Auto rast offenbar in Bushaltestellen in Marseille

Auto rast offenbar in Bushaltestellen in Marseille
+
Die Kampenwand bietet viele Abfahrtsmöglichkeiten aller Schwierigkeitsgrade.

Singletrails - Spotguide

Die Kampenwand-Tour

Die Kampenwand, fast so bekannt wie die Voralpen-Promis Wendelstein und Wallberg, ist von München aus über die Autobahn A 8 relativ schnell zu erreichen. Sie bietet viele Abfahrtsmöglichkeiten aller Schwierigkeitsgrade. Wir stellen zwei vor. Für beide Touren gilt die gleiche Auffahrt.

Zunächst verlassen wir mit dem Auto an der Ausfahrt Frasdorf/Aschau oder Bernau/Richtung Aschau die A 8. Dann geht’s durch Niederaschau hindurch in Richtung Hohenaschau beziehungsweise der Kampenwandbahn. Bei einem großen Laubbaum mit einer Sitzbank biegen wir auf die Aufhamer Straße ab. Kurz nach einem Kfz-Geschäft erreichen wir einen Wanderer-Parkplatz. Hier lassen wir unseren Wagen stehen.

Die Kampenwand ist von München aus über die Autobahn A 8 relativ schnell zu erreichen.

Die Auffahrt per Bike gestaltet sich relativ einfach über die Haupt-Forststraße. Sie ist zu einem großen Teil sogar geteert, allerdings mit ein paar recht steilen Rampen gespickt – zum Beispiel am Gori-Loch bei der gleichnamigen Alm. Und 900 Höhenmeter sind auch nicht ohne. Wer sich die Plagerei sparen möchte, kann eine der putzigen bunten Gondeln nutzen. Für ein Beförderungsentgelt von zwölf Euro plus fünf Euro fürs Bike (gute Basaristen sollten handeln!) shuttelt einen die nostalgische Kampenwandbahn bis knapp unter die Felsgipfel der Kampen- und Scheibenwand. Weiter nach oben schafft's nur, wer Kletterambitionen mitbringt. Wer sich für die Auffahrt per Muskelkraft entscheidet, radelt vom Parkplatz bergauf in Richtung Maisalm rund um den Haindorfer Berg. Kurz nach der Almhütte geht’s an der Wegkreuzung in Richtung Lenis Liftstüberl. An der Gori und Schlechtenberg Alm vorbei fahren wir bis kurz vor die Steinling Alm. Dort nehmen wir den Weg in Richtung Bergstation der Kampenwandbahn. Achtung: An Wochenenden sind auf diesem Höhenweg viele Ausflügler unterwegs. Viele trippeln mit leichtem Schuhwerk von der nahen Bergstation herüber. Da wäre Schieben angesagt. Deshalb unser Tipp: Die Bahn fährt normalerweise zwischen 9 und 16.30 Uhr. Wer also davor oder danach aufbricht, wird ohne Teleskopstock-Attacke das Ziel, die Bergstation, erreichen. Dort kann man zwischen zwei wesentlich einsameren Abfahrtsmöglichkeiten wählen.

Eine Tour beinhaltet wunderschöne Ausblicke auf den Chiemsee und die Kampenwand sowie von der Sonnenalm auf die Zentralalpen.

Zunächst die leichtere und schnellere: Direkt beim Lift cruisen wir bergab in Richtung Möslarnalm und an dieser vorbei. Zunächst ist der Trail eben, dann wird es steiler und ruppiger. Zwischen der Gori Alm und der Bergstation eines Sessellifts geht es auf einem Grat entlang. Beim Schild der schwarzen Skiabfahrt folgen wir einem steilen Wiesentrail und stoßen kurz auf die Forststraße, die wir von der Auffahrt kennen, bleiben aber auf dem Pfad. Der führt nun steil bergab (Skipiste). Kurz nach der Talstation des Sessellifts entscheiden wir uns für die Abzweigung nach links in den Wald. Der Weg stößt auf eine Kreuzung mit einer Bank. Wir nehmen den Karrenweg nach rechts und erreichen erneut die Skipiste. Hier fahren wir entweder zur Talstation oder weiter geradeaus, um zum Auto zurückzugelangen. Wer zum Parkplatz möchte, folgt dem Wegweiser Aschau/Schlechtenberg. Dort wo die Asphaltstraße beginnt, geht es weiter nach Hub/Ortsmitte und weiter nach Aschau/Ortsmitte. An der Kreuzung in Schlechtenberg biken wir rechts bergauf. Auf einer Wiese zweigt ein Trail nach links ab in Richtung Kohlstatt. Beim Erreichen der Asphaltstraße radeln wir rechts bergauf. Beim Weiler mit der Nummer Schlechtenberg 7a fahren wir links und an der Kreuzung (Wildgehege) Richtung Maisalm schlagen wir den Weg zurück zum Parkplatz ein.

