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Helmut Aigner amüsiert sich auf dem Laufband. Der 75-Jährige macht beim Stadtlauf mit.

Ein rüstiger Rivale

München - Der 75-jährige Helmut Aigner nimmt für den Merkur am Münchner Stadtlauf teil. Beim Fitness-Test machte der rüstige Rentner eine gute Figur.

„Eigentlich“, sagt Helmut Aigner, „bin i koa Läufer ned.“ Seine Sache ist das Radlfahren, meint der Pensionär aus München. Mit dem ist er nämlich oft unterwegs. Ziemlich oft. „Aber schau’ ma mal, ob des geht.“

Aigner meint damit den Stadtlauf von Sport Scheck am 24. Juni. Den präsentiert der Münchner Merkur in diesem Jahr zum zweiten Mal. Und Helmut Aigner will mit dabei sein. Zusammen mit unserer Redaktionsassistentin Claudia Roth werden wir den Münchner die zehn Wochen vor dem Stadtlauf begleiten und regelmäßig schauen, wie es um seine Fitness bestellt ist.

Vorletzte Woche schickten wir unsere Claudia zum Fitnesstest auf das Laufband. Mit dem Ergebnis, dass sie noch ein wenig an ihrer Grundlagenausdauer feilen muss. Mittlerweile ist sie schon fleißig am Trainieren. Ihre Pulswerte sagt die 41-Jährige schon fast im Schlaf auf. Zuletzt entdeckten die Kollegen auch „Figur-Fit“-Tee auf ihrem Schreibtisch.

Dass Claudia zum Fitness-Check durfte, hatte Helmut Aigner in der Zeitung gelesen. „Der Leistungstest hat mich gereizt“, sagt Aigner. Prompt gewann er bei unserem Gewinnspiel selbst eine Untersuchung bei der Firma Medius, die die Atemgasanalyse bei Sport Scheck anbietet.

Vielleicht hat Claudia demnächst noch ein wenig mehr Ansporn. Denn mit Helmut Aigner hat sie jetzt einen Trainingspartner an ihrer Seite, der trotz seiner 75 Jahre ziemlich sportlich ist. „Er ist wirklich fit“, erkannte Sportwissenschaftler Sebastian Ranft sofort, als Aigner unverwüstlich über das Laufband trabte und Ranft mehrmals das Tempo für den Senior steigern musste.

So ganz verwundert das aber nicht. Helmut Aigner ist passionierter Radler. Etwa 4000 Kilometer fährt er pro Saison mit dem Rennrad durch die Gegend. „Im Schnitt Tempo 25“, meint er.

Hinzu kommt: Der Ruheständler war früher 35 Jahre lang bei der Münchner Berufsfeuerwehr. Auch das setzt eine gewisse Fitness voraus. Freilich: Von nix kommt nix. „Man muss schon was machen dafür“, sagt Aigner.

Deshalb will er jetzt für den Stadtlauf trainieren. Dort hat er sich die 10-Kilometer-Strecke vorgenommen. Er hofft nur, dass das Knie hält. Von Herz und Kreislauf her sei es überhaupt kein Problem, meint Sportwissenschaftler Ranft. „Er hätte ein noch höheres Tempo als acht Stundenkilometer auf dem Laufband geschafft.“ Dumm nur, dass hinter Aigner schon der nächste Sportler auf den Test wartete.

mk

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