News-Ticker: Gesuchter Imam bei Explosion in Alcanar getötet

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Frauen verletzen sich auffällig häufig am Knie, Männer an Rumpf und Schulter.

Schussfahrt ins Spital

Es war ein außergewöhnlicher langer Winter, vor allem in den ­deutschen Mittel­gebirgen. Schon Ende November 2010 stürmten Skifahrer sowie Snowboarder die Pisten, und der Schnee hielt sich bis ins Frühjahr.

Angesichts dieses Auftriebs hätte man eigentlich einen Anstieg der Unfallzahlen erwarten müssen. Aber es kam ganz ­anders: Das Verletzungsrisiko auf den Pisten war so niedrig wie nie zuvor!

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Das hat die Statistik der Auswertungsstelle für Skiunfälle (ASU) ergeben, die gestern beim Deutschen Skiverband in Planegg vorgestellt wurde. Die ASU rechnet jährlich die ihr gemeldeten Unfälle auf die rund 4,2 Millionen deutschen Skifahrer und Snowboarder hoch. Das aktuelle Ergebnis: Im Vergleich zum Vorwinter 2009/2010 sank die Zahl der Verletzen um fast 15.000 auf rund 41.500. Davon mussten sich nur 6.400 Wintersportler stationär in einem Spital behandeln lassen – ein Rückgang im Vergleich zum Vorwinter um 25 Prozent!

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Skifahren wird also sicherer. Diesen Trend unterstreichen die relativen Zahlen der Verletzungen pro 1.000 Skifahrer. Demnach lag das Verletzungsrisiko im vergangenen Winter nur noch bei knapp über vier Prozent. Im Winter 1979/1980, als die Statistik erstmals erhoben wurde, waren es noch zehn Prozent. Anders gesagt: „Das Risiko, sich beim Skifahren zu verletzen, ist innerhalb von 30 Jahren um fast 60 Prozent gesunken“, verkündete David Schulz von der ASU.

Empfindlichster Punkt ist das Knie

Als Ursachen für diesen erfreulichen Trend nennen die ­Experten bessere Schutzausrüstung (Helm, Protektoren), bessere Pistenpräparation und -absicherung sowie ein „verändertes Risiko­bewusstsein der Skisportler“, was sich vor allem in der gestiegenen Helmmoral ausdrücke. Nur etwa ein Viertel der erwachsenen Pistensportler ist heute noch oben ohne unterwegs. Bei Kindern und Jugendlichen beträgt die Helmquote annähernd 100 Prozent.

Folglich ist das Risiko einer Kopfverletzung auf unter 1 je 1.000 Skifahrer gesunken. Empfindlichster Punkt ist das Knie, vor allem bei Frauen. „Neben Gründen der weiblichen Anatomie ist dafür vor allem eine schlechte Vorbereitung verantwortlich“, erklärt David Schulz. „60 Prozent der Knieverletzungen ließen sich durch Skigymnastik vermeiden.“ Die Achillessehne der Herren bleiben Rumpf und Schulter – laut Schulz eine Folge des „rasanteren Fahrstils“.

I. Wilhelm

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