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Mächtiges Kreuz, tolles Panorama: Vom Feilkopf-Gipfel aus blickt man über Pertisau zu Achensee, Bärenkopf (re.) und ins Rofangebirge (li.).

Zwei Gipfel auf einer Rundtour am Achensee

Rundtour am Achensee: Charmantes Doppel

Jetzt heißt’s die Wanderstiefel schnüren: Der Bergwinter war (zu) lang, doch nun erstrahlt alles in frischem Frühlings-Grün. Auf der Spritztour zum Gütenberg bei Pertisau am Achensee erwartet den Wanderer herrlicher Bergwald.

Doch nicht nur das: Die Gütenberg- Feilkopf-Rundtour führt den ambitionierteren Bergfex über zwei Gipfel. Und wer die Route richtig herum plant, kommt beim Abstieg auch noch an einem schönen Berggasthof vorbei. Darüber hinaus genießt man sagenhafte Ausblicke.

Doch nicht nur das: Die Gütenberg- Feilkopf-Rundtour führt den ambitionierteren Bergfex über zwei Gipfel. Und wer die Route richtig herum plant, kommt beim Abstieg auch noch an einem schönen Berggasthof vorbei. Darüber hinaus genießt man sagenhafte Ausblicke.

Bergwanderterrain. Und dennoch bleiben einem langweilige Forststraßen weitgehend erspart: Meist geht es über schmale, aber einfache Bergwege.

Wer den 1665 Meter hohen Gütenberg in die Runde mit einbaut, darf gar eine weglose Passage bewältigen. Am Gipfel grüßen die schroffen Karwendelgipfel und geradezu auffordernd wirkt der bewaldete Kegel des Feilkopf, als würde er einem zurufen, dass von seinem kreuzgeschmückten Haupt die Aussicht auf den Achensee noch viel schöner ist. Und in der Tat, so ist es auch!

Daher steigt man wiederum ein Stück weglos ab und erreicht über eine Senke und eine Almstraße ganz gemütlich den zweiten Gipfel des Tages. Der Feilkopf hat einem nicht zu viel versprochen. Die Sonne lässt den Achensee glitzern und dahinter erhebt sich das Rofan. Zwei Bänke zum Rasten am Gipfel unterstreichen die Gemütlichkeit dieser Bergwanderung.

Auch die nächste Etappe bietet einen Höhepunkt: der wunderbar gelegene Berggasthof Feilalm mit seiner großen Terrasse und seinem wunderbaren Blick auf den See lässt einem keine Wahl – schließlich hat man ja auch schon zwei Gipfelbesteigungen hinter sich gebracht.

Dann führt einen die Runde wieder in den Bergwald und erneut ist man verzaubert vom frischen Laub. Ebenso erfrischt fühlt sich da der Wanderer, selbst nach knapp vierstündiger Tour. Der Bergfrühling, er ist eben auch für den Menschen Wellness pur!

Von Bernhard Ziegler

GÜTENBERG / FEILKOPF (1562 M)

ANFAHRT – A 8 München – Salzburg, Ausfahrt Holzkirchen. Über Tegernsee, Achenpass und Achenkirch nach Maurach. Hier rechts nach Pertisau. Am Ortseingang Hinweistafel, vor der man links, Richtung Karwendeltäler abbiegt. An der Karwendelbahn vorbei zur Mautstelle und geradeaus ins Pletzachtal; den Abzweig ins Falzthurntal lässt man links liegen. 1,1 km nach der Mautstelle findet man links einen Wanderparkplatz mit Wegweiser zur Feilalm.

Auss.: Kompass 182, Isarwinkel. Lizenz: 17-0906-LVB.

TOUR – Aufstieg: Man folgt dem Ww. „Feilalm / Gütenbergalm“ in den Wald. Der kleine Weg quert die Ostflanke des Feilkopfes nach Süden. In ein paar Serpentinen geht es empor zu einem Forstweg (Rückweg). Ihm folgt man ca. 70 m nach rechts, dann findet man am steilen Hang das Schild zur Gütenbergalm. In einer Spitzkehre verlässt man die Straße und folgt dem Steig zur Alm. Auf undeutlichen Pfadspuren erreicht man einen Wirtschaftsweg, dem man nach links folgt. Auf der beschilderten Almstraße wandert man zur bald sichtbaren Gütenbergalm. Bei den Almhütten folgt man den Ww. „Gernalm / Eselsteig“ links hinauf Richtung Sattel. Noch bevor man diesen erreicht – kurz nach einer Wasserfassung – verlässt man den Pfad und steigt weglos rechts hinauf zum Rücken des Gütenberg. Über diesen zum höchsten Punkt ohne Kreuz.

Abstieg: Beim Abstieg kann man einfach dem Rücken des Gütenbergs bis zur Gütenbergalm folgen. Auf der Almstraße geht es zurück zum Schild, das den Weg zum Feilkopf zeigt. Auf dem Karrenweg flach zum Feilkopf mit Kreuz. Für den Abstieg zur Feilalm gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder auf dem Karrenweg zurück zum Ww. und über den Fahrweg zur Feilalm (länger, weniger steil). Oder man wählt den Direktabstieg: Dazu überschreitet man den Gipfel gen Osten und steigt weglos ein paar Meter steiler hinab, überquert den hier endenden Fahrweg und folgt dem Wiesenrücken abwärts. Dann trifft man auf den Fahrweg zur Feilalm, dem man folgt. Bei der Alm weiter auf Fahrweg nach rechts und zum beschilderten Abzweig zur Tunigenwiese. Man folgt dem Ww. und wandert auf dem Forstweg bis zur Anstiegsroute. Auf ihr zurück zum Ausgangspunkt.

TOURDATEN – 750 Hm auf der gesamten Runde (inkl. Gegenanstieg); Aufstieg: 2 Std. bis zum Gütenberg; Abstieg mit Überschreitung des Feilkopf: gut 1,5 Stunden.

EINKEHR – Feilalm (1372 m, privat), keine Übernachtung. Geöffnet Mai bis Ende Oktober; www.feilalm.at

KARTE – Kompass-Karte 182, Isarwinkel. GPS-Track unter www.tourentipp.de zum kostenlosen Download.

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