+
Karl-Heinz Funke muss 2000 Euro zahlen.

Vor Gericht

2000 Euro Strafe: Ex-Minister Funke muss zahlen

Oldenburg - Zahlung einer Geldbuße von 2000 Euro: Die Silberhochzeitsaffäre ist damit für Ex-Bundeslandwirschaftsminister Karl-Heinz Funke juristisch ausgestanden.

Der einstige SPD-Politiker muss die Summe an das Kinderhospiz Löwenherz in Syke bei Bremen zahlen, wie ein Sprecher des Landgerichts Oldenburg am Dienstag sagte. Eine entsprechende Vereinbarung sei mit den Prozessbeteiligten geschlossen worden. Anschließend werde das Verfahren eingestellt.

Der Bundesgerichtshof hatte im Dezember 2013 den Freispruch für Funke vom Vorwurf der Untreue durch das Landgericht Oldenburg vom Jahr 2012 aufgehoben. Funke hatte sich 2007 als damals ehrenamtlicher Vorsteher des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) seine Silberhochzeitsfeier vom Verband mitfinanzieren lassen.

Später zahlte er den Betrag zurück. In weiteren Punkten verurteilte das Landgericht ihn und den mitangeklagten OOWV-Geschäftsführer zu Freiheitsstrafen auf Bewährung. Gegen den Freispruch legte die Staatsanwaltschaft Revision ein.

Die Affäre um 8000 Euro für die Silberhochzeitsfeier im Jahr 2007 wurde im Dezember 2009 öffentlich. Sie kostete Funke alle politischen Ämter und auch die SPD-Mitgliedschaft. Funke war von 1998 bis 2001 Bundeslandwirtschaftsminister.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nach Präsidentenwahl in Kenia: Opposition legt Einspruch ein
Kenias Opposition will das Wahlergebnis von vor rund einer Woche nicht anerkennen. Die Computer seien manipuliert worden, lautet einer der Vorwürfe. 
Nach Präsidentenwahl in Kenia: Opposition legt Einspruch ein
Rechte „Identitäre“ in Barcelona nicht willkommen
Nach dem Terroranschlag von Barcelona marschierten Mitglieder der Identitären Bewegung in der Stadt auf. Passanten stellten sich den Rechten entgegen.
Rechte „Identitäre“ in Barcelona nicht willkommen
Terror-Fahrer von Barcelona war erst 17 und kündigte die Tat an
Sein Anschlag tötete 14 Menschen und wollte offenbar noch viel mehr treffen - über den Attentäter von Barcelona gibt es mittlerweile nähere Erkenntnisse.   
Terror-Fahrer von Barcelona war erst 17 und kündigte die Tat an
Merkel zu Erdogan: „Wir verbitten uns jede Art von Einmischung“
Der türkische Präsident Erdogan hat die türkischstämmigen Wähler zum Boykott bei der Bundestagswahl aufgerufen. Bundeskanzlerin Angela Merkel übt an der Einmischung …
Merkel zu Erdogan: „Wir verbitten uns jede Art von Einmischung“

Kommentare