+
Die zentrale Mittelmeerroute zwischen Libyen und Italien gilt als gefährlichster Seeweg nach Europa (Symbolfoto).

Mittelmeer

1000 Flüchtlinge gerade noch gerettet 

Offenbar sind wieder zahlreiche Menschen auf dem gefährlichen Weg von Afrika nach Europa ertrunken. Für rund 1000 kam die Rettung am Dienstag gerade noch rechtzeitig.

Rom - Rund 1000 Menschen wurden am Dienstag aus Seenot gerettet, wie die Küstenwache am Abend mitteilte. Die etwa Geretteten wurden bei insgesamt acht Einsätzen aus überfüllten Booten in Sicherheit gebracht, teilte die italienische Küstenwache mit, die die Einsätze koordiniert. 

An der Rettung seien auch die Nichtregierungsorganisationen Save the Children, SOS Méditerranée und die deutsche Jugend Rettet beteiligt gewesen.

Neue Flüchtlingstragödie im Mittelmeer

Wieder wird eine neue Flüchtlingstragödie im Mittelmeer befürchtet. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) könnten dabei mehr als 150 Menschen ums Leben gekommen sein. Überlebende hätten bei ihrer Ankunft am Montag in Sizilien von 156 Vermissten gesprochen, twitterte IOM-Sprecher Flavio Di Giacomo am Dienstag. Das Unglück ereignete sich demnach bereits am vergangenen Freitag. Es seien viele Frauen und Kinder an Bord gewesen.

Viele Frauen und Kinder an Bord

Zwischen Freitag und Samstag waren nach Angaben der Küstenwache mehr als 2100 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet und eine Leiche geborgen worden.

Die zentrale Mittelmeerroute zwischen Libyen und Italien gilt als gefährlichster Seeweg nach Europa. Laut IOM sind seit Jahresbeginn bereits 1252 Menschen gestorben oder werden vermisst.

In Italien kommen derzeit die meisten Flüchtlinge an. In diesem Jahr waren es bereits mehr als 50.000, wie IOM mitteilte.

Bis zu6,6 Millionen Flüchtlinge warten auf Fahrt nach Europa, wie Medien berichten.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Selbstmordanschlag auf US-Botschaft in Montenegro
Montenegro steht als jüngstes Nato-Mitglied seit Monaten zwischen seinem historischen Freund Russland und Washington. Hat dieses politische Tauziehen jetzt zum Anschlag …
Selbstmordanschlag auf US-Botschaft in Montenegro
Hintergründe noch unklar: Mann sprengt sich vor US-Botschaft in Montenegro in die Luft
Vor der US-Botschaft in Podgorica, der Hauptstadt von Montenegro, hat sich ein Mann in die Luft gesprengt. 
Hintergründe noch unklar: Mann sprengt sich vor US-Botschaft in Montenegro in die Luft
BGH prüft IS-Attacke einer Schülerin auf Polizisten
Karlsruhe (dpa) - Der Bundesgerichtshof (BGH) prüft den Fall der jugendlichen IS-Sympathisantin Safia S., die vor zwei Jahren in Hannover einen Polizisten mit einem …
BGH prüft IS-Attacke einer Schülerin auf Polizisten
Merkel gibt Regierungserklärung zum EU-Gipfel
Berlin (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel gibt heute im Bundestag eine Regierungserklärung zum EU-Gipfel ab. Im Zentrum dürfte die künftige Finanzplanung der Union stehen.
Merkel gibt Regierungserklärung zum EU-Gipfel

Kommentare