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Das Bild zeigt eine Sicherheitskraft in Kabul.

Taliban

16 afghanische Sicherheitskräfte von eigenen Kollegen getötet

Im Süden Afghanistans haben Sicherheitskräfte 16 ihrer Kollegen unter einem Vorwand zu einem Kontrollposten gelockt - und sie dann erschossen.

Kabul - Im Süden Afghanistans sind 16 Sicherheitskräfte von eigenen Kollegen zu einem Kontrollposten gelockt und getötet worden. Der Sprecher der radikalislamischen Taliban, Kari Jusuf Ahmadi, sagte am Sonntag, die Organisation stehe hinter dem Vorfall vom Samstag in der Provinz Helmand im Süden des Landes. Ein Mitglied des Sicherheitsrates der Provinz, Hadschi Abdul Ahad Sultanzoy, bestätigte der Deutschen Presse-Agentur den Zwischenfall im Bezirk Gereschk.

Die 16 örtlichen Sicherheitskräfte waren demnach zu dem Militärposten unter dem Vorwand gerufen worden, gegen Kämpfer der Taliban in der Gegend sei ein Einsatz geplant. Als die 16 an dem Posten eingetroffen seien, hätten eigene Kollegen sie erschossen, so Sultanzoy.

Die mutmaßlichen Täter seien anschließend mit Waffen in zwei Autos geflohen und hätten sich den Taliban angeschlossen, sagte ein Sicherheitsbeamter der Provinz, der anonym bleiben wollte.

Angriffe innerhalb des afghanischen Militärs und der Polizei kommen mittlerweile wöchentlich vor. Die Taliban heuern entweder Mitglieder der Sicherheitskräfte an oder haben großen Einfluss auf sie, um solche internen Angriffe ausführen zu lassen. Im Visier stehen dabei sowohl die Sicherheitskräfte des Landes als auch ausländische Truppen.

Die Taliban hatten von 1996 bis zur US-geführten Intervention 2001 weite Teile von Afghanistan unter ihrer Kontrolle.

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dpa

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