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Beim Radeln lernt man das Land am besten kennen – das wusste schon Ernest Hemingway. Oberbayern hat herrliche Strecken zu bieten. Also ab aufs Rad.

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Die zehn schönsten Radl-Touren im MVV-Gebiet

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München - Einmal durch die nördliche Seenplatte. Oder zum Kloster Schäftlarn. Oder quer durchs Tölzer Land. Oberbayern ist Radl-technisch kaum zu schlagen. Die zehn schönsten Touren gibt’s als Karte zum Mitnehmen. Der Clou: Start- und Endpunkt der Touren liegen jeweils an MVV-Bahnhöfen.

Hemingway sagte viele wahre Sätze, irgendwann auch mal diesen: „Beim Radfahren lernt man ein Land am besten kennen, weil man dessen Hügel empor schwitzt und sie dann wieder hinuntersaust.“ Auch Oberbayern kann man erschwitzen und ersausen; der MVV hat hierzu ein paar Touren-Tipps zusammengestellt. Zwischen Start- und Endpunkt liegen jede Menge kulturelle, landschaftliche, kulinarische Schätze:

Der Heilige Berg samt Kloster Andechs ist der Höhepunkt einer 35,5 Kilometer langen Radtour.

1) An Ilm und Amper: Die erste ist mit 67,9 Kilometern auch die längste Radl-Tour. Sie führt von Altomünster im Kreis Dachau immer an Ilm und Amper entlang bis nach Moosburg (Kreis Freising). Ohne große Pausen ist man zwar satte sieben Stunden unterwegs; aber es gibt auch einiges zu sehen. Auf dem Weg liegen der Kalvarienberg, der barocke Petrichhof in Petershausen und ein 1000 Jahre alter Baum, die „Hohle Linde“ in Obermarbach. Auch die Altstadt von Moosburg ist einen Abstecher wert.

2) Die nördliche Seenplatte: Eine Tour, vier Seen. Laut MVV ist sie leicht zu bewältigen – und besonders für Familien mit Kindern geeignet. Auf den knapp 30 Kilometern zwischen Karlsfeld (Kreis Dachau) und Neufahrn (Kreis Freising) liegen der Feldmochinger See, der Regatta-Badesee, der Unterschleißheimer See und die Neufahrner Mühlseen. Bei Badewetter ein Fest.

3) Von Erding nach Ebersberg: Vor dem Strampeln Erding genießen. Die Stadt bietet mit dem Rathaus, dem Landshuter Tor und dem Schrannenplatz einige Sehenswürdigkeiten. Dann ab auf die Räder, der Weg führt 32 Kilometer weit ins nicht minder schöne Ebersberg. Ist’s heiß, spendet der Ebersberger Forst Schatten, der Klostersee bietet Abkühlung. Unterwegs gibt’s jede Menge Einkehrmöglichkeiten.

4) Panoramaweg Isar-Inn:  36,9 Kilometer weit führt diese Etappe vom Marienplatz in München bis nach Grafing (Kreis Ebersberg). Neben dem schönen Zentrum der Landeshauptstadt liegen einige sehenswerte Kirchen auf dem Weg – unter anderem die romanische Kirche St. Ägidius in Keferloh (Kreis München) aus dem späten 12. Jahrhundert.

Entspannung am Wasser: Am Ammersee lässt sich aber auch wunderbar radeln.

5) Zum Kloster Schäftlarn: Freizeitradler sollten sich lieber eine andere Strecke suchen, denn auf dem Weg vom Starnberger Bahnhof nach Sauerlach (Kreis München) ist Kondition vonnöten – es sind teils anspruchsvolle Steigungen zu überwinden. Höhepunkt der Tour ist das Kloster Schäftlarn, im gleichnamigen Ortsteil kann man einkehren. Die Tour hat 41,6 Kilometer.

6) Ins Tölzer Land: Das Kloster Reutberg ist bekannt für sein wunderbares Bier. Auf der Tour durchs Tölzer Land bietet sich ein Zwischenstopp also an. Los geht’s am Bahnhof Holzkirchen (Kreis Miesbach) immer Richtung Süden bis nach Bad Tölz. Die Häuser der Altstadt sind schon herrlich, vom Kalvarienberg bietet sich bei gutem Wetter ein wunderbarer Blick über den Isarwinkel bis ins Karwendelgebirge. Auf dem Isarradweg geht’s dann über Geretsried nach Wolfratshausen. Auf dem Tacho stehen am Ende 52,9 Kilometer.

7) Zum Heiligen Berg: „Dieser Weg wird kein leichter sein“, heißt’s in einem Lied. Er führt schließlich auch zum Heiligen Berg. Vom Bahnhof Gauting (Kreis Starnberg) geht’s über Söcking und Machtlfing auf einem alten Pilgerweg bis zum Kloster Andechs. Endpunkt ist nach 35,5 Kilometern Herrsching. Wer mag, kann sich dort im Ammersee abkühlen.

Das Künstlerhaus Gasteiger ist im Münchner Jugendstil erbaut und einen Abstecher wert.

8) Am Ufer des Ammersees: Mittelschwere Tour mit viel Kultur. Vom Bahnhof Tutzing (Kreis Starnberg) führt der Weg über das ökologisch bewirtschaftete Gut Kerschlach nach Raisting – die berühmte Erdfunkstelle ist gleich zu sehen. Das Marienmünster in Dießen (Kreis Landsberg am Lech) sollte man ebenso besuchen wie das Künstlerhaus Gasteiger zwischen Riederau und Utting. Endpunkt nach 45, 8 Kilometern ist der Bahnhof Geltendorf.

9) Würmtaltour: Die Tour von Starnberg bis Dachau ist 37,6 Kilometer lang. Die renaturierte Würm bietet viele Plätze zum Ausruhen. Das barocke Schloss Planegg ist einen Abstecher wert, auch die Blutenburg, die dem Bayerischen Herzog Albrecht III als Jagdschloss diente. Die Tour endet in Dachau.

10) Amper-Glonn-Tour: Von Fürstenfeldbruck über Maisach und Sulzemoos nach Erdweg. Hier, am Petersberg, liegt mit der romanischen Basilika Peter und Paul einer der Höhepunkte der Amper-Glonn-Tour. Sie ist mit 31,3 Kilometern relativ leicht und endet in Markt Indersdorf (Kreis Dachau).

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