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Wenn sich im Frühling die ersten Sonnenstrahlen blicken lassen, sollten Sportler auf ihre Haut achten

Trainingstipp

Schöne Sportlerhaut im Frühling

Auch auf den längsten Winter folgt einmal der Frühling. Wer nun die Laufschuhe schnürt, muss besonders auf seine Haut aufpassen. Denn je länger sie keine Sonne abbekommen hat, desto empfindlicher wird sie. Hautarzt Dr. Andreas Degenhardt gibt Tipps, worauf man im Frühling besonders achten muss.

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Der Winter kann unserer Haut in zweierlei Hinsicht schaden“, sagt Dr. Andreas Degenhardt, Dermatologe aus Bremen. „Zum einen trocknet sie mehr aus. Das liegt an der trockenen Heizungsluft und an der Kälte, wodurch der Stoffwechsel in den oberen Schichten der Haut reduziert ist. Zum anderen bleicht unsere Haut aus, wenn wir lange keine Sonne abbekommen. Dadurch wird sie empfindlicher, sobald wir wieder in Kontakt mit den UV-Strahlen kommen.“ Hier hilft auch keine Sommerbräune mehr. Denn nach rund 2-3 Monaten verliert die Haut ihren schützenden, dunklen Teint, den man sich im Sommer aufgebaut hat.

 

An Sonnenschutz denken

Wenn man nun zum ersten Mal wieder an der frischen Luft Sport treiben möchte, ist Vorsicht geboten. Das sagt auch Dr. Degenhardt: „Auch wenn es noch nicht so warm ist, kann man trotzdem einen Sonnenbrand bekommen, wenn man die Haut nicht entsprechend schützt. Entscheidend ist die Sonnenstrahlung und nicht die Temperatur. Daher sollte man immer an einen entsprechenden Sonnenschutz denken.“

Gerade exponierte Stellen wie Stirn, Ohren, Nase, Lippen und Kinn sind einer erhöhten UV-Belastung ausgesetzt und sollten daher vor dem Sport im Freien mit einer entsprechenden Creme geschützt werden. Wird das Haar etwas lichter, darf man auch Geheimratsecken und die Kopfhaut nicht vergessen. „Der Lichtschutzfaktor sollte dabei an die Haut angepasst werden. Im Zweifel nimmt man besser einen höheren Schutz. Bei normaler Haut empfehle ich bei den ersten Trainingseinheiten im Frühling einen Lichtschutzfaktor von 30, bei empfindlicher Haut sogar LSF 50. Hier sollte man auf eine hochwertige Sonnencreme achten, die wenig Duftstoffe enthält und sowohl gegen UVA- als auch gegen UVB-Strahlung schützt.“

  

Gegen trockene Haut

Wie bereits erwähnt trocknet die Haut bei Vielen im Winter aus. Sie kann jucken, schuppen oder wird brüchig. Auch hier kann man etwas tun. Aber nicht jede Creme ist geeignet. „Besser sind Cremes und Lotionen auf Wasserbasis, die Harnstoff (Urea) oder Glycerin enthalten“, empfiehlt der Hautarzt. „Damit kann man sich nach dem Sport eincremen, damit die Haut die verlorene Feuchtigkeit zurückbekommt. Gleichzeitig sollte man darauf achten, ausreichend Mineralwasser zu trinken. Zum einen braucht die Haut die Feuchtigkeit, zum anderen schwitzt man viele Mineralien aus, die auch der Haut fehlen.“ Auch nach dem Sport bzw. nach dem Duschen sollte man sich mit so einer Lotion eincremen, um der Haut die verlorene Feuchtigkeit zurückzugeben. So kann sie auch ihre natürliche Schutzbarriere wieder aufbauen.

 

Vor dem Sport sind Cremes auf Fettbasis geeignet

 „Etwas Fett ist nicht schlimm, aber zu viel sollte es nicht sein. Vermeiden sollte man vor dem Sport alle Produkte, die Paraffine enthalten“, sagt Dr. Degenhardt. Das Problem mit den Paraffinen ist, dass sie sich, ähnlich wie ein Deckel, auf die Haut setzen und Poren verstopfen. Dadurch kann der Schweiß nicht so einfach nach außen transportiert werden. Das kann zu Reizungen der Haut, zu Pickeln und Entzündungen der Haarwurzeln führen.

Es empfiehlt sich also, gerade im Frühling, die Haut regelmäßig einzucremen. Aber auch hier gibt es ein Zuviel des Guten. Benutzt man zu viel Creme, kann es zu einer Überpflegung kommen. „Nur Cremes auf Wasserbasis sind auch nicht zu empfehlen“, sagt der Hautarzt. „Denn die natürliche Schutzbarriere der Haut braucht Fett und Feuchtigkeit, um funktionieren zu können. Ist die Schutzbarriere geschwächt, wie es gerade im Frühling bei trockener Haut der Fall ist, können Viren, Bakterien oder Pilze einfacher in den Organismus gelangen.“ Dann kann es zu Problemen mit der Gesundheit kommen. Außerdem gewöhnt sich die Haut daran, dass sie von außen die Feuchtigkeit bekommt. Dadurch wird die körpereigene Versorgung gedrosselt. Cremt man nun nicht mehr, trocknet die Haut auch schneller aus.

 

Pflegetipp

Bei trockener Haut hilft oft nur eine entsprechende Creme. Gerade im Frühling ist eine regelmäßige Hautpflege wichtig. Denn die Haut ist nach dem langen Winter empfindlich und trocken. Vereinfacht gesagt, cremt man sich am besten nach dem Sport mit einer Creme auf Wasserbasis (Urea und Glycerin) und vor dem Sport mit einer Creme auf Fettbasis ein. Wenn man nun den Sonnenschutz nicht vergisst, wobei es hier auch Kombiprodukte gibt, die sowohl Feuchtigkeit spenden und gleichzeitig vor UV-Strahlung schützen, hat man auch im Frühling eine schöne Haut.

 

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Christian Riedel

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