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Für seine Sendung ist der Schmidt Max der Faszination des Winterwanderns nachgegangen – auf einer Hochalm bei Reit im Winkl

Faszination Winterwandern

Wenn's glitzert und knirscht

Es ist kalt auf der Hemmersuppenalm bei Reit im Winkl. So kalt, dass der über Nacht gefallene Schnee unter den Sohlen knirscht. Doch der Schmidt Max kann sich trotz zweistelliger Minusgrade fürs Winterwandern erwärmen: „Am faszinierendsten finde ich diese Stille“, sagt der Moderator der BR-Sendung Freizeit in einer Drehpause zur tz.

„Wie der Schnee die Geräusche schluckt – Wahnsinn – so still.“ Die einen sind fasziniert von der winterlichen Ruhe, die anderen vom Glitzern der Schneekristalle im Sonnenlicht. Und so hat sich Winterwandern still und heimlich zu einer Massenbewegung entwickelt. „90 Prozent der Wanderer gehen ihrem Hobby auch im Winter nach“, sagt Jochen Becker vom Deutschen Wanderinstitut.

Infos zum Premium-Winterwanderweg im Internet: www.reitimwinkl.de oder telefonisch bei der Touristinfo 086 40/800 27

Der Experte berät Tourismusverbände beim Anlegen von Wanderwegen und vergibt besonders schönen Strecken das Gütesiegel des Instituts. Im vergangenen Jahr hat Becker den ersten Premium-Winterwanderweg Deutschlands ausgezeichnet – auf der Hemmersuppenalm.

Das Bayerische Fernsehen zeigte dieser Tage eine Freizeit-Sendung, bei der sich alles ums Thema Winterwandern dreht. Ein dehnbarer Begriff, der vom längeren Spaziergang im überzuckerten Flachland bis hin zur alpinistischen Gipfeltour alles umfasst.

Besonders in schneearmen Wintern werden beliebte Wanderberge wie die Hochries (Chiemgau) fast so oft erklommen wie im Sommer. Auf solchen Modebergen sind die Pfade schon wenige Tage nach einem Schneefall so gut eingetrampelt, dass man sie ohne spezielle Schneeschuhe begehen kann.

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Für Florian Weindl, den Tourismuschef von Reit im Winkl, steckt im Winterwandern enormes Potenzial: „Es ist unseren Gästen ebenso wichtig wie Skifahren oder Langlaufen.“ Während andernorts die Winterwanderwege geräumt werden, werden sie in Reit im Winkl wie eine Skatingloipe gewalzt. „So bekommt man ein viel intensiveres Gefühl für den Schnee“, erklärt Weindl. Der knapp sechs Kilometer lange und durchgängig beschilderte Premium-Weg ist mit viel Bedacht in die Landschaft modelliert worden, wie der Schmidt Max erklärt: „Er verläuft quer über die Almwiesen, und zwar so abwechslungsreich wie möglich. Vom Waldrand über freie Wiesen, vorbei an Almhütten und verschneiten Baumgruppen. Durch Mulden und auf Hügel, wo sich plötzlich ein Blick auf den Chiemsee öffnet…“

Startpunkt ist an der 1120 Meter hoch gelegenen Hindenburghütte, die man entweder zu Fuß oder mittels Pendelbus erreicht. Krönender Abschluss, nicht nur für Kinder: eine Rodelfahrt zurück zum Parkplatz im Tal. Und so kommen immer mehr Menschen und erleben die Faszination des Winterwanderns.

Wenn die tief stehende Sonne, die klare Luft und das weiße Kleid die Landschaft in einem ungewohnten Licht erscheinen lassen. Wenn Frost, Eis und  Raureif  selbst sanfte Hügel wild und ursprünglich machen. Mal tanzen Flocken durch die Luft, mal zeigt die Wintersonne am klaren Himmel, welch wärmende Kraft in ihr steckt.

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