+
Haben Sie ein Smartphone und sind bei Facebook? Dann ist dies Ihr E-Bike. Die Schweizer Firma MTB Cycletech hat mit US-Forschern eine Hinterradnabe (soll mal 2.000 € kosten) entwickelt, in der außer dem Motor ein Bordcomputer steckt. Er errechnet über das am Lenker montierte Smartphone Trainingspläne, schlägt mit GPS-Hilfe die schnellste Fahrstrecke vor oder interagiert mit anderen vernetzten Radlern.

Die Zukunft auf zwei Rädern

Nimmt man die Besucherzahlen der weltgrößten Fahrradmesse zum Maßstab, dann wird Radeln immer beliebter. Rund 60.000 Menschen pilgerten Anfang September zur Eurobike 2011 in die Friedrichshafener Messehallen, davon alleine 20.000 am Publikumstag – Rekord!

Den großen Schwung bekommt die Branche weiterhin durch E-Bikes, also Fahrräder mit elek­trischem Hilfsmotor. In diesem Jahr rechnet der Zweirad-Indus­trieverband mit einem Absatz von 300.000 E-Bikes in Deutschland, das wären 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Wir waren beim Demoday der Eurobike, ist einige Messeneuheiten probegefahren – und stellt Ihnen hier acht herausragende Novitäten vor, die großteils im nächsten Frühjahr auf den Markt kommen.

Mehr Sicherheit bei Gruppenfahrten

Ob man das braucht, ein Bremslicht für Fahrräder? Darüber kann man streiten. Aber besonders bei Gruppen-Ausfahrten kommt es tatsächlich häufig zu Auffahrunfällen, die meist zu einem Sturz führen. Das super auffällige Rücklicht Toplight Line Plus von Busch & Müller gibt es optional nun auch mit der Bremslichtfunktion BrakeTec (40 €). Sie leuchtet automatisch auf, sobald der Nabendynamo eine Verlangsamung registriert.

Das erste E-Rennrad - mit 350 Watt und 45 km/h

Jetzt ist es also soweit: das erste E-Rennrad ist da – womit der elektrische Hilfsantrieb auch die letzte Fahrradgattung erobert hat. Das eQ Race (4.000 €, 16,6 Kilo) der Schweinfurter Firma Haibike beschleunigt mit einem 350-Watt-Motor von Bosch auf bis zu 45 Sachen und ist daher kennzeichenpflichtig. Redakteur Ingo Wilhelm war bei der Probefahrt dankbar für die standfesten Scheibenbremsen…

Klein, aber mobil - Citytourer und Dreirad in einem

 „Flexibilität ist für junge Familien sehr wichtig“, erklärt Ralf Puslat, Geschäftsführer von Puky. Die Kinderfahrzeug-­Spezialisten bringen mit dem CAT S6 ceety (200 €) ein Gefährt, das sich ruckzuck von einem Citytourer mit Schiebestange und Fußstütze in ein Dreirad und wieder zurück verwandeln lässt. Wenn die Kleinen noch keine Tretkurbel bedienen können, stoßen sie sich einfach mit den Füßen ab. Für Kinder ab 18 Monate.

Bequemer Rückenschutz - Luftig leichte Protektoren-Weste

Evoc glänzte bisher vor allem mit Protektoren-Rucksäcken in peppigen Farben. Nun kommt die Münchner Firma auch mit Schutzkleidung, die nicht so dick aufträgt und sich bequem trägt. Die Protector Vest Men (100 €, knapp 500 Gramm leicht) umgibt den Rückenschützer mit extrem flexiblen und luftigen Textilien, sodass man sie gerne einen ganzen Biketag lang umgeschnallt lässt. Das Damenmodell ist grün.

So schön diskret - E-Bike in klassischem Gewand

Das Suchbild zum Thema E-Bikes: Wo befinden sich der Akku und der Motor? Die Lösung: gut versteckt im Rahmen. Das E-Tour von Koga (3000 €) glänzt durch Diskretion und eine auch sonst elegante Optik (die Gabelfederung, die Lichter!). Technisch gesehen ist trotzdem alles drin und dran. So hat der herausnehmbare Akku eine Rekuperations-Funktion, er lädt sich also zum Teil selbst auf und ermöglicht sanftes Entschleunigen mit der Motorbremse.

Automatik-Schaltung - Hightech zum humanen Preis

Seit langem tüfteln verschiedene ­Hersteller an Automatik-Schaltungen für Fahrräder. Die Elektronik von E-Bikes eröffnet nun ganz neue Möglichkeiten. So übernimmt beim Pedelec C1 AGT von Winora ein Computerchip den Schaltbefehl und leitet ihn via Schaltzug an die Siebengang-Rücktrittnabe weiter. Man kann aber auch manuell per Knopfdruck schalten. Klingt nach sündteurer Hightech, kostet aber nur humane 1.900 Euro.

Nicht zu stoppen - Mountainbikes mit 29-Zoll-Rädern

Bei Mountainbikes sind die 29-Zoll-­Laufräder nicht mehr zu stoppen. Endlich sind auch die deutschen Biker von den Vorteilen überzeugt: höhere Lauf­ruhe, mehr Komfort, bessere Traktion… Während viele europäischen Hersteller 2012 erstmals mit „Twentyninern“ anrollen, lässt die US-Firma Specialized schon jahrelange Erfahrung mit Big Wheels in ihre Modelle einfließen. Hier das Stumpjumper FSR Expert 29 mit Carbonrahmen und edler Ausstattung (4.600 €).

I.W.

 

Auch interessant

Kommentare