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Fünf fallen durch

Stiftung Warentest: So gut sind Elektro-Räder wirklich

Fahrräder mit Elektromotor liegen im Trend. In ihrem neuesten Heft hat die Stiftung Warentest 15 Pedelecs unter die Lupe genommen.

Die Stiftung Warentest hat 15 Elektrofahrräder zwischen 900 und 3300 Euro unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist durchwachsen: Zwar sind sieben Räder "gut", fünf fallen allerdings durch.

Der Dauertest

Die Warentester haben die Räder einem harten Programm unterzogen: 20 000 Kilometer Dauertest und Fahrsimulationen auf einer Reihe mit Holperleisten. Die gravierendsten Schwächen: Bei Fischer brach die Sattelstütze, bei Aldi und Kettler die Sattelklemmung. Die E-Bikes von Aldi, Pegasus und Stevens erreichten nicht die erforderliche Bremswirkung für ihr zulässiges Gesamtgewicht. Und bei Fischer brach beidseitig die vordere Haltung der Gepäckträger –diese Mängel führten zu den jeweiligen Bewertungen mit „mangelhaft“.

Der Preis

Das teuerste Elektrorad ist gleichzeitig auch Testsieger: Das Flyer B8.1 kostet stolze 3300 Euro. Preisbrecher ist das Riverside City Nexus von Decathlon – 1800 Euro und trotzdem „gut“. Nicht außer Acht lassen sollten Sie die Kosten für Ersatzakkus – mit der Zeit können die Batterien spürbar an Leistung einbüßen.

Die Reichweite

Die Reichweite ist unterschiedlich, im Test lag sie zwischen40und100 Kilometern. Allerdings hatten die Tester viele Steigungen und eine hohe Motorleistung vorgesehen – im flachen Terrain kommen die Räder weiter. Ein Ladung für 100 Kilometer kostet übrigens 17,5 Cent. Lagern Sie die Akkus am besten in der Wohnung, dann halten sie länger

Das Gewicht

Achten Sie auf das zulässige Gesamtgewicht. Sonst ist bei längeren Touren kein Platz mehr fürs Picknick.

E-Bikes: Das sind die Test-Sieger

Unter den sieben guten Rädern findet sich auch der Testsieger "Flyer B8.1" - das teuerste Rad. Den zweiten Platz erreicht das "Victoria e-Manufaktur 7.9" für 2700 Euro. Auf dem dritten Platz mit der Note "gut" liegt das "Decathlon/Riverside City Nexus" - der Preis-Leistungssieger mit einem mittleren Preis von 1800 Euro. Davon abgesehen kosten alle mit "gut" getesteten Räder über 2000 Euro.

Knapp die Hälfte mit "gut" bewertet

Bei den schlechtesten Rädern monieren die Tester vor allem schwache Bremsen und abbrechende Teile wie etwa die Sattelstütze. Drei Modelle bekommen ein "Befriedigend". Die meisten Hersteller bieten verschiedene Akkugrößen an. 

Im Zweifel raten die Tester dazu, den Akku nicht zu klein zu nehmen. Denn die Reichweite kann nach etwa 500 Ladungen um mehr als 25 Prozent sinken. Die Ladezeiten der Testräder liegen zwischen 3 bis 5,3 Stunden.

So schneiden die E-Bikes im Test ab

Fahhrad

Preis

Ersatzakku

test-Note

Flyer B8.1

3300 Euro

850 Euro

Gut (1,7)

Victoria e-Manufaktur 7.9

2700 Euro

750 Euro

Gut (2,0)

Decathlon/Riverside City Nexus

1800 Euro

670 Euro

Gut (2,2)

Raleigh Dover Impulse 8 HS

2400 Euro

600 Euro

Gut (2,2)

Kalkhoff Agattu Impulse 8 HS

2600 Euro

800 Euro

Gut (2,5)

KreidlerVitality Eco 3 FL

2350 Euro

650 Euro

Gut (2,5)

KTM Amparo 8M

2600 Euro

1170 Euro

Gut (2,5)

Sinus BC50f

2600 Euro

670 Euro

Befriedigend (2,7)

Hercules Urbanico E F8

2400 Euro

670 Euro

Befriedigend (2,8)

Diamant Achat Deluxe+

2400 Euro

700 Euro

Befriedigend (2,9)

Pegasus Premio E8 F

2400 Euro

670 Euro

Mangelhaft (4,7)

Stevens E-Courier Forma

2700 Euro

700 Euro

Mangelhaft (4,8)

Aldi (Nord) / HansaAlu-City-Elektrorad A

900 Euro

300 Euro

Mangelhaft (5,0)

FischerAlu-Elektro-Citybike ECU 1603

1200 Euro*

350 Euro

Mangelhaft (5,0)

Kettler Traveller ETour FL

2550 Euro

670 Euro

Mangelhaft (5,0)

*Aktionsangebot im März 2016, Quelle: test 7/2016

dpa/tz

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