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Wer gut vorbereitet ist, kann mit dem Wohnmobil einen Traumurlaub erleben. 

Tipps für den Einstieg

So klappt der Traumurlaub mit dem Wohnmobil

München - Der erste Urlaub mit dem Wohnmobil setzt eine gute Vorbereitung voraus: Was kostet die Miete, welcher Führerschein ist erforderlich, wo soll die Reise hingehen? Hier die wichtigsten Tipps.

Keine Angst vor großen Fahrzeugen: Wer seinen Urlaub völlig flexibel und individuell gestalten möchte, ist mit einer Reise im Wohnmobil gut beraten. Statt einer großen Investition in die Anschaffung eines eigenen Wohnmobils, können die Hotels auf Rädern auch in zahlreichen Urlaubsregionen vor Ort angemietet werden. Alexander Kastl, Geschäftsführer der Rental Alliance GmbH, zu der Europas größte Wohnmobilvermietung McRent zählt, beantwortet die wichtigsten Fragen für die Vorbereitung einer Wohnmobil-Reise und gibt hilfreiche Tipps für die Anmietung.

1. Was sind die Vorteile der Reise mit einem gemieteten Wohnmobil?

Wer Flexibilität und Unabhängigkeit auch im Urlaub nicht missen will, der trifft mit einem Miet-Wohnmobil genau die richtige Wahl. Auf Rundreisen lassen sich fernab der Touristenströme auch entlegene Winkel und Geheimtipps entdecken, jeder Tag kann so an einem anderen Ort verbracht werden. Falls das Wetter einmal nicht mitspielt, geht es mit dem Wohnmobil einfach dem Sonnenschein hinterher. Miet-Wohnmobile sind für fast alle Arten von Urlaub geeignet: Je nach Fahrzeugtyp können Städtereisen, Strandurlaub oder Aktivreisen unternommen werden – und das zu zweit, mit Freunden oder mit der ganzen Familie.

2. Wer kann ein Wohnmobil mieten bzw. damit fahren?

Hierbei spielen das Alter sowie der Führerschein eine Rolle. Der Mieter muss im Besitz eines gültigen Personalausweises bzw. Reisepasses sein. Das Mindestalter der Person, die das Wohnmobil mietet, muss 21 sein. Darüber hinaus ist zu beachten, dass das Mindestalter für manche Fahrzeugtypen bei 25 Jahren liegt. Der Mieter muss neben einem gültigen Ausweis auch einen gültigen Führerschein vorweisen können. Wer einen alten Führerschein der Klasse 3 hat, darf Reisemobile bis 7,5 Tonnen Gesamtgewicht fahren. Inhaber einer Fahrerlaubnis der Klasse B dürfen Wohnmobile bis 3,5 Tonnen bewegen.

3. Wie viel kostet die Wohnmobilmiete und gibt es eine Mindestmietdauer?

Die Mietpreise für Wohnmobile richten sich in der Regel nach Fahrzeuggröße und Reisezeit. McRent vermietet zum Beispiel einen VW California in der Sparsaison bereits ab 63 Euro pro Tag, ein mittelgroßes Alkoven-Reisemobil der Klasse Family Plus mit sechs Schlaf- und Sitzplätzen kommt in der Hauptsaison auf 140 Euro. Zusätzlich wird bei Übernahme des Wohnmobils grundsätzlich eine Kaution von 1.200 Euro fällig. Je nach Saisonzeit beträgt die Mindestmietdauer etwa bei McRent zwischen sieben und 14 Tagen.

4. Welche Reisemobile sind gut für eine Fähre geeignet?

Am besten eignen sich Reisemobile mit einer Länge von sechs Metern. Bei längeren Fahrzeugen verlangen viele Fährgesellschaften einen Aufschlag. Die McRent-Wohnmobile sind durch ihre Fahrradträger länger als sechs Meter. Diese lassen sich jedoch schnell und einfach von einem Stationsmitarbeiter abmontieren, wodurch die Fahrzeuge der Compact Standard-Klasse dann eine Länge unter sechs Metern haben. Kann ich auch als „Laie“ ein Wohnmobil mieten oder muss ich bereits Erfahrung im Umgang mit Wohnmobilen haben? Professionelle Reisemobilvermieter geben eine umfassende und intensive Einweisung in sämtliche Details des Fahrzeugs. Alles wird genauestens erklärt, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Daher sollte man für sämtliche Formalitäten und Einweisungen ca. eine Stunde Zeit einberechnen.

5. Wie sieht die Ausstattung eines Wohnmobils aus?

Unterwegs mit dem Wohnmobil.

Moderne Wohnmobile haben meist eine komplett ausgestattete Küche mit zwei oder mehr Kochstellen an Bord sowie einen Sanitärbereich mit Waschbecken, Dusche und Chemietoilette. Mit der Übergabe des Fahrzeugs erhalten Mieter in der Regel zwei Gasflaschen mit je elf Kilogramm, welche ohne weitere Berechnung leer zurückgebracht werden können. An vielen Tankstellen und den meisten Campingplätzen besteht die Möglichkeit, Gasflaschen wieder aufzufüllen. Bei Reisen im Ausland ist zu beachten, dass dort oftmals unterschiedliche Anschlüsse und Gasflaschen vorhanden sind. Daher kann es sein, dass zum Befüllen einer deutschen Gasflasche ein Adapter benötigt wird.

6. Gibt es immer 230 Volt im Reisemobil?

Nein, gibt es nicht. Dies ist nur gegeben wenn man das Reisemobil extern an Strom anschließt. Geschieht dies nicht, gibt es im ganzen Reisemobil nur 12 Volt.

7. Dürfen Mitfahrer während der Fahrt hinten spielen, schlafen und essen?

Auf keinen Fall, das ist gesetzlich verboten. Wie im Pkw auch, müssen alle Insassen angeschnallt auf ihren Plätzen sitzen. Hierfür gibt es speziell für die Fahrt zugelassene Sitzplätze mit entsprechendem Sicherheitsgurt.

8. Wie viel Gepäck darf im Wohnmobil mitgenommen werden?

Im Vergleich zum Pkw kann in einem gemieteten Reisemobil viel mehr Gepäck mitgenommen werden. Auch ist es kein Problem, größeres Sport-Equipment, wie Fahrräder oder Surfboards, zu transportieren. Allerdings muss die zulässige Gesamtmasse, die im Fahrzeugschein eingetragen ist, beachtet werden. Beim Bepacken des Wohnmobils sollte man folgendes beachten: Die Beladung muss richtig verteilt werden – Schweres kommt nach unten, Leichtes nach oben. Schwere Gegenstände sollten möglichst in der Nähe der Achse verstaut werden und die Ladung muss unbedingt gegen Verrutschen gesichert werden.

9. Wo ist freies Campen erlaubt?

In Deutschland ist das einmalige Übernachten zur „Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit“ dort erlaubt, wo es nicht explizit verboten ist. Einmaliges Übernachten umfasst in der Regel einen Zeitraum von bis zu zehn Stunden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass hierbei das Herausdrehen der Markise oder auch die Aufstellung von Campingstühlen und Tischen nicht gestattet ist – also alles, was unter den Begriff „campingähnliches Verhalten“ fällt. In anderen europäischen Ländern gibt es keine einheitliche Regelung zum freien Campen. Daher sollte man sich im Vorfeld unbedingt über die Vorschriften der jeweiligen Reiseländer informieren.

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