Terrorverdacht bei Messerattacke in Finnland - Zwei Tote und sechs Verletzte

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Wiese mit Aussicht: Oberhalb der Ascherjochalm blickt man an klaren Tagen bis weit in die Zentralalpen hinein.

Kuppe für Genießer

Sonnige Spätherbsttour bei Bayrischzell

Semmelkopf – wer hier ein „Sponsoring“ der Bäckerinnung vermutet, liegt falsch! Viel wahrscheinlicher ist es, dass der unscheinbare Gipfel im Schatten des viel begangenen Trainsjoch seinen Namen...

...aufgrund seiner Form erhalten hat. Der Semmelkopf zeigt sich als fast plateau-artige Kuppe über dem Trockenbachtal. Als Wandergipfel ist der Semmelkopf relativ wenig bekannt. Während der kreuzlose Gipfel im Winter bei Skitourengehern als Abfahrtsvariante bei der Trainsjoch-Tour geschätzt wird, ist es hier während der Wandersaison ruhig. Was wiederum nicht heißt, dass man auf eine gemütliche Einkehr verzichten muss: Die einfache Rundtour über den Semmelkopf führt am Ende auf die Route zum Trainsjoch und da wartet die Mariandlalm mit ihrem berühmten Kaiserschmarrn! Los geht’s gleich hinter dem Ursprungpass, also bereits auf Tiroler Gebiet. Die erste halbe Stunde benutzt man noch die Forststraße, die auch die Trainsjoch-Aspiranten benutzen. Erst später, bei der Überschreitung des Ascherjoches wird’s einsam. Ascherjoch? Damit keine Verwirrung aufkommt – das ist der zweite gängige Name unseres Gipfels, eine Bezeichnung, die ebenfalls in vielen Karten erwähnt wird.

Weil der Weg keine Rennstrecke ist, stört es auch nicht, dass es zunächst über die breite Forststraße bis zur Ascherjochalm geht. Dann wird es teilweise sogar weglos, nur noch Pfadspuren sind zu erkennen, doch aufgrund der Markierungen ist die Orientierung einfach. Zudem gibt der Kammrücken die Richtung vor, so dass hier eigentlich keine Zweifel aufkommen können.

Bei der idyllisch gelegenen Ascherjochalm hat man das erste Mal dieses berühmte bergsteigerische Aha-Erlebnis: Bei der Hütte eröffnet sich bereits ein großartiger Ausblick, der bei herbstlich klarer Sicht über die Kitzbüheler Alpen weit in den Alpenhauptkamm hinein reicht. Die Überschreitung des Kammrückens bietet dann einen Wechsel aus Waldstreifen und geheimnisvollen Lichtungen, ehe man die ausladende Gipfelkuppe des Semmelkopfes erreicht. Hier wartet ein Bankerl, um das Panorama entspannt zu genießen. Besonders der Blick zum Kaisergebirge begeistert. Doch auch wenn der Gipfel ein hervorragender Rast- und Brotzeitplatz ist, sollte man sich den Appetit aufsparen. In einer knappen Stunde wandert man auf der Trainsjoch-Route hinunter zur Mariandlalm und da gibt es neben riesigen Kaspressknödel-Suppen-Portionen auch einen zu Recht legendären Kaiserschmarrn. Genau genommen gibt es sogar derer zwei: einen für Kinder und einen für Erwachsene – einen mit und einen ohne Rum! Auf’s Beste gestärkt, nimmt man die letzte Etappe der Rundtour in Angriff. Durch schönes Almgelände und am Ende auf der vom Aufstieg her bekannten Forststraße wandert man bequem zurück zum Ausgangspunkt.

Bernhard Ziegler

SEMMELKOPF (1558 METER)

ANFAHRT – A 8 München – Salzburg, Ausfahrt Weyarn. Über Miesbach und Schliersee nach Bayrischzell. Dort auf der St. 2075 in Richtung Kufstein/Thiersee zum Ursprungpass (Grenze). Nach ca. 800 Metern parkt man bei der Einmündung des Trockenbachtales (links der Straße/Wegweiser). Ausgangspunkt: Wanderparkplatz Ursprung (830 m), Beschilderung „Trainsjoch / Trockenbachalm“

TOUR – Aufstieg: Auf der Forststraße Richtung Trainsjoch/ Mariandlalm. Nach etwa 15 Minuten beschilderter Abzweig zum Trainsjoch, den man links liegen lässt. Man bleibt auf der Forststraße zur Trockenbachalm. Es geht über eine Brücke, dann macht die Straße eine Rechtskehre. Etwa 100 Meter nach der Kehre (Ww.) ginge es links zur Trockenbachalm; zum Semmelkopf behält man jedoch die südwestliche Richtung bei und wandert auf dem beschilderten Forstweg zur Ascherjochalm (1376 m) hinauf. Hier folgt man dem Ww. links Richtung Trainsjoch/Trainsalm. Nur wenige Meter geht es weglos über den Wiesenrücken empor, dann findet man einen deutlichen Pfad und Markierungen. Weiter auf dem Rücken auf markiertem Pfad nach Nordosten bis zum breiten Gipfelplateau des Semmelkopfes. Abstieg: Vom Semmelkopf geht es weglos, jedoch entlang von guten Markierungen nach Nordnordosten hinunter zum Sattel unterhalb vom Trainsjoch. Am Sattel mit Ww. angekommen, hält man sich links. Steig zur Mariandlalm. Kurz davor beschilderte Verzweigung; links geht es direkt hinunter zum Ausgangspunkt; geradeaus (Nesseltal) geht’s zur Mariandlalm, wo man einkehren und später den beschilderten Wegen hinunter nach Ursprung folgen kann.

EINKEHR – Mariandlalm. Ganzjährig, Montag Ruhetag. Tel.: 0043 / 664 / 350 44 17; www.mariandlalm.at

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