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Bei der Laufbandanalyse zeichnet eine Videokamera das Bewegungsmuster der Füße auf.

Stadtlauf: Tipps für den Laufschuhkauf

München - Laufen ist in den vergangenen Jahren zum Breitensport geworden - wohl nicht zuletzt, weil dafür im Wesentlichen nur eins vonnöten ist: passende Laufschuhe. Doch beim Kauf sollten Freizeit- wie Profiläufer einiges beachten.

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Einfach ins Sportgeschäft gehen, Schuhe probieren - und die bequemsten kaufen? Von dieser Art des Laufschuhkaufs raten Experten dringend ab. Denn der falsche Schuh kann erhebliche gesundheitliche Probleme verursachen. Doch wie finde ich die perfekten Joggingschuhe für meine Bedürfnisse? Wie lange halten sie? Und was spricht für die Laufbandanalyse, die heute jedes Fachgeschäft anbietet? Der Weg zum richtigen Schuh in Stichpunkten:

Fachberatung

Gute Beratung ist das A und O. Die bekommt man in auf Laufsport spezialisierten Fachgeschäften, aber auch in großen Sportläden. „Am besten ist es, wenn der Verkäufer selbst läuft“, sagt der Sportwissenschaftler Volker Haußmann, der seit zehn Jahren die „lauf-bar“ in München-Schwabing führt - und nur Laufsportler beschäftigt. Auf keinen Fall, sagt Fachberater Sebastian Engelhardt von Sport Scheck, sollte man Laufschuhe beim Discounter oder Kaffeeröster kaufen. „Sie würden ja auch Ihren Kaffee nicht im Sportgeschäft kaufen.“

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Laufbandanalyse

Noch vor ein paar Jahren gab es nur vereinzelt Geschäfte, die mit einer Laufbandanalyse den passenden Schuh ermittelten. Heute ist die computerbasierte Videoanalyse beinahe Standard. „Das ist einfach ein super Hilfsmittel, weil man in Dynamik sehen kann, wie sich der Körper verhält“, sagt Haußmann. „Nach dem Laufband-Check weiß man viel darüber, was der Schuh können muss“, sagt Sport-Scheck-Mann Engelhardt. Auf den Videobildern können die Experten erkennen, ob der Läufer eine Fußfehlstellung hat, wie es um die Beinsymmetrie steht - also ob der Kunde etwa X- oder O-Beine hat - und ob eine sogenannte Über-Pronation vorliegt, bei der der Fußrand sehr stark nach innen einknickt. Letzteres Problem lässt sich etwa durch Schuhe abmildern, die innen eine starke Stützwirkung haben.

Die Alten mitbringen

Empfehlenswert ist es, die alten Laufschuhe zum Neukauf mitzunehmen. Anhand der Abnutzung können die Experten ihre Analyse perfektionieren. Wann es Zeit wird, Joggingschuhe zu entsorgen? „Sie halten im Schnitt 1000 Kilometer“, sagt Engelhardt. Wer etwa 20 Kilometer in der Woche läuft, braucht nach etwa einem Jahr neue Schuhe. Wer weniger läuft, den weist Haußmann darauf hin, dass das Schaumgummi-Material, aus dem die Sohlen sind, nach zwei bis drei Jahren spröde wird.

Bilder vom Stadtlauf 2010

Bilder vom Stadtlauf 2010

Der richtige Schuh

„Das Entscheidende ist, dass der jeweilige Fuß den richtigen Schuh bekommt“, sagen beide Fachleute unisono. Dazu müssen die Laufschuhberater noch wissen, auf welchem Untergrund und wie oft der Sportler läuft - auch die Breite des Fußes wird überprüft. Weil sich in den vergangenen Jahren bei der Schuhentwicklung viel getan hat, gibt es heute eine große Produktpalette, die für jeden den passenden Schuh bietet. Gute Geschäfte haben mindestens 80 bis 100 Modelle von diversen Herstellern auf Lager. „Nach der Laufbandanalyse bleiben davon aber maximal sechs bis sieben übrig“, betont Engelhardt. „Der Freizeitläufer, der einmal proWoche läuft, braucht einen Schuh, der dämpft und in dem er sich wohlfühlt“, sagt Engelhardt. Dem Marathonläufer dagegen müsse der Schuh eine möglichst gute Kraftübertragung bieten. Wichtig für alle ist, den Schuh zu testen, auf dem Laufband im Laden oder, wo das - wie bei der „lauf-bar“ - möglich ist, im Freien.

Damenmodelle

„Damenlaufschuhe sind heute nicht mehr die Herrenmodelle in anderen Farben“, sagt Sport-Scheck-Fachmann Engelhardt, der die Entwicklung bereits seit 13 Jahren beobachtet. Die Biomechanik der Schuhe sei heute den Besonderheiten von weiblichen Füßen angepasst - etwa der Tatsache, dass Frauen eine verkürzte Achillessehne haben.

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Die Kosten

Zunächst: „Der teuerste Schuh ist nicht der beste“, sagt Engelhardt. Ein vernünftiger Laufschuh aus der aktuellen Kollektion fange bei 100 Euro an - die Spanne reicht dann nach oben bis etwa 200 Euro. Auslaufmodelle sind günstiger zu haben.

Zeit einplanen

Gute Beratung braucht Zeit. „Man sollte mindestens eine halbe Stunde einplanen“, rät Haußmann. Wer an einem Lauf-Wettbewerb teilnimmt, sollte sich früh genug kümmern, wenn er neue Schuhe braucht. „Der Schuh sollte etwa 40 Kilometer eingelaufen werden“, sagt Engelhardt. „Ein guter Schuh sitzt von Anfang an“, betont Haußmann. „Aber um beim Lauf den Kopf frei zu haben, sollte man drei, vier Mal vorher mit den neuen Schuhen gelaufen sein.“

Caroline Wörmann

Verlosung

Auch am Freitag, 20. Mai, verlosen wir zehn Startplätze (Wert: 29 Euro) für den „Sport Scheck Stadtlauf“ am Sonntag, 26. Juni. Wer gewinnen will, ruft am Freitag, bis 23.59 Uhr an unter 0137/8 88 01 82 (legion, 50 Ct. aus dem dt. Festnetz). Kennwort: „Stadtlauf“. Näheres im Internet unter www.sportscheck.com/event.

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