Kaiserschmarrn und Schnitzel mit Kartoffelsalat gibt’s beim Pauli auf der Gori-Alm.

Die zweite Variante ist etwas mühsamer, entschädigt jedoch mit wunderschönen Ausblicken bis zum Kaisergebirge in einer verhältnismäßig einsamen Bergregion: Hierzu nehmen wir an der Bergstation der Kampenwandbahn den kurzen Trail bergab in Richtung Dalsenalm/Hofbauernalm. An der Gabelung fahren wir Richtung Hofbauernalm. Für etwa zehn Minuten steigen wir ab, schieben oder tragen das Bike. Danach rollen wir bergab bis zur Hofbauernalm. Es folgt ein kurzes Stück die Forststraße hinunter. Dann heißt's Obacht geben: In einer Kehre fahren wir nämlich geradeaus auf den Trail Nr. 57, vorbei an einer Jagdhütte. An der folgenden Kreuzung halten wir uns Richtung Hainbach/Aschau. An der nächsten Gabelung lassen wir uns nach rechts bergab treiben. Nach dem Ort Hainbach überqueren wir die Bundesstraße und biken weiter zum Trail, folgen dabei immer der Beschilderung „Grenzenlos Wanderweg“.

Im Ort Bach, kurz vor Aschau, wählen wir den Weg nach rechts über eine Bachbrücke, dann geht’s gleich wieder links auf den „Fußweg nach Aschau“. Bei der Gabelung fahren wir nach rechts weg in Richtung Hohenaschau/Burghotel. In Hohenaschau radeln wir zur Hauptstraße, dort zuerst rechts, dann gleich wieder links zur Talstation der Kampenwandbahn. Oder wir kurbeln gemütlich auf dem Radweg neben der Bundesstraße bis Niederaschau, weiter zur Aufhamer Straße und schließlich zurück zum Parkplatz.

Alle Infos zur Kampenwand im Überblick

  • Anfahrt: Autobahn A8 München - Salzburg, Ausfahrt: Frasdorf/Aschau oder Bernau. In Niederaschau von der Hauptstraße (Kampenwandstraße) bei einem Inselbaum nach links abbiegen auf die Aufhamerstraße. Weiter in einer S-Kurve immer bergauf. Nach etwa einem Kilometer erreicht man einen Wanderer-Parkplatz. Dort kann man das Auto abstellen.
  • Kategorie Trail: Enduro-Trail
  • Schwierigkeit: **** (Sternebewertung: ein Stern = sehr leicht, 6 Sterne = extrem schwer)
  • Kondition: ***
  • Landschaft: ***** (wunderschöne Ausblicke auf den Chiemsee und die Kampenwand sowie von der Sonnenalm auf die Zentralalpen; abwechslungsreiche Trails).
  • Details: Der Trail oberhalb der Gori-Alm ist recht steil und verblockt. Später im Wald, kurz nachdem man die Skipiste verlässt, wird es nochmals etwas anspruchsvoller, aber immer flowig. Tragepassagen sind nicht zwingend dabei.
  • Jausen: Kaiserschmarrn und Schnitzel mit Kartoffelsalat gibt’s beim Pauli auf der Gori-Alm - unbedingt probieren!
  • Tipp: Biker-Stammtisch jeden Donnerstag auf der Gori-Alm, da wird's griabig, bei Grillwürstel und Radler.
  • Exposition: Westausrichtung, somit auch im Hochsommer angenehm zum Hochradeln.

Franz Faltermaier

Auch interessant

Kommentare