht scheuern und da das Kleidungsstück so nah am Körper ist, muss es besonders atmungsaktiv sein. Hier gibt es auch Modelle mit eingebautem Pulsgurt. Sie sollten darauf achten, dass der Verschluss nicht scheuert oder das Teil gleich zum Hineinschlüpfen ist. Weiche Träger erhöhen den Komfort, wenn sie im Rücken gekreuzt sind, rutschen sie auch nicht. Es gibt auch Laufshirts mit eingearbeiteten BHs.

Leichte Handschuhe

Besonders bei kalten Temperaturen sollten Sie passende Handschuhe tragen: Wer besonders leicht friert, sollte auch schon im Herbst leichte Handschuhe anziehen, da der Körper bei kalten Fingern verkrampft. Auch hier gibt es Ausführungen mit Windstoppern und sogar mit Schlüsselfach.

Mütze und Cap gegen Kälte und Sonne

Über den Kopf gibt der Körper die meiste Wärme ab, weshalb nicht nur im Winter die richtige Mütze wichtig ist. Im Sommer kann ein Cap vor der Sonneneinstrahlung schützen. Bei der Kopfbedeckung sollten Sie besonders darauf achten, dass das Material Feuchtigkeit schnell abtransportiert, um Erkältungen vorzubeugen. Vor allem die Ohren sollten bedeckt sein. Praktisch sind auch multifunktionelle Tücher, die wahlweise als Halstuch dienen, aber auch zur Mütze umfunktioniert werden können. Wem vom Wind sehr schnell die Ohren schmerzen, eine Mütze aber zu warm ist, kann auch windabweisende Ohrenschützer verwenden – in manche sind als besonderer Clou sogar Kopfhörer für MP3-Player integriert. Gerade bei Sonne oder Wind ist auch eine Brille wichtig, wählen Sie hier Gläser, die relativ dicht am Gesicht abschließen, so verhindern Sie, dass die Augen durch den Wind tränen. Wer ganz hart ist und selbst bei den eisigsten Temperaturen die Laufschuhe schnürt: Isolierende Fleece-Masken schützen die empfindliche Gesichtshaut.

Laufkleidung für den Wettkampf

Wenn Sie so - perfekt ausgestattet - erfolgreich trainiert haben und jetzt an einem Wettkampf teilnehmen wollen, sind hier noch die Kleidungsstücke und Besonderheiten, die beim Großen Tag keinesfalls fehlen dürfen.

Für den Wettkampf ist es besonders wichtig, dass die Schuhe gut eingelaufen sind. Besonders empfohlen werden Schuhe, die sehr leicht sind. Sie sind zwar meist nicht extrem gedämpft aber flexibel und belasten nicht. Bei Socken, Unterwäsche und allem, was direkt am Körper anliegt ist noch stärker als sonst darauf zu achten, dass nichts scheuert, da die Laufdauer die normale Trainingszeit dann übersteigt. Laufhose und -Shirt sollten besonders atmungsaktiv sein, wie bei den Schuhen ist auch hier zentral, dass sie leicht sind: Vermeiden Sie allen unnötigen Ballast, den Sie herumschleppen müssen.

Stimmen Sie Ihre Kleidung beim Wettkampf besonders exakt auf die Witterung und Temperatur ab, testen Sie am besten einmal die perfekte Kleidung für jedes Wetter. Sie sollten keinesfalls zu warm angezogen sein und sich nicht unnötiges Gewicht aufbürden, zu kalt haben Ihre Muskeln nicht die nötige Elastizität.

Mit dieser Ausstattung sind Sie schon auf der Zielgeraden, nur für die letzten Meter müssen Sie mit noch ein bisschen trainieren – natürlich im perfekten Laufdress.

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