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Gerade im nassen Schnee wichtig: Ein ordentlich gewachster Belag der Ski.

Skipflege, Bekleidung, Fitness

Tipps zum Frühjahrsskifahren

Milde Temperaturen und Gleiten auf butterweichem Firn: Wer kennt sie nicht, die angenehmen Skitage im Frühjahr. Doch wer bei intensiver Sonne auf den Pisten unterwegs ist, sollte einige Grundregeln beachten:

Wechselhafte Bedingungen

Im Frühjahr sind die Sonnenhänge morgens in der Regel noch hart gefroren. Durch die Sonne am Nachmittag schmilzt der Schnee, die Schneedecke wird stark durchfeuchtet. Aufgrund der kalten Temperaturen in der Nacht zieht der Schnee dann wieder an. Durch den stetigen Kreislauf von Tauen und Gefrieren entsteht eine sehr kompakte, glatte Piste. Die harte Schneedecke zeigt allerdings spätestens ab Mittag ein ganz anderes Gesicht: Der von der Sonne aufgetaute und von vielen Wintersportlern zusammengeschobene Sulzschnee macht die Abfahrten oft beschwerlich.

Tägliche Pflege der Ski

Dem Servicezustand der Ski kommt bei diesen Bedingungen eine besondere Bedeutung zu. Für die eisigen Verhältnisse am Vormittag sind gute Kanten Pflicht, eine tägliche Behandlung mit einem Schleifstein oder Schleifgummi ist dringend zu empfehlen.

Im nassen Schnee am Nachmittag erhöht zudem ein ordentlich gewachster Belag die Drehfreudigkeit der Ski deutlich. Weil der recht nasse Sulzschnee das Wachs aber schneller aus dem Belag "saugt" als anderer Schnee, ist hier das tägliche Nachwachsen sinnvoll.

Fit an den Start

Beim Frühjahrsskifahren trägt auch die körperliche Fitness entscheidend zum Skispaß bei. Gerade in den Frühjahrsmonaten sind Skifahrer auf den Pisten im besonderen Maße gefordert. Da der Schnee morgens sehr hart und glatt sein kann, müssen Wintersportler viel Kraft aufwenden, um die Schwünge richtig zu setzen. Konzentration ist gefordert. Nachmittags hingegen ist der Ski im sulzigen und sehr weichen Schnee schwer drehbar. Wintersportfreunde sollten auf diese Belastung vorbereitet sein. Mit Hilfe von Skigymnastik, Ausdauer- und Krafttraining können Skifahrer schnelle Ermüdungserscheinungen verhindern.

Beste Verhältnisse nutzen

Generell empfiehlt es sich eher, früh an den Bergbahnen zu sein und die noch harten Schneeverhältnisse zu nutzen. Sind die Hänge optimal präpariert, fährt es sich etwas leichter als im sulzigen Nachmittagsschnee. Aber auch die etwas weicheren Pisten treffen auf regen Zuspruch. Skifahrern, die lieber in der warmen Nachmittagssonne ihre Schwünge setzen, sei gerade im Frühjahr der Erwerb von Stundenkarten empfohlen. Sie sind preisgünstiger als Halbtages- oder Tageskarten und ermöglichen die freie Auswahl des Zeitpunkts für den Pistenspaß.

Richtig kleiden

Im Hochgebirge herrschen ständig wechselnde Wetterbedingungen. Mit funktioneller, wind- und wasserdichter Bekleidung ist man für alle Fälle gerüstet. Empfehlenswert ist das sogenannte „Zwiebelprinzip“. Mit mehreren Kleidungsschichten übereinander können Wintersportler bei schnell wechselnden Temperaturen und Wetterbedingungen flexibel reagieren. Handschuhe und Helm sind auch bei frühlingshaften Temperaturen obligatorisch.

Haut und Augen schützen

Berge sind dem Himmel näher. Auf 2500 Meter Höhe ist die Strahlungsintensität der Sonne um rund 33 Prozent stärker als auf 300 Meter über dem Meeresspiegel. Stets im Gepäck sein sollten deshalb wasserfeste Sonnencreme mit höchstem Schutzfaktor sowie ein Lippenpflegestift mit pflanzlichen Wachsen oder Ölen, die vor Austrocknen und Bläschenbildung schützen. Zur Grundausstattung gehört ebenso eine UV-Strahlen abweisende und bruchfeste Sonnen- oder Skibrille, die seitlich geschlossen ist, damit kein Licht einfallen kann.

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