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Skifahren wird teurer - Energiekosten treiben Liftpreise

Skifahren wird teurer - Energiekosten treiben Liftpreise

Skifahrer und Snowboarder müssen in dieser Saison etwas tiefer in die Tasche greifen. Nach Angaben des Verbands Deutscher Seilbahnen sind die Liftpreise um zwei bis drei Prozent gestiegen.

Grund dafür seien die höheren Preise für Strom und Diesel. „Beim Betreiben der Seilbahnen, Pistenraupen und Beschneiungsanlagen macht sich die Kostensteigerung deutlich bemerkbar. Die Erhöhung der Liftpreise deckt diese noch lange nicht ab“, sagte Geschäftsführerin Birgit Priesnitz in München. Etwa einen Euro mehr verlangen die großen Skigebiete für eine Tageskarte für Erwachsene. Die Preissteigerung entspricht damit in etwa der normalen Teuerungsrate.

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Für die Wintersportler ist nach Ansicht von Priesnitz aber nicht der Preis für die Liftkarten, sondern das Angebot in den Skigebieten das entscheidende Kriterium. Moderne Anlagen, Zusatzangebote wie Funparks und Kinderland aber vor allem Schneesicherheit und gut präparierte Pisten seien gefragt. „Die Gäste brauchen Planungssicherheit. Ein Gebiet, das auf Wintersport setzt, muss deshalb heute eine Beschneiung anbieten.“ Energie sei daher ein großes Thema in der Seilbahnbranche.

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Nicht nur höhere Energiepreise, sondern auch steigende Personalkosten machen den großen Skigebieten in Bayern zu schaffen. „Diese Kosten müssen wir umlegen, daher passen wir die Preise leicht an“, sagte etwa Matthias Stauch, Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn. Im Skigebiet auf Deutschlands höchstem Berg (2962 Meter) wurde die Tageskarte in dieser Saison um einen Euro auf 39 Euro erhöht. Auch die Tageskarte der Alpenbahnen Spitzingsee ist mit 31 Euro einen Euro teurer als noch im Vorjahr.

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In den Wintersportzentren in Oberstdorf werden in diesem Winter erstmals niedrigere Preise während der Vor- und Nachsaison angeboten. Im grenzübergreifenden Gebiet Fellhorn/Kanzelwand kostet die Tageskarte in der Hauptsaison 39,50 Euro - und damit einen Euro mehr als im Vorjahr. „Beschneiung ist eine kostenintensive Angelegenheit. Aber der Kunde erwartet perfekte Pisten“, sagte Augustin Kröll, Geschäftsführer der Oberstdorfer Bergbahnen. An den Grasgehrenliften im Oberallgäu wurden die Tagespässe um 50 Cent auf 23,50 Euro erhöht. Bei den Mehrtagespässen stiegen die Preise dafür um bis zu vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Die Rahmenbedingungen für Liftbetreiber werden schwieriger“, klagt Geschäftsführer Berni Huber über den späten Wintereinbruch. „Das Zeitfenster, in dem wir die Pisten herrichten müssen, wird immer kürzer.“

Auch im Bayerischen Wald kämpfen die Bahnbetreiber mit gestiegenen Energiekosten. Dennoch wurden an der Arber-Bergbahn die Liftpreise nicht erhöht, wie Geschäftsführer Thomas Liebl sagte. „Wir wollen ein Zeichen setzen, indem wir die Kostensteigerung nicht auf unsere Gäste übertragen. Aber natürlich beobachten wir die Energiesituation.“

dpa

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