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Rund 4000 Läufer waren beim Tegernseelauf am Start.

Tegernseelauf: Im Ziel wartet das Glück

Tegensee - Auf der Ziellinie ließen die Teilnehmer des Tegernseelaufs unter dem Applaus der Zuschauer ihren Emotionen freien Lauf. Laute Jubelschreie wechselten sich ab mit innigen Umarmungen, Siegerküssen und Freudentränen.

„Genau das ist ja das Schöne an so einem Breitensport-Wettkampf“, sagte Veranstalter Peter Targatsch über die elfte Auflage des Tegernseelaufs, die gestern bei optimalem Laufwetter in Gmund startete.

Doch vor der Zielfeier mussten die rund 4000 Läufer erstmal die 21 beziehungsweise zehn Kilometer hinter sich bringen. Bei der Startaufstellung am Gmunder Bahnhof reihte sich die Schlange auf der Münchner Straße bis über den Bahnübergang Richtung Kaltenbrunn. Als gegen 10.30 Uhr der Startschuss fiel, schob sich der Läuferstrom über den Stachus in Richtung Tegernsee. Damit die Teilnehmer auch motiviert bleiben, hat sich Targatsch ein besonderes Rahmenprogramm auf dem Weg einfallen lassen. „In Tegernsee spielt die Blaskapelle, in Bad Wiessee haben wir einen DJ engagiert.“

Bilder vom Tegernseelauf

4000 Läufer unterwegs beim Tegernseelauf

Auf der Halbmarathon-Strecke rund um den See, konnte Christoph Kuhn vom SSV Ulm die Konkurrenz hinter sich lassen. Darunter auch Vorjahressieger Martin Schönberger aus Rottach-Egern, der mit einer halben Minute Rückstand auf Rang zwei lief. „Es ist keine schnelle Strecke“, erklärte Schönberger. Zwei Anstiege am Leeberg in Tegernsee sowie zwischen Bad Wiessee und Gmund mussten die Läufer auf der langen Runde um den Tegernsee bewältigen. Schnellste Frau auf der Halbmarathon-Runde wurde in 1:25:54,1 Mary Oleary, der auch schon 2011 und 2010 der Sieg nicht zu nehmen war.

Unter den Teilnehmern war auch Lena Schöneborn, Olympiasiegerin im modernen Fünfkampf von 2008, die über zehn Kilometer an den Start ging und in 39 Minuten und 34 Sekunden auch gleich auf Platz drei lief. Die Berlinerin outete sich als Fan des Tegernseelaufs: „Die Landschaft ist so schön hier und es stehen so viele nette Leute an der Strecke, die mich angefeuert haben.“ Die 26-Jährige hatte sich eigentlich eine Zeit um 45 Minuten vorgenommen. „Dann hab ich gesehen, dass ich viel schneller war. Wie cool ist das denn?“

Für Tatort-Kommissarin Maria Furtwängler war es ebenfalls eine Premiere über zehn Kilometer. „Es war viel anstrengender als ich dachte. Es war grausam aber schön.“ Ihre Tochter Elisabeth lief zusammen mit Kai Pflaume die 21 Kilometer. Vier Kilometer vor dem Ziel konnte der Moderator ihr Tempo jedoch nicht mehr mitgehen. Verleger Hubert Burda, der seine Tochter im Zielraum in Empfang nahm, freute sich besonders über die Emotionen der Läufer: „Die Freude, die so ein Lauf vermittelt, ist schon großartig.“

Landrat Jakob Kreidl wuchs über sich selbst hinaus. Eigentlich wollte er nur die zehn Kilometer laufen, am Ende wurden es 21. „Am Anfang macht es noch Spaß. Als wir dann am Leeberg waren, wurde mir klar, wie weit es eigentlich noch ist.“ Mit seiner Zeit von 2:00:03,7 zeigte sich Kreidl höchstzufrieden. „Ich freu mich, dass ich das als Jung-Sechziger noch geschafft habe.“

Auch seine Kollegen aus den Rathäusern im Tegernseer Tal zogen die Laufschuhe an: Georg von Preysing (Gmund), Peter Janssen (Tegernsee), Franz Hafner (Rottach-Egern) und sein Vize Hermann Ulbricht, Josef Bierschneider (Kreuth) sowie Peter Höß (Bad Wiesee) nahmen wie im vergangenen Jahr die lange Runde als Bürgermeister-Staffel in Angriff. Dabei erging es ihnen wie allen anderen Teilnehmern. Im Ziel waren sie verschwitzt und außer Atem – dafür aber glücklich.

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