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Skiunfälle: Das Risiko fährt immer mit.

Unfallstatistik

Skifahren: Hohes Risiko Schulter und Knie

Planegg - Die gute Nachricht: Immer weniger Wintersportler verletzen sich bei Skiunfällen. Doch trotz Pistenregeln kommte es immer häufiger zu Kollisionen.

Dass Männer auf den Skipisten meist etwas forscher unterwegs sind, ist oft zu beobachten. Doch diese Binsenweisheit kann auch durch eine Unfallstatistik unterfüttert werden. Während die Herren der Schöpfung sich nämlich viel mehr Schulterbrüche zuziehen, liegen die Frauen bei den Knieverletzungen vorn.

Zum Beginn der Skisaison präsentierten der Deutsche Skiverband (DSV) und der Verein DSV aktiv gestern in Planegg (Kreis München) die jüngsten Zahlen über die Unfälle und Verletzungen im alpinen Skisport. Demnach gehen die Verletzungen der Wintersportler immer weiter zurück und die stationären Behandlungen sinken. Weniger als einer von 1000 Skifahrern musste sich in der vergangenen Saison im Krankenhaus behandeln lassen, berichtete David Schulz von der Arag Allgemeinen Versicherungs-AG. Das entspricht etwa der Zahl von 4000 Skisportlern. „Wir verzeichnen einen deutlich absteigenden Trend bei den Verletzungen. Es sind 59 Prozent weniger als vor 30 Jahren.“

Die meisten Blessuren traf die Knie. Dort verletzten sich vor allem die Frauen, insgesamt 42 Prozent und nur 30 Prozent bei den Männern. Die Männer hingegen – und das führten die Fachleute auf die forsche Fahrweise zurück – zogen sich häufiger Frakturen an den Schultern zu: Die Statistik nennt fast 22 Prozent, bei den Frauen waren es nur 13.

Seltener verletzten sich Skifahrer an Ellenbogen und Unterarmen (1,4 Prozent), die Verletzungen am Kopf lagen bei knapp neun Prozent. Jeder siebte Unfall auf der Skipiste hängt mit einer Kollision zusammen. Waren früher fast elf Prozent der Unfälle auf diese Ursache zurückzuführen, stieg die Zahl in der vergangenen Saison auf 14 Prozent.

Tipps für den sicheren Skitag auf der Piste

Tipps für den sicheren Skitag auf der Piste

Damit die Zahlen niedrig bleiben, appellierte Andreas König, Sicherheitsexperte vom DSV, an die Wintersportler, sich besser vorzubereiten. „Skifahren ist ein Ganzjahressport. Wenn sich die Sportler fit halten, gibt es weniger Unfälle.“ Nachmittags passierten deutlich mehr Unfälle, weil die Sportler nicht mehr so konzentriert seien. Wer fit sei, könne länger durchhalten.

Patricia Kämpf

Die Lawinen-App

Den aktuellen Lawinenlagebericht können Wintersportler ab heute direkt aufs Smartphone laden. Das teilt das Bayerische Landesamt für Umwelt in Augsburg mit. Die Daten für die Lawinen- App stellt die Lawinenzentrale in München bereit, die ihre Informationen von speziell ausgebildeten Beobachtern erhält. Die App gibt die verschiedenen Gefahrenstufen an die Skifahrer weiter. Sie kann auf der Internetseite www.lawinenwarndienst- bayern.de/mobile/ heruntergeladen werden.

pak

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