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1933: Chronik der Machtergreifung

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- 4. Januar: Adolf Hitler und Franz von Papen führen Gespräche über eine gemeinsame Regierungsbildung. 30. Januar: Reichspräsident Paul von Hindenburg ernennt Hitler zum Reichskanzler. Aus Anlass der Machtübernahme paradieren in Berlin etwa 15 000 Mitglieder von SA, Schutzstaffel (SS), und "Stahlhelm" mit einem Fackelzug durch das Brandenburger Tor.

1. Februar: Auf Wunsch Hitlers löst Hindenburg den Reichstag auf.

2. Februar: Der kommissarisch eingesetzte preußische Innenminister Göring verbietet alle Demonstrationen der KPD.

4. Februar: Per Notverordnung wird die Versammlungs- und Pressefreiheit weiter eingeschränkt.

22. Februar: Göring bildet in Preußen eine Hilfspolizei, deren Mitglieder aus SA, SS und "Stahlhelm" rekrutiert werden.

27. Februar: Abends bricht im Reichstagsgebäude ein Brand aus.

28. Februar: Hindenburg unterzeichnet Notverordnungen, die mit sofortiger Kraft die Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit noch weiter einschränken.

5. März: Bei den Reichstagswahlen erreicht die NSDAP trotz massiver Propaganda und Terrors 43,9 Prozent der Stimmen und verfehlt die für sicher gehaltene absolute Mehrheit. Die SPD erhält 18,3 Prozent, die KPD 12,3 Prozent.

8. März: Auf Basis der Notverordnungen werden die KPD-Sitze im Reichstag annulliert.

13. März: Einrichtung des "Ministeriums für Volksaufklärung und Propaganda" unter Joseph Goebbels.

20./21. März: In Dachau und Sachsenhausen werden die ersten Konzentrationslager unter Aufsicht von Polizei und SA zur Internierung von politischen Gegnern eingerichtet.

23.  März: Der Reichstag billigt mit 441 Stimmen das "Ermächtigungsgesetz". Nur 94 SPD-Abgeordnete stimmen dagegen.


 

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