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Auf dem Odeonsplatz in München ist eine Teststrecke aufgebaut.

So läuft’s richtig rund

Fünf Tipps zu den Radl-Tagen in München

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München - Am Freitag und Samstag finden in München die vierten Radl-Aktionstage auf dem Odeonsplatz statt. Die tz hat die Experten vor Ort nach Tipps gefragt, wie es mit dem Radl richtig rund läuft:

Auf geht’s zu den vierten Münchner Radl-Aktionstagen auf dem Odeonsplatz! Schon am Freitag waren mehrere tausend Besucher an den Infoständen, beim Sicherheits-Check, dem E-Bike-Parcours und bei den Test-Ständen. Am Samstag findet von 13 bis 19 Uhr der zweite Tag statt. Projektmanager Georg Tinnefeld: „Das Entscheidende heuer ist der Perspektivenwechsel, damit der Radler andere Verkehrsteilnehmer besser versteht.“ Hierfür stehen eine „Black Box“ bereit, die den Vorteil reflektierender Kleidung verdeutlicht, sowie ein Lkw, von dessen Sitz aus die Besucher den toten Winkel sehen können. Die tz hat die Experten vor Ort nach Tipps gefragt, wie es mit dem Radl richtig rund läuft:

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Tipp 1:

10 Prozent Steigung hat die Rampe bei den Aktionstagen auf dem Odeonsplatz – Rentnerin Magrit Meinert (63) aber kommt locker hinauf. Sie testet ein Elektrorad! „Ich habe mir schon eines gekauft. Erst habe ich mich gesträubt. Aber mein Mann fährt fast täglich – und ist einfach zu schnell. Mit dem E-Bike komme ich gut hinterher.“ Der Experte Reno Heßlich erklärt, worauf sie achten muss: Da E-Bikes 8 bis 10 Kilo schwerer als normale Räder sind, sind richtige Bremsen das A und O. Nor-male Seilzugbremsen reichen nicht aus, da müssen hydraulische Bremsen dran sein!“

Tipp 2:

Fahrradhelme dienen der Sicherheit. Neuerdings gibt es auch Helme mit eingebautem Licht (auf dem Foto links) oder beispielsweise mit Regenschutz mit Reflektoren (rechts), die noch sicherer sind.

Tipp 3:

Jeder kennt den toten Winkel – aber kaum einer weiß, wie groß er wirklich ist. Deshalb verdeutlichen ihn bei den Aktionstagen große, orange Planen auf dem Platz. „Links, vor und hinter dem Lkw ist der tote Winkel recht klein“, erklärt Kurt Schlagintweit, Verkehrserzieher der Polizei. „Rechts vom Lkw aber gibt es kaum einen Platz, wo der Fahrer einen Radler sehen kann. Deshalb muss der Radler etwas tun.“ Sein Tipp, wenn ein Lkw neben einem fährt und rechts blinkt, um abzubiegen: „Der Fahrradfahrer muss stoppen und abwarten, um kein Risiko einzugehen.“

Tipp 4:

Achten Sie auf funktionierende Bremsen! Peter Remm von der Radl-Werkstatt auf den Aktionstagen gibt Tipps, wie der Radler sie selbst testen kann: „Der Hebelweg darf nicht zu groß sein: Das heißt, der Bremsgriff darf beim Anziehen nicht zu nah an den Handgriff gelangen – sonst ist die Bremse ausgeleiert.“ Er rät, außerdem die Bremsbeläge zu prüfen, die an der Felge entlanglaufen. Wenn diese kein Profil mehr aufweisen, müssen sie ausgetauscht werden.“

Tipp 5:

„Benutzen Sie mehr Reflektoren!“, rät der Projektleiter der Radl-Aktionstage, Georg Tinnefeld. Mithilfe einer dunklen Box, die ab und zu beleuchtet wird, will er auf dem Odeonsplatz zeigen, dass fehlende Sichtbarkeit in der Nacht eine der größten Unfallursachen ist. Er erinnert daran, dass allein elf Reflektoren am Rad Pflicht sind und Nichtbeachtung ein Bußgeld zur Folge haben kann. „Reflektierende Kleidung bringt zusätzlich Sicherheit.“

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